banner_klein.jpg (6301 Byte)

Themen

Afrika
Amerika
Asien
Australien
Europa

Nordamerika
Mittelamerika & Karibik
Südamerika

Argentinien
Bolivien
Brasilien
Chile
Ecuador
Guyana
Kolumbien
Paraguay
Peru
Suriname
Uruguay
Venezuela


Die Spanier zeigten wenig Interesse, das Land am Ostufer des Uruguay zu erobern. Zum einen leisteten die dort lebenden Indianer erbitterten Widerstand, zum anderen war in der Region wenig zu holen: es gab weder Gold noch andere Bodenschätze. Das Land gehörte zunächst zum Vizekönigreich Rio de la Plata. 1811 bis 1814 beteiligte sich Uruguay am Freiheitskampf gegen Spanien. Ab 1817 Provinz des Kaiserreiches Brasilien. Mit argentinischer Hilfe löste sich Uruguay 1825 von Brasilien und wurde 1828 im Frieden von Rio selbständig. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Uruguay wegen seiner soliden wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse gern als "Schweiz Südamerikas" bezeichnet. Unter Präsident Jose Batlle y Ordonez wurde ein vorbildliches Sozialsystem eingeführt und das Gesundheitswesen verbessert. Das änderte sich Ende der 60er Jahre. Vor allem der dramatische Anstieg der Erdölpreise war ein Schock für das Land. Der Unmut der Bevölkerung entlud sich in Streiks. 1973 übernahm das Militär die Macht. Uruguay erwarb sich den zweifelhaften Ruf, eine der repressivsten Diktatur zu sein. Mehreren Präsidenten - alle durch das Militär gestützt - gelang es nicht, den wirtschaftlichen Niedergang aufzuhalten. Freie Parlamentswahlen gab es erst wieder 1984, ein Jahr später wurden auch die Gewerkschaften wieder zugelassen.  Der Kandidat der rechtsgerichteten Colorado-Partei, Jorge Batlle (72), setzte sich am 28.11.1999 bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Uruguay mit 52% der Stimmen gegen seinen sozialistischen Konkurrenten Tabare Vazquez (44%) durch. Für Batlle war es der fünfte Versuch, Präsident Uruguays zu werden. Am 1.3.2000 tritt er die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers und Parteifreundes Julio Maria Sanguinetti (63) an. Batlle will nach eigenen Angaben die neoliberale Politik seines Vorgängers fortsetzen. Sein Gegenkandidat Vazquez, der im ersten Wahlgang mit 38% noch den höchsten Stimmenanteil erhalten hatte, plante in einer friedlichen Revolution die Ablösung der Colorado-Partei durch die Linke. Im Wahlkampf hatte Vazqez versprochen, mehr als 300 Mio Dollar für neue Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen und eine umstrittene Einkommensteuer zu erheben. In Uruguay waren 1998 rund 12% der Bevölkerung erwerbslos.

Zurück nachoben.gif (60 Byte)

Wörterbuch
Synonyme
Woxikon - Online Wörterbuch

a
Navigation


Web erdkunde-wissen.de

Allgemeine Informationen
Link-Datenbank

Pol. System, Einreise & Botschaften
Währung
Klima, Flora & Fauna
Geographie & Fahne
Geschichte & Gegenwart
Bevölkerung
Wirtschaft & Militär
Industrie, Rohstoffe & Landw.
Außenwirtschaft
Verkehr, Umwelt & Energie
Wohlstand & Sicherheit
Entwicklungshilfe
Reiseinformationen

Bildung, Soziales & Kultur
Essen & Trinken
Hintergrundberichte
Medien & Kommunikation

Literatur
Länderfotos
Nationalhymnen

--> Erdkunde
--> Service
--> Seiteninternes

Kommunikation
Gästebuch
Hilfeforum
Kontakt
Impressum
Suchmaschine