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Gesundheit

ausrufezeichen2.jpg (945 Byte)Die Gelbfieberimpfung ist seit kurzem für das gesamte peruanische Amazonasgebiet vorgeschrieben, der Impfnachweis wird kontrolliert. Bei Nichtbeachtung droht Einreiseverbot, Quarantäne oder Zwangsimpfung.

Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollten diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird für die Reise in das Amazonasbecken empfohlen. Sie wird verlangt bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wie z.B. Bolivien.

Malaria-Prophylaxe kann bei Reisen in das Amazonasbecken sinnvoll sein.

HIV / Aids ist auch in diesem Lande ein Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten z.T. auch gefährlichen Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch das Denguefieber. Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings regional unterschiedlich.

Malaria kann in den Urwaldgebieten östlich der Anden unterhalb von 2000 Meter Höhe auftreten, besonders im Amazonasbecken. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Höhenkrankheit: In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe manifest wird. Bei einem Nettoaufstieg von max. 300 Meter täglich tritt sie kaum noch auf. Warnsymptome sind: schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause / Übernachtung, sollte abgestiegen werden. Wirksame Therapie ist Abstieg unter eine Höhe von 2000 Meter. Betroffen sind alle Altersstufen. Medikamente (Diamox) zur "Prophylaxe" sind in Deutschland hierfür nicht zugelassen. Die Verschlimmerung der Erkrankung mit Beteiligung von Gehirn, Lunge (Ödem) oder Nieren kann tödlich enden. Fehler des Patienten in diesem Zusammenhang sind besonders: zu später Arztkontakt, zu später Abstieg unter 2000 Meter und Verharmlosen der Symptome.

Bergsteigen in den Anden birgt erhebliche Risiken (es gibt jedes Jahr zahlreiche Todesfälle) und sollte nur in Begleitung erfahrener Bergführer unternommen werden.

Das Bergrettungswesen ist, sofern es existiert, nicht mit europäischen Verhältnissen zu vergleichen.


Literatur

Reisehinweise

Kriminalität

Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert.

In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.

In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch davon abgeraten, nachts allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen; selbst für kurze Entfernungen sollte ein Taxi genommen werden.

In Arequipa empfiehlt es sich dringend, ein zuverlässiges Telefon-Taxi zu nehmen, da Taxiüberfälle dort in letzter Zeit zugenommen haben.

Es wird ferner empfohlen:

  • Aufmerksamkeit walten zu lassen und möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen;
  • bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren;
  • Bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten;
  • bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen;
  • Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels.
  • Armenviertel in Großstädten zu meiden;
  • wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten. Wenn sich Nachtfahrten nicht vermeiden lassen, sollten nur die großen und bekannten Buslinien in Anspruch genommen werden (z.B. Olturse, Ormeño, Cruz del Sur)
  • auf keinen Fall von Huánuco aus die Strecke Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa benutzen. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch;
  • jede Berührung mit Drogen aller Art zu vermeiden (hohe Strafen, s.u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen.

Reisen über Land

In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisefreiheit kann dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.

In zahlreichen Provinzen wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.

Reisende sollten in Peru die Nachrichten in den Medien verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.

Arbeitsaufnahme

In der letzten Zeit versuchen besonders junge, individuell reisende Touristen, Gelegenheitsarbeit zu finden, um die Reisekasse aufzufüllen. Die Arbeitsaufnahme ist für Touristen jedoch verboten. Zumindest aus Cusco ist bekannt, dass die dortige Ausländerpolizei (Policía de Extranjería, Seguridad del Estado) breit angelegte Kontrollen durchführt. Da es schnell zu einer Verhaftung kommen kann, wird ausdrücklich davor gewarnt, mit einem Touristenvisum einer wie auch immer gearteten Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Geldversorgung

Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen, allerdings sehr hohe Kommissionen.

Zunehmend ist Barabhebung von Landeswährung (Soles) sowie von US-Dollars mit EC-Karte an Geldautomaten möglich, sofern diese das MAESTRO-Logo tragen.

Euro-Scheine können in Lima in Wechselstuben umgetauscht werden.

Sonstige Informationen / nützliche Anschriften für Peru-Reisende

Deutsche Lufthansa (keine eigene Niederlassung in Peru)
über: HANSAPERU Consulting S.A.C.
Av. Jorge Basadre 1330,
San Isídro-Lima 27
Tel: (00511) 442 44 55 (Zentrale), 442 44 66 (Reservierungen), 442 45 14 (Schalter)
Fax: (00511) 440 56 44
E-Mail: LHlim@terra.com.pe

Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
Av. Camino Real 348, Piso 15, Torre El Pilar, Oficina 1502
San Isídro-Lima 27
Tel: (00511) 441 86 16,
Fax: (00511) 442 60 14
E-Mail: info@camara-alemana.org.pe
Internet: www.camara-alemana.org.pe

Peruanische Botschaft in Deutschland
Mohrenstr. 42-44
10117 Berlin
Tel. 030/ 20 64 103
Fax: 030/ 2064 1051

South American Explorers ClubCalle Piura 135
Miraflores, Lima 18
Tel. 445-3306

Überfälle, Unfälle, Verhaftungen und sonstige NotfälleBei Überfällen, Unfällen, Verhaftungen und sonstigen Notfälle oder bei Reklamationen stehen folgende peruanischen Stellen außer der deutschen Botschaft zur Verfügung bzw. sollten unbedingt benachrichtigt werden:

Einrichtung Telefon Fax Bemerkung
Ambulanz (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente) 117
Radio Patrulla (Funkstreife) und Notruf 105
Feuerwehr 116 oder

Lima: 222-0222, 472-3333

Amt für Verbraucherschutz INDECOPI

Calle La Prosa 138

San Borja

Lima 41

Lima 224 7800 Lima 224-0348, 225 2190 siehe Touristenpolizei
Policía de Turismo y Ecología (Touristen- und Umweltpolizei)

Jr. Moore 268, Magdalena

Lima 17

Lima 460-0921,

424-2053.

460 0890

Lima 460-0844 Durch die Schaffung einer Touristenpolizei (Policía de Turismo y Ecología) und der staatlichen Verbraucherschutzorganisation INDECOPI stehen dem Touristen unmittelbar Ansprechpartner bei Problemfällen zur Verfügung. Diese Institutionen sollten z.B. angesprochen werden, wenn sich Probleme bezüglich der Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in Peru ergeben.

Krankenhäuser (deutschsprachige Ärzte zum Teil vorhanden)
Clínica Anglo-Americana
Alfredo Salazar 350
San Isidro
Lima 27
Tel.: (00511) 221 3656

Clínica Tezza
Avda. del Polo 570
Monterrico-Sur
Surco
Lima 33
Tel.: (00511) 435 6990, 437 1319 (24 h)
E-Mail: ct@clinicatezza.com.pe

Clínica Stella Maris
Av. Paso de los Andes 923
Pueblo Libre, Lima 21
Tel.: (00511) 463-6666, Fax 461-3396
E-Mail: clinica@stellamaris.com.pe

Deutschsprachige Ärzte und Anwälte
Die Anschriften von deutschsprachigen Ärzten und Anwälten können bei der deutschen Botschaft erfragt werden.


Sitten & Bräuche

Nachtleben

In den Urlaubsorten gibt es zahlreiche Bars, Diskotheken und Casinos. Peñas sind die traditionellen Stätten des peruanischen Nachtlebens. Dort kann man der Criolla (Volksmusik) zuhören und kleinere Mahlzeiten bestellen. Das Nachtleben in Lima und Cuzco ist sehr abwechslungsreich, die Diskotheken, Peñas, Pubs und Karaoke-Bars sind bis 03.00 oder 04.00 Uhr morgens geöffnet.

Einkaufstipps

Wollsachen und Teppiche aus Alpaca- und Lamawolle, Masken, handgewobene Ponchos und Nachbildungen alter Inka-Schmuckstücke, Artikel aus Silber, Gold, Leder und Holz. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 10.00-13.00 und 16.00-20.00 Uhr. 

Sport

Stierkampf Die bedeutendsten Stierkämpfe finden in der Plaza-de-Toros-de-Acho-Arena von Lima statt (Oktober bis März).

Golf/Tennis: Tennis- und Golfplätze gibt es in Lima und den Vororten. In einigen Privatklubs darf man auch als Besucher spielen.

Reiten kann man im zentralen Hochland und in den Pferdezuchtgebieten des Südens (Ica).

Bergsteigen und Trekking: Die Anden, in denen es einige unbezwungene Gipfel gibt, sind ein besonderer Anziehungspunkt für alle Bergsteiger und Wanderer. Bergwanderungen können das ganze Jahr über unternommen werden, am günstigsten ist die Trockenzeit (Jni bis September). Die bekanntesten Trekkingrouten sind der Inka-Pfad nach Machu Picchu sowie die tropische Bergkette der Cordillera Blanca (Huascarán-Nationalpark).

Forschungsreisen: Informationen vom South American Explorers Club.

Wassersport: An der Küste können fast alle Wassersportarten ausgeübt werden. An den Stränden von Lima können Surfbretter gemietet werden.

Fischen: Im Titicaca-See und in Conococha kann man Lachse und Forellen fangen. Das Meer ist ebenfalls für seinen Fischreichtum bekannt.

Trinkgeld

Rechnungen enthalten i. allg. 18% für Bedienung. Ein zusätzliches Trinkgeld in Höhe von 5% wird erwartet. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Umgang

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Legere Kleidung wird akzeptiert, am Abend zieht man sich allerdings etwas festlicher an. Zahlreiche Geschäftsleute tragen im Sommer Guayaberas (traditionelle Hemden ohne Krawatte). Shorts und Badebekleidung gehören an den Strand. Das Leben verläuft geruhsam, und die Peruaner begründen ihre Unpünktlichkeit lachend mit La Hora Peruana - die peruanische Zeit.


Strafrecht

Drogenbesitz und Drogenhandel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von 2 bis 25 Jahren rechnen. Die Gefängnisse in Peru entsprechen nicht europäischem Standard und sind z.T. extrem überbelegt. Die hygienischen Verhältnisse sowie die Versorgung der Häftlinge mit Lebensmitteln lassen zu wünschen übrig.

Vermeiden Sie daher jede Berührung mit Drogen aller Art und vermeiden Sie jeden Kontakt zu Ihnen unbekannten, aufdringlichen Personen. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte auch ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
220 60

Talara 110/220V; Arequipa 50 Hz -

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Unterkunft

Hotels von internationalem Standard findet man in Lima, Cuzco, Arequipa, Trujillo, Iquitos, Cajamarca, Chiclayo, Ica und Tarapoto. Zahlreiche Hotelprojekte sind für die nahe Zukunft geplant, die Infrastruktur außerhalb der Hauptstadt soll verbessert werden. Recht preiswerte Pensiones findet man in allen größeren Ortschaften Perus. In den ländlichen Gebieten ist der Standard der Unterkünfte recht unterschiedlich, Hotels sind in der Regel gut ausgestattet. 18% für Steuern (IGV) sind in den Rechnungen enthalten. Bei Hotels der höheren Klasse kann es sein, daß zudem noch ein Bedienungsgeld von 1-13% aufgeschlagen wird.

Kategorien: 1-5 Sterne. Ein neues Gesetz verlangt das Aushängen besonderer Schilder: H (Hotel), HR (Hotel Residencial), HS (Hostal Residencial) oder P (Pension). Näheres vom Hotelverband: Asociación Peruana de Hoteles, Restaurantes y Afines (AHORA), Elías Aguirre 580, Miraflores, Lima 18. Tel/Telefax: (014) 444 43 03. (E-Mail: ahora@superred.com.pe )
 
JUGENDHERBERGEN: 38 Jugendherbergen mit Schlafsälen, Doppel- oder Einzelzimmern, Kochgelegenheiten, einer Bar oder Cafeteria und manchmal auch Schwimmbecken stehen zur Verfügung. Einzelheiten vom Jugendherbergswerk: Asociación Peruana de Albergues Turísticos Juveniles, Avenida Casimiro Ulloa 328, San Antonio, Miraflores, Lima 18. Tel: (01) 242 30 68. Telefax: (01) 444 81 87. (E-Mail: hostell@terra.com.pe )
 
CAMPING: Keine offiziellen Campingplätze.


Verkehr

FLUGZEUG: Lan Perú (LP), Taca Perú (TA), Aero Continente (N6), Aero Condor (Q6) und Aviandina (SJ) betreiben den Großteil des Inlandflugverkehrs und verbinden Lima mit Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Chiclayo, Chimbote, Huánuco, Cuzco, Iquitos, Juliaca-Puno, Piura, Pucallpa, Puerto Maldonado, Tacna, Tarapoto, Trujillo, Tumbes und anderen Städten. Die neue Fluglinie TANS fliegt viermal wöchentlich nach Tumbes. TransAm fliegt auf der Strecke Lima-Cuzco-Lima.

Bei der Ausreise auf dem Luftweg ist eine Flughafensteuer von z.Z. 30,25 USD in bar am Flughafen zu entrichten; Kreditkartenzahlung etc. ist nicht möglich.

SCHIFF: Regelmäßige Verbindungen zwischen Pucallpa und Iquitos (ca. 5 Tage Fahrzeit) sowie von Iquitos zur Grenze mit Brasilien und Kolumbien (2,5 Tage Fahrzeit).

BAHN: Es gibt zwei Schienennetze, die aber nicht miteinander verbunden sind. Zusätzlich gibt es Kurzstrecken in den Bergbaugebieten. Keine Verbindung zwischen Lima und Cuzco. Auf einigen Strecken verkehren schnelle und bequeme elektrische Autovagons.
Ferrocarril Central verbindet Lima, La Oroya, Huancayo und Huancavelica; sie ist die höchste Bahnstrecke der Welt (bis zu 4781 m) mit über 50 Tunnel und Brücken (zur Zeit wegen Privatisierungsmaßnahmen außer Betrieb).

Die Südstrecke führt von Arequipa über Juliaca nach Puno am Titicaca-See. Jeden Dienstag fährt eine Fähre über den See nach Bolivien und kehrt freitags wieder zurück. Der Fahrplan ändert sich häufig, nähere Informationen vor Ort. Eine Nebenstrecke verläuft von Juliaca und Puno nach Cuzco, eine weitere Kurzstrecke nach Macchu Picchu (ca. 4 Std. Fahrzeit). Da beide Strecken nicht miteinander verbunden sind, muß man nicht nur den Zug, sondern auch den Bahnhof wechseln. Es gibt einen Winter- und einen Sommerfahrplan.

BUS/PKW: Der Zustand der Panamericana an der Küste sowie der Hauptverbindungen in das Landesinnere ist grundsätzlich gut. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto schlechter wird das Straßennetz. Es kommt immer wieder zu schweren Busunglücken.Es sollten daher nur vertrauenswürdige Busgesellschaften gewählt werden (z.B. Olturse, Ormeño, Cruz del Sur). Erdrutsche können zu Behinderungen auf Bergstrecken führen.

Eine Straße verbindet Lima, Canta und Cerro de Pasco mit Huánuco und führt über Tingo María nach Pucallpa am Fluß Ucayali. Der Central Highway verbindet Lima mit La Oroya, Huancayo, Huancavelica, Ayacucho, Cuzco, Puno und Arequipa. Die Rundreise Lima - Cuzco - Puno - Arequipa - Lima ist 2400 km lang.

In Peru sind nur wenige Straßen asphaltiert. Erdrutsche und unwegsame Straßen erschweren das Fahren, und Pannen sind häufig. Der Touring y Automóvil Club del Perú ist bei der Urlaubsplanung behilflich und verkauft Karten der 12 Departamentos. Während der Regenzeit sind die Straßen in manchen Gebieten, insbesondere zwischen der Küste und den Bergen, aufgrund von Erdrutschen gesperrt. An allen ausländischen Fahrzeugen muß die Genehmigung der Zollbehörden, die bei der Einreise ausgestellt wird, gut sichtbar angebracht sein. Busse sind preiswert und als Verkehrsmittel weit verbreitet. Reisebusse der Firmen Ormeño, Cruz del Sur, Ittsa, Enlaces, Perú Bus, Oltursa u. a. bieten landesweite Verbindungen. Taxis findet man vor den Hotels und am Flughafen. Mietwagen kann man bei Hertz, Avis, National, Dollar, Mitsui, Rentandina, AAA, American, Budget u. a. in Lima und anderen Städten erhalten. Unterlagen: Für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ist der nationale Führerschein ausreichend, bei längeren Aufenthalten muß beim Touring y Automóvil Club del Perú ein internationaler Führerschein beantragt werden.

STADTVERKEHR: 50% der öffentlichen Verkehrsmittel in Lima sind Stadtbusse, etwa 30% Minibusse und 20% sogenannte Colectivos. In diesen Sammeltaxis haben bis zu sechs Personen Platz, sie fahren auf vorgeschriebenen Strecken in die Vororte. Diese Taxis findet man an der Haltestelle La Colmena an der Plaza San Martín. Man bezahlt einen Einheitspreis und kann überall ein- und aussteigen. Die gewöhnlichen Taxis sind verhältnismäßig preiswert und haben keine Taxameter, deswegen sollte man den Fahrpreis vorher vereinbaren. Eine neue Buslinie mit zehn Haltestellen wird von hochmodernen Bussen befahren.

Fahrzeiten: von Lima zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Schiff* Bus/Pkw
Arequipa 1.10 - 18.00
Cuzco 1.00 - 20.00
Chachapoyas 1.20 - -
Huancayo - - 6.00
Huaraz - - 8.00
Iquitos 1.30 5 Tage -
Nazca - - 8.00
Pucallpa 0.50 2,5 Tage 22.00
P. M'nado 2.00 3,5 Tage -
Tujillo 1.00 - 8.00
Tumbes 1.40 - 18.00

Anmerkung: [*] Die Zeit für Straßenverbindungen zwischen den einzelnen Wasserwegen ist in dieser Tabelle nicht berücksichtigt.


Zoll

Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch): www.aduanet.gob.pe  .

Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Koka-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und Bußgeldverfahren nach sich ziehen können.

Versand von elektronischen Apparaten, Ersatzteilen, Kamerazubehör, Kosmetika u.ä. per Post oder Kurier nach Peru:. Die Zollauslösung ist kostspielig und zeitaufwändig; sie kann nicht durch die Botschaft oder die Honorarkonsuln vorgenommen werden. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten.

Es ist nicht zulässig, Sendungen an die Botschaft oder die Honorarkonsuln zu adressieren.

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