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Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollten diese und andere Fragen entschieden werden. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird für die Reise in das Amazonasbecken empfohlen. Sie wird verlangt bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wie z.B. Bolivien. Malaria-Prophylaxe kann bei Reisen in das Amazonasbecken sinnvoll sein. HIV / Aids ist auch in diesem Lande ein Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen. Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten z.T. auch gefährlichen Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch das Denguefieber. Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings regional unterschiedlich. Malaria kann in den Urwaldgebieten östlich der Anden unterhalb von 2000 Meter Höhe auftreten, besonders im Amazonasbecken. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Höhenkrankheit: In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe manifest wird. Bei einem Nettoaufstieg von max. 300 Meter täglich tritt sie kaum noch auf. Warnsymptome sind: schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause / Übernachtung, sollte abgestiegen werden. Wirksame Therapie ist Abstieg unter eine Höhe von 2000 Meter. Betroffen sind alle Altersstufen. Medikamente (Diamox) zur "Prophylaxe" sind in Deutschland hierfür nicht zugelassen. Die Verschlimmerung der Erkrankung mit Beteiligung von Gehirn, Lunge (Ödem) oder Nieren kann tödlich enden. Fehler des Patienten in diesem Zusammenhang sind besonders: zu später Arztkontakt, zu später Abstieg unter 2000 Meter und Verharmlosen der Symptome. Bergsteigen in den Anden birgt erhebliche Risiken (es gibt jedes Jahr zahlreiche Todesfälle) und sollte nur in Begleitung erfahrener Bergführer unternommen werden. Das Bergrettungswesen ist, sofern es existiert, nicht mit europäischen Verhältnissen zu vergleichen. Kriminalität Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert. In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig. In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch davon abgeraten, nachts allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen; selbst für kurze Entfernungen sollte ein Taxi genommen werden. In Arequipa empfiehlt es sich dringend, ein zuverlässiges Telefon-Taxi zu nehmen, da Taxiüberfälle dort in letzter Zeit zugenommen haben. Es wird ferner empfohlen:
Reisen über Land In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisefreiheit kann dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein. In zahlreichen Provinzen wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte. Reisende sollten in Peru die Nachrichten in den Medien verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen. Arbeitsaufnahme In der letzten Zeit versuchen besonders junge, individuell reisende Touristen, Gelegenheitsarbeit zu finden, um die Reisekasse aufzufüllen. Die Arbeitsaufnahme ist für Touristen jedoch verboten. Zumindest aus Cusco ist bekannt, dass die dortige Ausländerpolizei (Policía de Extranjería, Seguridad del Estado) breit angelegte Kontrollen durchführt. Da es schnell zu einer Verhaftung kommen kann, wird ausdrücklich davor gewarnt, mit einem Touristenvisum einer wie auch immer gearteten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Geldversorgung Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen, allerdings sehr hohe Kommissionen. Zunehmend ist Barabhebung von Landeswährung (Soles) sowie von US-Dollars mit EC-Karte an Geldautomaten möglich, sofern diese das MAESTRO-Logo tragen. Euro-Scheine können in Lima in Wechselstuben umgetauscht werden. Sonstige Informationen / nützliche Anschriften für Peru-Reisende Deutsche Lufthansa (keine eigene Niederlassung in Peru) Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer Peruanische Botschaft in Deutschland South American Explorers ClubCalle Piura 135 Überfälle, Unfälle, Verhaftungen und sonstige NotfälleBei Überfällen, Unfällen, Verhaftungen und sonstigen Notfälle oder bei Reklamationen stehen folgende peruanischen Stellen außer der deutschen Botschaft zur Verfügung bzw. sollten unbedingt benachrichtigt werden:
Krankenhäuser (deutschsprachige Ärzte zum Teil vorhanden) Clínica Tezza Clínica Stella Maris Deutschsprachige Ärzte und Anwälte Sitten & Bräuche In den Urlaubsorten gibt es zahlreiche Bars, Diskotheken und Casinos. Peñas sind die traditionellen Stätten des peruanischen Nachtlebens. Dort kann man der Criolla (Volksmusik) zuhören und kleinere Mahlzeiten bestellen. Das Nachtleben in Lima und Cuzco ist sehr abwechslungsreich, die Diskotheken, Peñas, Pubs und Karaoke-Bars sind bis 03.00 oder 04.00 Uhr morgens geöffnet. Wollsachen und Teppiche aus Alpaca- und Lamawolle, Masken, handgewobene Ponchos und Nachbildungen alter Inka-Schmuckstücke, Artikel aus Silber, Gold, Leder und Holz. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 10.00-13.00 und 16.00-20.00 Uhr. Stierkampf Die bedeutendsten Stierkämpfe finden in der Plaza-de-Toros-de-Acho-Arena von Lima statt (Oktober bis März). Golf/Tennis: Tennis- und Golfplätze gibt es in Lima und den Vororten. In einigen Privatklubs darf man auch als Besucher spielen. Reiten kann man im zentralen Hochland und in den Pferdezuchtgebieten des Südens (Ica). Bergsteigen und Trekking: Die Anden, in denen es einige unbezwungene Gipfel gibt, sind ein besonderer Anziehungspunkt für alle Bergsteiger und Wanderer. Bergwanderungen können das ganze Jahr über unternommen werden, am günstigsten ist die Trockenzeit (Jni bis September). Die bekanntesten Trekkingrouten sind der Inka-Pfad nach Machu Picchu sowie die tropische Bergkette der Cordillera Blanca (Huascarán-Nationalpark). Forschungsreisen: Informationen vom South American Explorers Club. Wassersport: An der Küste können fast alle Wassersportarten ausgeübt werden. An den Stränden von Lima können Surfbretter gemietet werden. Fischen: Im Titicaca-See und in Conococha kann man Lachse und Forellen fangen. Das Meer ist ebenfalls für seinen Fischreichtum bekannt. Rechnungen enthalten i. allg. 18% für Bedienung. Ein zusätzliches Trinkgeld in Höhe von 5% wird erwartet. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Legere Kleidung wird akzeptiert, am Abend zieht man sich allerdings etwas festlicher an. Zahlreiche Geschäftsleute tragen im Sommer Guayaberas (traditionelle Hemden ohne Krawatte). Shorts und Badebekleidung gehören an den Strand. Das Leben verläuft geruhsam, und die Peruaner begründen ihre Unpünktlichkeit lachend mit La Hora Peruana - die peruanische Zeit. Drogenbesitz und Drogenhandel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von 2 bis 25 Jahren rechnen. Die Gefängnisse in Peru entsprechen nicht europäischem Standard und sind z.T. extrem überbelegt. Die hygienischen Verhältnisse sowie die Versorgung der Häftlinge mit Lebensmitteln lassen zu wünschen übrig. Vermeiden Sie daher jede Berührung mit Drogen aller Art und vermeiden Sie jeden Kontakt zu Ihnen unbekannten, aufdringlichen Personen. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte auch ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.
Hotels von internationalem Standard findet man in Lima, Cuzco, Arequipa, Trujillo, Iquitos, Cajamarca, Chiclayo, Ica und Tarapoto. Zahlreiche Hotelprojekte sind für die nahe Zukunft geplant, die Infrastruktur außerhalb der Hauptstadt soll verbessert werden. Recht preiswerte Pensiones findet man in allen größeren Ortschaften Perus. In den ländlichen Gebieten ist der Standard der Unterkünfte recht unterschiedlich, Hotels sind in der Regel gut ausgestattet. 18% für Steuern (IGV) sind in den Rechnungen enthalten. Bei Hotels der höheren Klasse kann es sein, daß zudem noch ein Bedienungsgeld von 1-13% aufgeschlagen wird. Kategorien: 1-5 Sterne. Ein neues Gesetz verlangt das
Aushängen besonderer Schilder: H (Hotel), HR (Hotel Residencial), HS (Hostal Residencial)
oder P (Pension). Näheres vom Hotelverband: Asociación Peruana de Hoteles,
Restaurantes y Afines (AHORA), Elías Aguirre 580, Miraflores, Lima 18. Tel/Telefax:
(014) 444 43 03. (E-Mail: ahora@superred.com.pe
) FLUGZEUG: Lan Perú (LP), Taca Perú (TA), Aero Continente (N6), Aero Condor (Q6) und Aviandina (SJ) betreiben den Großteil des Inlandflugverkehrs und verbinden Lima mit Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Chiclayo, Chimbote, Huánuco, Cuzco, Iquitos, Juliaca-Puno, Piura, Pucallpa, Puerto Maldonado, Tacna, Tarapoto, Trujillo, Tumbes und anderen Städten. Die neue Fluglinie TANS fliegt viermal wöchentlich nach Tumbes. TransAm fliegt auf der Strecke Lima-Cuzco-Lima. Bei der Ausreise auf dem Luftweg ist eine Flughafensteuer von z.Z. 30,25 USD in
bar am Flughafen zu entrichten; Kreditkartenzahlung etc. ist nicht möglich. Die Südstrecke führt von Arequipa über Juliaca nach Puno am
Titicaca-See. Jeden Dienstag fährt eine Fähre über den See nach Bolivien und kehrt
freitags wieder zurück. Der Fahrplan ändert sich häufig, nähere Informationen vor Ort.
Eine Nebenstrecke verläuft von Juliaca und Puno nach Cuzco, eine weitere Kurzstrecke nach
Macchu Picchu (ca. 4 Std. Fahrzeit). Da beide Strecken nicht miteinander verbunden sind,
muß man nicht nur den Zug, sondern auch den Bahnhof wechseln. Es gibt einen Winter- und
einen Sommerfahrplan. Eine Straße verbindet Lima, Canta und Cerro de Pasco mit Huánuco und führt über Tingo María nach Pucallpa am Fluß Ucayali. Der Central Highway verbindet Lima mit La Oroya, Huancayo, Huancavelica, Ayacucho, Cuzco, Puno und Arequipa. Die Rundreise Lima - Cuzco - Puno - Arequipa - Lima ist 2400 km lang. In Peru sind nur wenige Straßen asphaltiert. Erdrutsche und unwegsame Straßen
erschweren das Fahren, und Pannen sind häufig. Der Touring y Automóvil Club del Perú
ist bei der Urlaubsplanung behilflich und verkauft Karten der 12 Departamentos. Während
der Regenzeit sind die Straßen in manchen Gebieten, insbesondere zwischen der Küste und
den Bergen, aufgrund von Erdrutschen gesperrt. An allen ausländischen Fahrzeugen muß die
Genehmigung der Zollbehörden, die bei der Einreise ausgestellt wird, gut sichtbar
angebracht sein. Busse sind preiswert und als Verkehrsmittel weit verbreitet. Reisebusse
der Firmen Ormeño, Cruz del Sur, Ittsa, Enlaces, Perú Bus, Oltursa u. a. bieten
landesweite Verbindungen. Taxis findet man vor den Hotels und am Flughafen. Mietwagen kann
man bei Hertz, Avis, National, Dollar, Mitsui, Rentandina, AAA, American, Budget u.
a. in Lima und anderen Städten erhalten. Unterlagen: Für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen
ist der nationale Führerschein ausreichend, bei längeren Aufenthalten muß beim Touring
y Automóvil Club del Perú ein internationaler Führerschein beantragt werden.
Anmerkung: [*] Die Zeit für Straßenverbindungen zwischen den einzelnen Wasserwegen ist in dieser Tabelle nicht berücksichtigt. Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch): www.aduanet.gob.pe . Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Koka-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und Bußgeldverfahren nach sich ziehen können. Versand von elektronischen Apparaten, Ersatzteilen, Kamerazubehör, Kosmetika u.ä. per Post oder Kurier nach Peru:. Die Zollauslösung ist kostspielig und zeitaufwändig; sie kann nicht durch die Botschaft oder die Honorarkonsuln vorgenommen werden. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten. Es ist nicht zulässig, Sendungen an die Botschaft oder die Honorarkonsuln zu adressieren. |
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