![]() Themen |
Nicaragua ist nach Haiti das zweitärmste Land Lateinamerikas . Die Wirtschaft des Landes bleibt auf einem Niveau, das deutlich unter dem der späten siebziger Jahre liegt. Der wirtschaftliche Absturz hatte seine Ursachen in einer einseitigen Wirtschaftstruktur verschärft durch verfehlte Wirtschaftspolitik und Bürgerkrieg. Im Ergebnis führte das zwischen 1987 und 1990 zu einem nahezu völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Hinzu kommt, dass das Land extrem anfällig für Naturkatastrophen ist (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Dürreperioden wechseln mit Überschwemmungen und Wirbelstürmen). Nicaragua ist ein überwiegend agrarisch strukturiertes Land. Wichtigster Wirtschaftszweig bleibt die Landwirtschaft. Einseitige Abhängigkeit von wenigen Exportprodukten (v.a. Fleisch, Kaffee und Zucker) macht diesen Bereich stark abhängig von schwankenden Weltmarktpreisen. Fehlende Kredite, unzureichende Infrastruktur und ungeklärte Eigentumsfragen erschweren Diversifizierung und Umstrukturierung. Neben den Exportprodukten werden vor allem die Grundnahrungsmittel Mais, Reis und Bohnen angepflanzt. Daneben sind Fischfang und Aquakulturen von Bedeutung. Der industrielle Sektor ist nur schwach entwickelt. In den letzten Jahren haben Freihandelszonen (Zonas Francas) für die Exportproduktion in erster Linie in die USA - an Bedeutung gewonnen. Nicaragua setzt große Hoffnungen in die Entwicklung des Tourismus, der bereits jetzt ein wichtiger Devisenbringer ist. Das touristische Potenzial des Landes ist groß. Noch fehlt es jedoch an der nötigen Infrastruktur, und es bleibt zu hoffen, dass die Naturschätze des Landes (insbesondere die Tropenwälder mit ihrer großen Biodiversität) trotz der wirtschaftlichen Not und des noch immer hohen Bevölkerungswachstums weitgehend erhalten werden können. Wirtschaftliche Kennziffern:
|
a
|
||||||||||||||||||||||||||||