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Für Reisende aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch für Reisen nach Nicaragua einen Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Polio und Diphtherie. Bei einem Langzeitaufenthalt sind auch Impfungen gegen Typhus , Hepatitis B, ggf. Tollwut sinnvoll sein. In den ländlichen Gebieten Nicaraguas, bei Reisen an die Atlantikküste und in Sumpfgebiete gibt es ein mittleres Malariarisiko. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Auch sind durch Mücken übertragene Dengue-Virusinfektionen in ganz Nicaragua (auch in der Hauptstadt) relativ häufig. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein intensiver Schutz gegen Mückenstiche (z.B. u.a. die Verwendung von Moskitonetzen und mückenabweisender Mittel. Es besteht Gefahr von Leptospirose-Epidemien. Es wird zur Vorsicht bei Trinkwasser, Eis und frischem Gemüse geraten. Kriminalität In den Regionen Nueva Segovia, Madriz, Jinotega, Estelí und Matagalpa abseits der Städte sind Polizei und Armee in den dünn besiedelten Landregionen nicht immer in der Lage, die Sicherheit zu garantieren. Gleiches gilt für die Región Autónoma del Atlantico Norte (RAAN), hier insbesondere für die Städte Siuna, Bonanza und La Rosita. Busreisende sollten ihr Gepäck nie aus den Augen lassen. In jüngster Vergangenheit kam es besonders am Grenzübergang zur Costa Rica oft zu Diebstählen. Wertsachen sollten Sie nur in unbedingt erforderlichem Umfang mitführen und auf Schmuck (auch billigen Modeschmuck) ganz verzichten. Die Kleidung sollte sich der Umgebung anpassen und unauffällig und leger sein. Ausländer sind ohnehin leicht erkennbar und gelten generell als wohlhabend. Auch von der Benutzung von Taxen nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten, da es in letzter Zeit zu Raubüberfällen durch vermeintliche Taxifahrer gekommen ist. Von Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit sollte abgesehen werden. In Managua wird beim Besuch der beiden großen Märkte (Mercado Roberto Huembes und Mercado Oriental), dem Bereich um die alte Kathedrale und auf allen Busbahnhöfen (insb. Ticabus) erhöhte Vorsicht vor Diebstahl empfohlen. Auch in den Städten Granada und León kam es in den vergangenen Wochen zu verschiedenen bewaffneten Raubüberfällen. In der Umgebung des Busbahnhofes der Firma TICABUS in Managua im Stadtviertel Martha Quezada - unweit der Deutschen Botschaft - kommt es immer häufiger zu bewaffneten Raubüberfällen. Reisende, die mit dem Bus aus Costa Rica oder Honduras ankommen, sollten dort äußerste Vorsicht walten lassen und sich keinesfalls während der Dunkelheit dort aufhalten. Auch bei einem Besuch von Little Corn Island ist wegen gestiegener Kriminalität große Vorsicht geboten. Reisen über Land / Straßenverkehr Im Norden Nicaraguas sind infolge des Bürgerkriegs in den 80iger Jahren noch einige Landstriche abseits der Hauptstraßen vermint. Daher wird dort von Ausflügen abseits der befestigten Straßen auch in Begleitung Ortskundiger abgeraten. Im Straßenverkehr ist wegen des oft schlechten Zustands der Fahrbahnen, der oft kaum fahrtüchtigen Fahrzeuge sowie der teilweise unberechenbaren Fahrweise Einheimischer besonders umsichtiges und defensives Verhalten geboten. Generell sollten bei Überlandfahrten nur Geländefahrzeuge benutzt werden. Von Nachtfahrten wird abgeraten. Bei Reisen mit dem Mietwagen wird davon abgeraten, Anhalter mitzunehmen. Sollten Sie in einen Unfall verwickelt werden, bewegen Sie bitte auf keinen Fall Ihr Fahrzeug vom Fleck, da Ihnen sonst automatisch die Schuld am Unfall zugesprochen wird ! Naturkatastrophen Nicaragua ist erdbebengefährdet (besonders die Hauptstadt Managua). Bei dem letzten großen Beben 1972 wurde die Hauptstadt fast vollständig zerstört. Nicaragua liegt in der hurrikangefährdeten Zone (Hurrikansaison: ca. Juni bis November).Zudem ist in der Regenzeit von Mai bis November im ganzen Land mit starken Tropenstürmen und Überschwemmungen zu rechnen. Geld / Kreditkarten Euros werden nicht akzeptiert und bisher auch nur bei einer Bank (BAC) umgetauscht, dies jedoch auch nur bei Hinnahme eines deutlichen Kursverlustes. Es empfiehlt sich daher die Mitnahme von US-Dollar in bar oder in Form von Reiseschecks. Kreditkarten (Visa und Mastercard) werden in vielen Hotels, Läden (auch in den Supermarktketten "La Colonia" und "La Union") und Lokalen akzeptiert, gelegentlich kann es jedoch zu Problemen bei der Liquiditätsabfrage kommen. Daher sollte immer auch Bargeld (US-Dollar in kleiner Stückelung), auf mehrere Stellen verteilt, mitgeführt werden. Dabei sollten verschiedene Möglichkeiten, wie Brustbeutel, Geldgürtel, Geldbörse etc. gleichermaßen genutzt werden. Bei der Kreditkartenfirma CREDOMATIC, Carretera a Masaya, Camino de Oriente, kann Bargeld auf die Kreditkarten Mastercard und Visa gezogen werden und auch mittels der EC-Karte kann man an einigen Geldautomaten (Tankstellen, Einkaufszentren, Banken) kleinere Beträge in US-Dollar oder Córdobas abheben. Um im Verlustfall schnell handeln zu können, sollte man sich die Nummern der Reiseschecks bzw. der Kreditkarten, sowie die jeweiligen Telefonnummern der Ausgabeorganisationen separat notieren. US-Dollar können in Banken, Wechselstuben ("Casas de Cambio") sowie an der Rezeption größerer Hotels umgetauscht werden (Kurs z.Zt: 1,00 USD = 18,4 Córdobas mit täglichen geringfügigen Abwertungen. Eine sehr schnelle und sichere Geldversorgung ist im Notfall durch "Western-Union-Money Transfer" über die Reise-BANK AG oder die Post in Deutschland möglich (Service-Nr. in Deutschland: 0180-522 58 22; Fax Info Service: 0190-58 52 52). Sonstige Hinweise Landesweit operieren Canopy-Anlagen (angeseilte Besucher werden in großer Höhe an Stahlseilen katapultiert oder entlanggefahren), bei denen es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen ist. Die Benutzung dieser Anlagen ist riskant, es gibt keine technische Überwachung. Reisende sollten sich auch bei der nicaraguanischen Botschaft in Berlin (Embajada de la República de Nicaragua, Joachim-Karnatz-Allee 45, 2. OG, 10557 Berlin, Tel.: 030-2064380, Fax: 030-22487891, E-Mail: embajada.berlin@embanic.de) sowie später am Grenzübergang über mögliche aktuelle Gefahren und Reisehindernisse erkundigen. Nehmen Sie keine Briefe, Päckchen etc. für andere mit über die Grenze! Frische Lebensmittel dürfen nicht nach Nicaragua eingeführt werden. Drogenbesitz und Drogenkonsum sind strafbar. Homosexualität ist nach nicaraguanischem Gesetz noch immer verboten. Eine Strafverfolgung ist jedoch selten.
Mehrere Hotels wurden an der Schnellstraße gebaut, die an der Altstadt Managuas vorbeiführt, trotzdem sind Unterkünfte rar. Auf alle Hotelrechnungen werden 15% Steuern aufgeschlagen. Entlang der Panamerikana gibt es Motels, und die modernen Urlaubsorte an der Westküste bieten Hotels mit gutem Standard. Kategorien: Es gibt Hotels der oberen, mittleren und unteren Klasse, Preis und Standard sind entsprechend. SCHIFF: Eine Fähre verbindet zweimal wöchentlich
Bluefields mit den Islas del Maíz. Die 390 Inseln im Lago de Nicaragua werden ebenfalls
von Fähren angelaufen.
Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln, Fleisch- und Wurstwaren sowie von Milchprodukten ist verboten. Aufgrund von BSE und Maul- und Klauenseuche in Europa gibt es verstärkte Kontrollen bei der Einreise. Da sich die Zollbestimmungen oft schnell ändern, wird empfohlen, vor der Abreise Kontakt mit der nicaraguanischen Botschaft in Berlin aufzunehmen (Embajada de la República de Nicaragua, Joachim-Karnatz-Allee 45, 2. OG, 10557 Berlin, Tel.: 030-2064380, Fax: 030-22487891, E-Mail: embajada.berlin@embanic.de. |
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