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Gesundheit
Für die Einreise nach Mexiko gibt es keine internationalen Impfvorschriften.
Bei Kurzreisen empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie.
Beim Langzeitaufenthalt können zusätzliche Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, ggfs.
auch gegen Tollwut empfohlen sein.
In Mexiko gibt es ganzjährig ein mittleres Malariarisiko, insbesondere in den
Regenwaldgebieten des Südens. Als malariafrei gelten die Höhenlagen, die Städte, die
Küstenregionen sowie die sogen. Resorts für Touristen.
Relativ häufig ist die durch Insekten übertragene Dengue-Virus-Infektion. Aus
diesen Gründen empfiehlt sich der Schutz vor Moskitostichen, z. B. durch die Verwendung
von Moskitonetzen bzw. mückenabweisenden Mitteln.
Vor der Ausreise sollte ein erfahrener Tropenmediziner zu den individuellen
Prophylaxemaßnahmen befragt werden. Auf Hygienemaßnahmen wird besonders hingewiesen.
Beim Verzehr von Salaten, Obst, Meeresfrüchten, Eis in Getränken sowie generell an
Straßenständen ist Vorsicht geboten.
Literatur
Reisehinweise
Kriminalität
Die Kriminalität hat in Mexiko erheblich zugenommen. Allein in Mexiko-Stadt
werden täglich mehrere Hundert kriminelle Delikte gemeldet; die Dunkelziffer dürfte
wesentlich höher liegen. Leider sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes
Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt gewesen.
In Mexiko-Stadt sollten nur Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) oder
telefonisch bestellte benutzt werden. Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht
besonders nach Einbruch der Dunkelheit die Gefahr, ausgeraubt zu werden.
Bei Fahrten mit der Untergrundbahn kommt es häufig zu Diebstählen. Geld und
Wertsachen sollten daher gut versteckt und nicht sichtbar am Körper getragen werden.
Diebe sind auch auf den Diebstahl von verdeckt getragenen Gürteltaschen
spezialisiert.
Bei Reisen in das Hochland von Chiapas (auch San Cristobal de las Casas und
umliegende Indianerdörfer) ist Vorsicht geboten. Örtlich kann es zu Behinderungen durch
Demonstrationen sowie verstärkte Sicherheitskontrollen kommen. Auch kam es schon zu
bewaffneten Raubüberfällen durch kriminelle Banden, die sich als Rebellen ausgaben
(ebenso im Nachbarstaat Tabasco und um Palenque).
Durch umfangreiche Polizei- und Militärpräsenz gelten die Hauptorte,
einschließlich San Cristobal de las Casas, als sicher.
Im Grenzgebiet zu den USA ist die Kriminalität besonders hoch, bedingt durch
Straftaten von Rauschgiftbanden.
Weitere Hinweise für Ihre Sicherheit:
- Achten Sie bei Menschenansammlungen und am Flughafen, auf Bahnhöfen,
Bushaltestellen und U-Bahnstationen in Mexiko-Stadt besonders gut auf Ihre
Wertgegenstände und Ihr Gepäck.
- Leisten Sie Anweisungen von Ordnungspersonal Folge und verhalten Sie sich
zurückhaltend.
- Sollten Sie Opfer eines Überfalls werden, leisten Sie keinerlei Gegenwehr, da
die Täter sofort von ihren Waffen Gebrauch machen!
- Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Fahrten mit dem Pkw. Auch
sollten Reisen mit dem Bus nur am Tage durchgeführt werden.
- Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen
Verkehrsmitteln.
- Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter
grundsätzlich nie mitgenommen werden.
- Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und
Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
- Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur in Begleitung und
achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
- Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert
werden. Kopien dieser Dokumente können bei der Botschaft hinterlegt werden.
- Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht an gelb markierten Bordsteinen (Parkverbot!), da
es dort abgeschleppt wird und nur nach Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ausgelöst
werden kann. Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden.
- Fahren Sie im Pkw nur mit geschlossenen Fenstern und verriegeln Sie die Türen.
- Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie
diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.
Reisen über Land
Vor Ihrer Reise in das Hochland von Chiapas, die Gebiete um Ocasingo und
Chenalho sollten Sie sich möglichst bei örtlichen Stellen (z. B. Touristeninformation in
Tuxtla und San Cristóbal) nach der aktuellen Sicherheitslage erkundigen.
Individualreisen in das Hochland von Chiapas und in das Hinterland des
Bundesstaates Guerrero sollten nicht ohne professionelle Führung unternommen werden. Es
sollte generell darauf geachtet werden dass der Reiseleiter oder Fremdenführer im Besitz
eines offiziellen Ausweises von SECTOUR(mex. Tourismusministerium) ist.
Naturkatastrophen
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der
USA ist von Juni bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen, starken
Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden.
Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise
der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.
Aktuelle Hurrikan-Informationen sind im Internet u.a. unter www.nhc.noaa.gov
und www.weather.com abrufbar.
Straßenverkehr / Verkehrsverbindungen
Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist gut ausgebaut. Es gibt einige nationale
Fluglinien, die das gesamte Land bedienen. Darüber hinaus existieren zahlreiche regional
operierende Fluggesellschaften.
Als Alternative bietet sich das umfangreiche und kostengünstige
Überlandbusnetz an. Busfahrten in den Bussen 1. Klasse entsprechen gutem europäischen
Standard. Busse 2. und 3. Klasse sollten aus Sicherheitsgründen gemieden werden.
Bei Überlandfahrten im eigenen Pkw, bzw. Mietwagen, kann es besonders während
der Regenzeit von April bis Oktober wegen der schlechten Straßenverhältnisse zu
Behinderungen kommen. Insbesondere auf abgelegenen Straßen und in den südlichen
Bundesstaaten Guerrero, Oaxaca und Chiapas kam es in der Vergangenheit zu bewaffneten
Raubüberfällen krimineller Banden.Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der
erhöhten Unfall- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten. Auch zu
Urlaubsreisen mit Wohnmobil/Campingwagen kann wegen der ungenügenden Zahl von bewachten
Campingplätzen nicht geraten werden.
Geld / Kreditkarten
Landeswährung ist der Peso ($) = 100 Centavos (¢). Wechselkurs derzeit Euro
1,-- = ca. 14,00 $. Es besteht keine Devisenkontrolle, Einfuhr, Kauf und Verkauf von US-$-
und Euro-Noten in Wechselstuben/Hotels sind möglich.
Alle gängigen Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert. Auch Reiseschecks
können eingelöst werden, in kleinen Orten allerdings evtl. nur US-Dollar Reiseschecks.
Außerdem kann an Geldautomaten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, Bargeld mit
der entsprechenden Bank-Karte gezogen werden.
Über Western Union kann kurzfristig Geld aus Deutschland
überwiesen werden. Partner von Western Union in Deutschland ist die Reisebank
AG (Hotline in Deutschland: 0180 - 522 58 22). Von Banktransfers ist aufgrund langer
Überweisungsdauer und der Unzuverlässigkeit der mexikanischen Banken abzuraten.
Sonstige Hinweise
Für Maße und Gewichte gilt offiziell das Dezimalsystem. Daneben sind
us-amerikanische Maße und Gewichte weit verbreitet.
Strom: 110 V, 60 Hz.
Der Zeitunterschied gegenüber MEZ beträgt größtenteils minus 7 Stunden,
südl. Baja California und nördl. Teil der Westküste 8 Stunden, nördl. Baja California
9 Stunden.
Die Sommerzeit gilt vom ersten Aprilwochenende bis zum letzten
Oktoberwochenende. Einzelne Bundesstaaten weichen hiervon ab.
Nützliche Adressen
Flughafen Mexiko-Stadt
Tel.: 5571 3600 (Zentrale)
a) Nationale Ankunft (Llegadas nacionales, Sala 1A): Rufnummern 2259 und 2303
b) Internat. Ankunft (Llegadas internacionales Sala E1: Zentral- u.
Südamerika, Sala E3: Rest der Welt): Rufnummern 2341, 2208 und 2303
Diesen Service gibt es von 06:30 bis 22:00 Uhr.
Instituto Nacional de Migracion
(Ausländerbehörde, zuständig u.a. bei Verlust oder Verlängerung der Touristenkarte)
Tel.: 5387 2400 (Zentrale)
- Homero 1862, Col. Polanco (Zentralbüro: hier werden Spezialfälle
bearbeitet)
- Av. Ejército Nacional 862, Col. Polanco (hier werden die meisten
Ausländerangelegenheiten bearbeitet: FM-2, FM-3, Verlängerung Touristenvisum)
Secretaria de Turismo
Av. Presidente Masaryk 172, Col. Polanco (Zentralbüro)
Tel.: 3002 6300 (Zentrale)
Touristeninformation: 5089 7500 / 5250 0123 / 5250 0151
Hospital
Englischsprachiges Krankenhaus: Hospital ABC, Sur 136, Ecke Observatorio01120
México, D.F.
Tel.: 52 30 80 00, Notfälle: 52 30 81 61
Reiseziele
Badeorte
PAZIFIKKÜSTE: Acapulco an der Bucht von Acapulco ist
Mexikos bekanntester Badeort. Die Stadt erstreckt sich über 16 km um die Bucht. Tauchen,
Angeln, Paragleiten, Wasserski, Golf und Reiten gehören zum Freizeitangebot. Das
einzigartige Schauspiel der Quebrada-Taucher sollte man sich nicht entgehen lassen. Das
Meer ist ruhig, und man kann überall in der Bucht ohne Bedenken schwimmen. Rauhere See
und Brandung gibt es am La-Condesa-Strand, wo man gut surfen kann. In der Nähe des
Stadtzentrums liegen zwei Strände, Playa Caleta und Playa Caletilla, die
vor allem vormittags viel Sonne haben. Nachmittagssonne findet man am Playa Hornos,
der weiter östlich liegt. Es werden Tauchkurse angeboten. Die unbewohnte Insel Roqueta
liegt ganz in der Nähe und ist mit einem Glasbodenboot zu erreichen. Die Insel ist ein
beliebter Ausflugsort. Fort San Diego liegt in der Innenstadt Acapulcos (freier
Eintritt, donnerstags geschlossen).
Hinter Acapulco erheben sich die Berge der Sierra Madre, mit ihrer üppigen
tropischen Vegetation. Von oben hat man eine herrliche Aussicht auf die Bucht.
16 km entfernt liegt Pie de la Cuesta mit ausgedehnten Stränden und einer Lagune.
Die Brandung kann gefährlich sein.
Ixtapa-Zihuatanejo ist ein Ferienort mit Jachthafen und Golfplatz etwa 200 km nördlich
von Acapulco (Flugverbindungen nach Mexiko City mehrmals täglich).
Das Hafenstädtchen Manzanillo verfügt über schöne Strände und ausgezeichnete
Wassersportmöglichkeiten (vor allem Hochseeangeln).
Mazatlán hat seinen Feriengästen viel zu bieten, es gibt zahlreiche Strände sowie
vielfältige Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten, u. a. Tauchen, Hochseeangeln, Tennis,
Golf und Reiten. Nachtschwärmer kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Die
Strandpromenade heißt Avenida Camaron im Norden und Olas Atlas im Süden.
Am Abend ist sie noch belebter als tagsüber, und man muß sich zwischen den Arañas
(überdachten Pferdewagen), dreirädrigen Taxis und anderen vierräderigen
Beförderungsmitteln einen Weg bahnen. An der Strandpromenade steht der Mirador,
ein Turm, von dem Taucher zweimal am Tag wagemutige Darbietungen ihrer Künste geben. El
Faro ist einer der höchsten Leuchttürme der Welt und liegt am Vorgebirge des Cerro
del Creston. Es gibt Direktflüge nach Mazatlán von Los Angeles und von vielen
mexikanischen Städten aus. Darüber hinaus besteht eine Fährverbindung zwischen
Mazatlán und La Paz in Baja California. Die nahegelegene Mexcaltitan-Insel soll
das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Azteken gewesen sein.
Puerto Vallarta ist die größte Stadt in der riesigen Ferienregion Bahía de Banderos,
der größten natürlichen Bucht Mexikos (erreichbar in ca. 1 Std. mit dem Flugzeug von
Mexiko City). Die Küste ist hunderte von Kilometern lang, und Badeurlauber finden viele
schöne Sandstrände. Paragleiten, Schießen, Tauchen, Segeln, Fischen, Golf und Tennis
gehören zum Freizeitangebot. Bootsfahrten bieten die Möglichkeit, die Küste
auszukundschaften. Yelapa, ein an polynesische Dörfer erinnerndes Örtchen, kann man nur
auf dem Wasserweg erreichen. Die Fahrt im Einbaum ist ein besonderes Erlebnis. Die Berge,
die hinter der Bucht aufragen, lassen sich am besten mit dem Pferd erkunden. Zu bestimmten
Jahreszeiten werden Charreadas (mexikanische Rodeos) veranstaltet. San Blas, Barra
de Navidad, Zihuatanejo, Puerto Escondido und Puerto Angel gehören zu den kleineren
Ferienorten der Region.
KARIBISCHE KÜSTE: Die Ferieninseln Cozumel, Cancún und Isla Mujeres sind der Halbinsel
Yucatán vorgelagert und bieten Sonne, Sand und Meer in tropischer Landschaft. Die
Hauptattraktion von Cozumel ist das riesige Palancar-Riff, ein Unterwasserparadies
für Taucher und Schnorchelenthusiasten. Cancún, in den 70er Jahren noch ein Fischerdorf
mit 120 Einwohnern, ist mittlerweile eines der beliebtesten Ferienzentren des Landes mit
einer halben Million Einwohner und an die zwei Millionen Besucher jährlich. Die 22 km
lange Insel Cancún Beach, die durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden ist, bietet
unzählige Freizeitmöglichkeiten und ist ideal für einen Erholungsurlaub an der
Karibikküste. Die Isla Mujeres (»Fraueninsel«) ist ein wenig weiter vom Festland
entfernt und wird besonders von jungen Leuten geschätzt. Von Booten aus kann man über
dem Korallenriff tropische Fische beobachten. Die 17 km entfernte Insel Contoy ist
ein Tierreservat.
Veracruz ist eine hübsche Hafenstadt mit guten Restaurants, ebenfalls bekannt für
leckere Meeresfrüchte. In der lebenslustigen Stadt feiert man auch Karneval.
Baja
California
Baja California ist eine 1200 km
lange Halbinsel, die südlich von Tijuana in den Pazifischen Ozean hineinragt. Sie besteht
aus den staaten Baja California Norte und Baja California Sur. Der Golf von
Kalifornien ist ein Paradies für Angler und erfahrene Taucher. An der Spitze des Golfs
liegt die Flußmündung des Colorado (nur wenig Wasser erreicht jedoch tatsächlich das
Meer, da der Colorado zur Bewässerung für die Landwirtschaft flußaufwärts benötigt
wird). Das Landesinnere besteht aus einer gebirgigen Wüste ohne Süßwasser, in der nur
die genügsamsten und widerstandsfähigsten Tiere und Pflanzen überleben können.
Cabo San Lucas und San Jose del Cabo haben herrliche Strände und sind beliebte
Urlaubsziele. Cabo San Lucas liegt an der Spitze der Halbinsel, 216 km von La Paz
entfernt. Hier kann man oft Seehunde sehen.
Mexicali ist die Hauptstadt von Baja California Norte und ein guter Ausgangspunkt, um die
umliegenden Berge und die Landschaft der Rumorosa zu erkunden.
La Paz, die Hauptstadt des Bundesstaates Baja California Sur, liegt in einer Bucht am Golf
von Kalifornien. Gute Wassersportmöglichkeiten, vor allem Hochsee-Angeln, erwarten den
Feriengast. Die Strände von Las Hamacas, Palmeira, El Coromuel und Puerto
Balandra sind ideal für Schwimmer und Taucher.
Mexiko
City
Die mexikanische Hauptstadt liegt an die
2500 m über dem Meeresspiegel und wird von den schneebedeckten Vulkanen Popocatépetl
und Iztaccíhuatl überragt. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist die Plaza de
la Constitución, der älteste Platz der Stadt - besser bekannt unter dem Namen Zócalo,
was das aztekische Wort für Sockel ist. Im Nationalpalast, der 1692 auf den Ruinen
des Palastes von Montezuma errichtet wurde, sind heute die Amtszimmer des
Staatspräsidenten untergebracht. Auf der Plaza de las Tres Cultures sind die drei
Kulturen, die Mexikos Geschichte nachhaltig geprägt haben, vereint. Aztekische Ruinen,
eine barocke Kolonialkirche aus dem 17. Jahrhundert und einige Gebäude aus jüngster Zeit
dokumentieren die Vielfalt der mexikanischen Architektur. Die Basilica de Nuestra
Señora de Guadalupe, ein Schrein und Wallfahrtsort, der um den Hügel Tepeyac erbaut
wurde, an der Stelle, an der dem Indianer Juan Diego 1531 die Jungfrau begegnet sein soll.
Alljährlich am 12. Dezember versammeln sich Millionen von Pilgern aus ganz Mexiko zu
Ehren der Schutzheiligen vor der Basilika, die 1976 erbaut wurde und ein Fassungsvermögen
von 10.000 Personen im Inneren und weiteren 25.000 außerhalb hat, wenn alle 70 Portale
geöffnet sind. Im Chapultepec-Park befindet sich ein Schloß, in dem das Nationalmuseum
für Geschichte und das Nationale Völkerkundemuseum untergebracht sind. Die
schwimmenden Gärten von Xochimilco und die vornehme Einkaufsstraße Paseo de la
Reforma sind sehenswert. Das Polyforum de Siqueiros ist eine große
Ausstellungshalle mit vielen großzügigen Räumlichkeiten für Tanzveranstaltungen,
Ballett- und Theateraufführungen. Die Ciudad Universitaria liegt am Pedregal-Platz
und ist ein Beispiel moderner mexikanischer Baukunst. Zur Anlage gehört ein Stadion, das
100.000 Zuschauern Platz bietet.
Nordmexiko
Der Norden des Landes besteht zum größten Teil aus Wüste,
einem großen öden Plateau, über das der Wind fegt. Es wird von den Bergketten der
östlichen und westlichen Sierra Madre umgeben.
Chihuahua ist die Hauptstadt des gleichnamigen größten mexikanischen Bundesstaates und
ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Die Stadt hat schöne Gebäude aus der
Kolonialzeit, darunter die Kathedrale (18. Jh.), den Regierungspalast, das Rathaus und Quinta
Luz, das Villa-Museum, in dem Andenken an den Revolutionshelden Pancho Villa
ausgestellt sind. Sehenswert ist auch das Denkmal der División del Norte von
Doroteo Arango (Pancho Villas richtiger Name). Das Freizeitangebot ist groß:
Stierkämpfe, Hunde- und Pferderennen, Nachtklubs und Restaurants. Ciudad Juárez ist ein
Handels- und Kulturzentrum mit modernen Gebäuden im traditionellen Baustil. Die Stadt ist
für Sarapes (Decken) und Glaswaren bekannt.
Eine Fahrt mit der Kupfertalbahn vom Golf von Kalifornien nach Chihuahua ist ein
unvergeßliches Erlebnis; Zuckerrohrplantagen, Geisterstädte und die Täler der
westlichen Sierra Madre ziehen an den Zugfenstern vorbei. 73 Tunnel und 28 Brücken gilt
es zu überwinden, und jedesmal wird der Ausblick spannender. Beim Zwischenstopp in
Divisadero kann man in die Tiefen des Barranca del Cobre blicken, wo der Río
Urique sich ein bis zu 3660 m tiefes Flußbett durch die Berge gegraben hat. Das eine
Stunde weiter landeinwärts liegende Creel ist ein guter Ausgangspunkt für
Erkundungstouren in die Sierra Tarahumara, die nach den ca. 50.000 hier lebenden
Tarahumara-Indios benannt ist. Die Region mit ihrer reichen Tier- und Pflanzenwelt gehört
zu den schönsten in Mexiko und ist ein Paradies für Naturfreunde. Die Fahrzeit beträgt
etwa 13 Std.
Monterrey ist die führende Industriestadt Mexikos. Sie liegt am Fuß der höchsten Gipfel
der östlichen Sierra Madre in wunderschöner Umgebung. Die Kathedrale, der Palacio
del Gobierno und die Obispado erinnern an beschaulichere Zeiten.
Tijuana: Tijuana Über
20 Millionen Besucher kommen jährlich in die Stadt an der Grenze zu den USA, viele davon
unternehmen einen Tagesausflug von Kalifornien aus. San Diego liegt nur wenige Kilometer
entfernt jenseits der Grenze.
Südmexiko
Die Bundesstaaten Guerrero,
Oaxaca, Chiapas und Tabasco trennen Nord- und Mittelamerika. Die östliche und westliche
Bergkette der Sierra Madre vereinigen sich hier und verlaufen in südlicher Richtung zu
den Anden. Die Wüstenlandschaft wird hier von tropischem Urwald und Bergwäldern
abgelöst. Die Temperaturen in dieser Region liegen im Jahresdurchschnitt bei 23ÚC oder
höher.
In Oaxaca findet der Besucher schöne Gärten, von Arkaden gesäumte Plätze und mehrere
schöne Kirchen wie die Iglesia de Santo Domingo aus dem 17. Jahrhundert. Der Zócalo
ist für seine vielen Cafés und Restaurants bekannt. Ein Orchester spielt hier
zweimal wöchentlich, und Straßenmusikanten spielen auf ihren Marimbas. Mit dem
Bau der Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert begonnen, sie wurde jedoch erst zwei
Jahrhunderte später fertiggestellt. Samstags ist Markt, an den Ständen kann man u. a.
handgewebte und handbestickte Kleidungstücke, Goldschmuck und schwarze Töpfereiwaren
kaufen. Das Archäologische Museum hat eine Sammlung von Artefakten der Zapoteken
und Mixteken aus Gold, Jade, Silber, Türkis und Quarz. In der Kirche La Soledad
befindet sich die Statue der Jungfrau von Soledad, der Schutzheiligen der Stadt.
Mitla, 45 km von Oaxaca entfernt, war Mittelpunkt der Welt der Mixteken. Die Säulenhalle
und die Lebenssäule, die die Besucher anfassen können, um ihre Lebenserwartung
festzustellen, sind besonders sehenswert. Einen Besuch im Frisell-Museum sollte man
ebenfalls einplanen.
14 km von Oaxaca entfernt liegt Monte Albán, das religiöse Zentrum der Zapoteken-Kultur,
die vor über 2000 Jahren ihre Blütezeit erlebte. Die eindrucksvolle Plaza Central
und viele Grabmale können besichtigt werden. Der Schatz von Monte Albán ist im
Regionalmuseum von Oaxaca zu besichtigen.
Die »versunkene Mayastadt« Palenque befindet sich in einer tropischen Urwaldlichtung am
Rand der Chiapas-Bergkette, nache der Grenze zu Guatemala. Das bedeutende Zermonialzentrum
wurde nach seiner Blüte (600-900) aus noch ungeklärter Ursache verlassen und danach bald
vom Urwald verschlungen. Die um einen dreistöckigen Turm angelegte Gebäudegruppe des Palacios
(wahrscheinlich Residenz von Priesterkönigen) gilt als ungewöhnlich für die
Maya-Architektur. Auf dieser Anlage befinden sich außerdem der Tempel der Sonne
und der Tempel der Inschriften, unter dem 1949 eine Grabanlage mit dem
reichgeschmückten Skelett eines Priesterkönigs entdeckt wurde. In den Bergen der
Umgebung gibt es zahlreiche Wasserfälle und schöne Badestellen. Zur Vervollständigung
der historischen Eindrücke kann man von hier aus auch Abstecher nach Guatemala und Belize
unternehmen.
Yucatán
Die Yucatán-Halbinsel erstreckt sich in nördlicher Richtung
und wird im Osten vom Karibischen Meer und im Westen vom Golf von Mexiko begrenzt. Die
Halbinsel unterteilt sich in die Staaten Cempeche, Yucatán und Quintanta Roo. Hier liegen
die meisten Kultstätten der Mayas.
Die Hauptstadt Yucatáns ist Mérida, die 1542 auf den Ruinen einer alten Maya-Stadt
erbaut wurde. Die Kathedrale (16. Jh.), die Casa de Montejo und das Archäologische
Museum sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist ein guter
Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung.
Chichén Itzá liegt 120 km östlich von Mérida und ist eine der wichtigsten
Ausgrabungsstätte der Maya-Kultur. Hauptsehenswürdigkeiten sind die große Kukulkán-Pyramide,
die »Schlangensäulen« des Kriegertempels, der Jaguartempel, die Heilige
Cenote (ein riesiger Brunnen, in dem in Dürreperioden reichgeschmückte Frauen und
Männer mit Opfergaben dem Regengott Chac geopfert wurden), das Observatorium El
Caracol (Schneckenhaus) und der imposante Ballspielplatz.
Das Ballspiel hatte bei den Mayas einen besonderen Stellenwert. Der Kautschukball
versinnbildlichte die Sonne, die die Existenz der Erde garantierte. Wer von den beiden
Mannschaften verlor, wurde den Göttern geopfert und anschließend mit großem Zeremoniell
bestattet.
Im südwestlichen Teil der Halbinsel Yucatán können die glanzvollen Schöpfungen der
klassischen Epoche, Uxmal, Kabáh, Sayil und Labná, besichtigt werden. Die Skulptur- und
Schmuckelemente an den Gebäuden sind hier besonders prachtvoll, weshalb diese Bauweise
als "Maya-Barock" bezeichnet wird.
Uxmal liegt 80 km südlich von Mérida und wurde wahrscheinlich im 6. Jh. gegründet. Die
eindrucksvollsten Bauwerke stammen allerdings aus dem 9./10. Jh. und sind im klassischen
Puuc-Stil erbaut. Auf dieser bedeutenden Anlage befinden sich das Nonnenkloster,
die Wahrsager-Pyramide und der Palast des Gouverneurs. Besondere
Stilelemente sind die Masken des Regengottes Chac sowie die besonders kunstvollen,
geometrischen Muster und Schlangenornamente. Eine kleinere Ausgrabungsstätte befindet
sich in Kabáh, die durch eine zeremonielle Straße mit Uxmal verbunden ist.
Die im Süden der Halbinsel verlaufende Straße von Francisco Escárcega über Chicanná
nach Chetumal ist relativ neu. Sie führt durch dichtes Dschungelgebiet, das voll von
Maya-Ruinen ist, von denen viele erst kürzlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
wurden.
Tulum, 130 km südlich von Cancún, ist die einzige archäologische Fundstelle direkt am
Meer. Von den 15 m hohen Klippen hat man einen wundervollen Ausblick auf das türkise
Karibische Meer. 50 km nördlich von hier, im dichten Regenwald, befindet sich die
faszinierende und wenig besuchte Stätte Cobá mit Yucatáns höchster Pyramide.
Zentralmexiko
Das zentrale Hochland hat ein mildes Klima und ist die
bevölkerungsreichste Region Mexikos.
Acolman liegt 39 km nördlich der Hauptstadt an der Straße nach Teotihuacán. Die
Stadt wurde um ein Nonnenkloster des Augustinerordens aus dem 16. Jahrhundert gebaut.
124 km von Mexiko City entfernt liegt Cholula, eine Kultstätte aus präkolumbischer Zeit
mit über 400 Heiligtümern und Tempeln. Die Pyramide von Tepanapa ist die größte
mexikanische Pyramide. Auf ihrer Spitze steht die Kapelle von Nuestra Señora de los
Remedios. Die 49 Kuppeln der Capilla Real (Königlichen Kapelle) lassen sie wie
eine Moschee aussehen. Die schöne Kirche San Francisco Acatepec liegt 6 km von
Cholula entfernt. Die Stadt ist für ihre Fiestas (Volksfeste) bekannt.
Darbietungen maurischer und christlicher Tänze finden jeweils am 15. August statt; am 8.
September, dem Fest der Virgen de los Remedios, werden indianische Tänze
aufgeführt.
Cuernavaca liegt 85 km von der Hauptstadt entfernt. Hauptsehenswürdigkeiten sind die
zahlreichen schönen Plätze, die Blumengärten, die Borda-Gärten aus dem 18.
Jahrhundert, eine Kathedrale (16. Jh.) und das Museum Palacio de Cortés, in dem
Fresken von Diego Rivera ausgestellt sind.
Guadalajara, die Hauptstadt von Jalisco, ist das Agrar-, Handels- und Industriezentrum des
westlichen Hochlands. Auf den Plazas finden häufig Konzerte statt. Pferdewagen sind zu
mieten. Die Volksmusik der Gegend heißt Mariachi. Die Kathedrale der Stadt hat 11
Altäre, 30 Säulen und viele wertvolle Kunstschätze. Bei einem Spaziergang durch den Parque
Agua Azul glaubt man, in einem Wald zu sein. Der Park ist außerdem für seine vielen
Freizeiteinrichtungen bekannt. Der Parque des las Armas ist ein beliebter
Treffpunkt für Liebespaare. Die beiden Parkanlagen nahe der Kathedrale (Parque de los
Laureles und Parque de la Revolución) bieten ebenfalls willkommene Zuflucht.
Auf der Plaza de Rotonda stehen Säulen und Statuen zu Ehren der Helden Jaliscos.
Auf dem Markt auf der Plaza Libertad werden einheimische Produkte angeboten. Die
Viertel Tlaquepaque und Tonalá im Osten der Stadt sind für ihr
einzigartiges Kunsthandwerk bekannt, das Ambiente allein ist allerdings schon einen Besuch
wert. Im 50 km entfernten Tequila wird bereits seit dem 17. Jahrhundert aus dem
Maguey-Kaktus Schnaps gebrannt. Hier werden jährlich über 100 Mio. Liter Tequila
hergestellt, was allein drei Prozent von Mexikos Exporteinnahmen ausmacht.
Guanajuato liegt an Mexikos berühmter »Unabhängigkeitsstraße«, die 1400 km lang ist
und an wichtigen Stationen des langen mexikanischen Unabhängigkeitskrieges vorbeiführt.
Der Reiz der Stadt zeigt sich u. a. in dem Gouverneurspalast, der Universität, dem
Teatro de Juarez, der Basilika von Nuestra Señora de Guanajuato und
der Iglesia de Valencia. Die Pfarrkirche Dolores Hidalgo ist von großer
historischer Bedeutung: Hier ertönte zum ersten Mal der Grito de Dolores (»Freiheitsruf«),
als Pater Miguel Hidalgo im Jahre 1810 mit seinen 80.000 Anhängern den Freiheitskampf
gegen Spanien begann.
Morelia liegt zwischen Guadalajara und Mexiko City. Die Stadt ist für die ungewöhnlichen
Steinfassaden der älteren Häuser bekannt. Auf den Märkten kann man schöne Webarbeiten
und Lackwaren kaufen. 60 km von Morelia entfernt befindet sich das Städtchen Pátzcuaro.
Der Ort liegt am vielleicht schönsten See Mexikos und ist eine der typischsten
mexikanischen Städte, in der koloniales und indianisches Erbe ineinander verschmelzen.
Puebla liegt 2160 m über dem Meeresspiegel und ist typisch für die Städte der
Kolonialzeit. Sie ist bekannt für die Fayencen, die Kirchenkuppeln und Hauswände
schmücken. Farbige Keramikdekorationen kann man in der ganzen Stadt sehen, und auf dem
Markt gibt es schöne Töpfereiwaren zu kaufen. Es gibt über 60 Kirchen, einige der
schönsten sind die Kathedrale und die Iglesia de Santo Domingo mit der Rosenkranzkapelle.
Die Casa del Alfenique stellt Handarbeiten und einheimische Trachten aus.
Eindrucksvoll ist die Silhouette der Vulkane Popocatéptl, Iztaccíhuatl und
Pico de Orizaba, die man von Puebla aus sehen kann.
Querétaro: Das alte Franziskanerkloster ist heute ein Museum, das ehemalige
Augustinerkloster dient als Verwaltungsgebäude. An der Plaza de la Independencia
steht das Haus des Markgrafen Villa del Aguila, der den Aquädukt der Stadt bauen ließ.
Es gibt erstklassige Hotels und Restaurants.
San Miguel de Allende wurde von den Franziskanern im Jahre 1542 gegründet und steht heute
unter Denkmalschutz. Der Ort hat enge kopfsteingepflasterte Gassen und Plätze, die von
alten Bäumen gesäumt sind. Der indianische Bildhauer Ceferino Gutierrez verschönerte
Ende des 19. Jahrhunderts den Pfarrbezirk Parroquia de San Miguel mit seinen
Arbeiten. Auf dem Balkon der Casa de los Perros stehen originelle Hundestatuen. Die
Stadt ist für die jährlich in der Weihnachtszeit stattfindenden Posadas-Fiestas
bekannt.
Taxco, das 160 km von Mexiko City entfernt liegt, steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Die
Silberminen verhalfen der Stadt zu Wohlstand, und der Verkauf von Silberwaren und Schmuck
ist auch heute noch eine der Haupteinnahmequellen der Stadt. Die Kirche von Santa
Prisca ist ein Juwel barocker Baukunst. Die interessantesten Häuser der Kolonialzeit
sind die Casa de Humboldt (Alexander von Humboldt hielt sich hier auf einer seiner
Entdeckungsreisen auf), die Casa Borda und die Casa Figueroa. Die Cacahuamilpa-Höhlen
liegen nördlich von Taxco.
Teotihuacán, die Stadt der Götter, liegt 48 km nördlich von Mexiko City und ist
mit ihrer Sonnen- und Mondpyramide, dem Tempel des Quetzalcóatl und
der Zitadelle eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten des Landes.
Als die Azteken um 1300 in diese Gegend kamen, fanden sie diese vor langer Zeit verlassene
Zeremonialanlage vor, deren Erbauer bis heute unbekannt sind.
Tepozotlán liegt 43 km von der Hauptstadt entfernt und ist für seine beeindruckende
Barockkirche bekannt, deren Fassade mit über 300 Skulpturen geschmückt ist. Das
Nonnenkloster aus dem 16. Jahrhundert hat mächtige Strebepfeiler. Auf dem nahen Hügel
befindet sich eine heilige Stätte der Azteken, die dem Gott des Festessens und -trinkens
geweiht ist. Am 8. September findet hier jedes Jahr ein Fest mit aztekischen Tanz- und
Theateraufführungen statt. Die Erfahrungen mexikanischer Pilger auf dem Weg nach
Bethlehem werden in den Pastorellas nachempfunden.
Das 66 km von Mexiko City entfernt gelegene Toluca liegt in einem Tal am Fuß des
schneebedeckten Nevado de Toluca, einem erloschenen Vulkan. Sehenswert sind der
Markt, das Volkskundemuseum und das Archäologische Museum. Die Indiodörfer Tenancingo,
Metepec und Chiconcuac befinden sich in der Nähe. Die dem Windgott geweihte
Kegelpyramide von Caliztlahuaca liegt 8 km nördlich von Toluca.
Tula, 85 km von Mexiko City entfernt, beheimatet den legendären Quetzalcóatl. In der
Nähe liegt Atlantes, die Hauptstadt der Toltek-Dynastien. Große Monolithen aus
Vulkangestein stehen auf den Stufen der Pyramiden.
Sitten & Bräuche
Nachtleben
Mexiko City bietet vielfältige Einkaufs- und
Unterhaltungsmöglichkeiten. Einige der besten Restaurants und Bars befinden sich in den
Hotels. Das Nachtleben bietet für jeden etwas: bekannte Entertainer, internationale
Shows, Jazz- und Rockgruppen, traditionelle mexikanische Musik- und Tanzdarbietungen,
spanische Flamencotänzer und Zigeunermusik. Die imposante Light-Show mit fantastischen
Soundeffekten in der »Stadt der Götter«, Teotihuacan, einer der berühmtesten
Kult- und Ausgrabungsstätten Mexikos, ist ein unvergeßliches Erlebnis. Aufführungen
jeden Abend von Oktober bis Mai.
Einkaufstipps
Silberwaren (besonders in Taxco), Töpferwaren,
Wolldecken (Sarapes), bunte Halstücher aus Wolle oder Seide (Rebozos),
reichbestickte Charrohüte, Sombreros, Gold- und Silberschmuck, Glaswaren, Handarbeiten
aus Holz, Zinn und Kupfer, Leder-, Lack- und Korbwaren, Onyx, Herrenhemden aus
Baumwoll-Voile (Guayaberas), weiße, mit bunten Blumenmustern bestickte Kleider (Huipiles),
die auf Märkten verkauft werden, und Hängematten. Die besten Einkaufsmöglichkeiten
bestehen in Mexiko City, Cuernavaca, Taxco, San Miguel de Allende, Acapulco, Guadalajara,
Oaxaca, Mérida und Campeche. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mexiko City: Mo-Sa
09.00-20.00 Uhr. Außerhalb der Hauptstadt: Mo-Fr 09.00-14.00 und 16.00-20.00 Uhr.
Sport
Reiten: Pferde und erfahrene Führer findet man in
größeren Städten und Urlaubsorten.
Tennisplätze gibt es in fast allen größeren
Urlaubsorten. Tenniszentren mit Luxusunterkünften stehen in Cancún (Karibikküste),
Manzanillo, Ixtapa und Puerto Vallarta (Pazifikküste) zur Verfügung. Acapulco ist Dank
des günstigen Klimas weiterhin Mexikos Tennishauptstadt.
Golf: Viele Plätze gehören privaten Klubs oder sind
Teil von Hotelanlagen. Besonders in den Urlaubsgebieten ist Besuchern jedoch oft die
Benutzung nur gegen Gebühr gestattet.
Schwimmen: Die Hotels der Großstädte und viele
Ferienanlagen haben Swimmingpools. In einigen Städten gibt es öffentliche Schwimmbäder.
Das Wasser an beiden Küsten ist warm und ideal zum Schwimmen. Acapulco ist der
bekannteste Badeort. Wasserski: Vermietung von Schnellbooten und Ausrüstung in Acapulco
und anderen Urlaubsorten.
Wellenreiten/Paragleiten: Besonders gut an der
Pazifikküste.
Segeln: Am Golf, im Karibischen Meer und an der
Pazifikküste sowie auf den Bergseen. Die meisten Hotels vermieten Segelboote. Windsurfing
ist sehr populär. Weitere Informationen erteilt der mexikanische Segelverband Mexican
Sailing Federation in Mexico City.
Tauchen ist beliebt in Cozumel und Cancún, wo das
Wasser besonders klar ist. Ausrüstungen können jedoch in allen Badeorten gemietet
werden.
Angeln: Mexikos Küsten bieten einige der besten
Fischgründe der Welt. In den größeren Häfen kann man Boote und Ausrüstungen mieten.
In den Lagunen, Seen und Flüssen kann man ebenfalls angeln. Die Bestimmungen sind je nach
Saison unterschiedlich. Die örtlichen Behörden stellen kostenlos eine Angellizenz aus.
Publikumssport: Im
Azteken-Stadion von Mexiko City werden donnerstags und sonntags das ganze Jahr über
Fußballspiele ausgetragen. Die Baseball-Liga beginnt im April, in der Hauptstadt kann man
fast täglich Spiele sehen. Jai Alai ist eine schnelle Variante des baskischen
Pelotenspiels und wird in Acapulco, Mexiko City und Tijuana gespielt. Pferderennen finden
viermal die Woche im Hipodromo de las Americanas in Mexiko City und Tijuana statt
(Oktober und September).
Trinkgeld
Das Bedienungsgeld ist selten bereits in Rechnungen
enthalten. Das Personal benötigt das Trinkgeld, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu
können. 15% sind üblich, 20% sollte man für sehr gute Bedienung geben.
Umgang
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Tagsüber wird
überall bequeme Freizeitkleidung akzeptiert. In den Badeorten sind die
Kleidungsvorschriften für Männer und Frauen sehr zwanglos, Männer brauchen nirgends
eine Krawatte zu tragen. Hotels und Restaurants in Mexiko City erwarten elegante Kleidung.
Das Rauchen ist i. allg. überall erlaubt, sofern nicht anders angezeigt.
Strafrecht
Die Mindesthaftstrafe für Drogenbesitz beträgt in Mexiko ungeachtet der Menge
10 Jahre. Die Höchststrafe beträgt 25 Jahre.
Menschenrechtsbetätigungen, z. B. in Chiapas, bedürfen einer besonderen
Genehmigung. Verstöße hiergegen führen zur Festnahme und Ausweisung. Die Einleitung
eines Strafverfahrens mit Untersuchungshaft ist in derartigen Fällen nicht
ausgeschlossen. Ähnliches gilt für politische Aktivitäten von Ausländern, wie z. B.
die Teilnahme an bestimmten politischen Veranstaltungen und Demonstrationen.
Bei Personenkontrollen wird nicht nur nach dem Reisepass gefragt, sondern auch
nach der mexikanischen Aufenthaltserlaubnis (Touristenkarte FMT, bzw. FM 2/3). Man sollte
seine mexikanische Aufenthaltserlaubnis jederzeit bei sich führen, damit man nachweisen
kann, dass man sich legal im Land aufhält, andernfalls besteht die Möglichkeit, dass man
zunächst in Gewahrsam genommen wird, bis man seinen legalen Aufenthalt nachweisen kann.
Strom
| Volt |
Frequenz (Hz) |
Bemerkung |
| 127 |
60 |
- |
Unterkunft
Das enorme Wachstum des Tourismussektors in Mexiko
spiegelt sich auch im steigenden Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten wider. Die
wichtigsten internationalen und nationalen Hotelketten sind ebenso vertreten wie
renommierte Kurhotels und Ferienranches. Hotelreservierungen sollte man sich schriftlich
bestätigen lassen, da sich die Tarife häufig ändern. Besonders in der Hauptsaison
empfiehlt es sich, im voraus zu buchen. Jedes Hotel muß die amtlich festgesetzten Preise
aushängen, Mahlzeiten sind im allgemeinen nicht im Preis inbegriffen. Weitere
Informationen vom mexikanischen Hotel- und Motelverband unter folgender Adresse: Mexican
Hotel and Motel Association, CP 11590, Thiers 83, Colonia Anzures, México, DF. Tel:
(05) 571 32 62. Telefax: (05) 203 04 66, 203 72 46. Kategorien: 1-5 Sterne, ähnlich wie
in Europa. Zusätzlich gibt es die Kategorie Gran Turismo. Alle Hotels sind
kategorisiert.
Gran Turismo: Hotels in dieser Kategorie müssen
insgesamt 108 Voraussetzungen in bezug auf Ausstattung und Service erfüllen; u. a.
Klimaanlage, Satellitenantenne, Einkaufsmöglichkeiten und zusätzliche Einrichtungen und
Serviceleistungen. Mindestgröße der Räume: 32 qm.
5-Sterne: 96-101
Voraussetzungen müssen erfüllt sein, u. a. 16stündiger Zimmerservice, Restaurant,
Cafeteria, Nachtklub, sowie gute hygienische Verhältnisse und Sicherheitsvorrichtungen.
Mindestgröße der Zimmer: 28 qm.
4-Sterne: 71-76
Voraussetzungen, u. a. gute Einrichtung, einige Einkaufsmöglichkeiten und guter Standard.
Mindestgröße der Zimmer: 25 qm.
3-Sterne: 47-52
Voraussetzungen, einschl. zweckmäßiger Einrichtung, Restaurant, Cafeteria, Ventilatoren
und einige Extras/Serviceeinrichtungen. Mindestgröße der Zimmer: 21,5 qm.
2-Sterne: 33-37
Voraussetzungen müssen erfüllt sein, u. a. zweckmäßige Einrichtung, bestimmte
Hygieneauflagen sowie Sicherheitsvorschriften und Erste-Hilfe-Einrichtungen.
Mindestgröße der Zimmer: 19 qm.
1 Stern: 24-27
Voraussetzungen, einschl. zweckmäßige Einrichtung, bestimmte Auflagen hinsichtlich des
Komforts. Mindestgröße der Zimmer: 15 qm.
PENSIONEN: Casas de
Huespedes bieten einfache und preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten.
CAMPING: In den Nationalparks
kann man, anders als im übrigen Mexiko, gebührenfrei und ohne besondere Genehmigung
zelten und wandern. Das Campen ist überall innerhalb der Parks gestattet. Weitere
Informationen vom Verkehrsamt oder von der Zentralen Informationsstelle der Nationalparks.
Die meisten Campingplätze liegen außerhalb der Nationalparks. Bei Campingurlaubern
besonders beliebt sind die Westküste und Baja California. Die Ausstattung der
Campingplätze an der westlichen Pazifikküste ist ausgezeichnet, die Zeltplätze in Baja
California sind abgelegener und weniger gut ausgestattet.
JUGENDHERBERGEN: Informationen
erteilen Red Mexicana de Alojamiento para Jóvenes, República de Guatemala 4,
Colonia Centro 06020, México DF. Tel: (05) 662 82 44. Telefax: (05) 510 34 42. (E-Mail: hostellingmexico@remaj.com) oder die Asociación
Mexicana de Albergues Juveniles, A.C. (AMAJ), Insurgentes Sur No. 421, Despacho 109-B,
Col. Hipódromo Condesa, Del. Cuauhtemoc, C.P. 06170, México DF. Tel: (05) 564 03 33.
Telefax: (05) 574 35 21. (E-Mail: info@hostels.com.mx)
Verkehr
Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist außerordentlich gut ausgebaut. Es gibt
einige nationale Fluglinien, die das gesamte Land bedienen (Mexicana, Aeroméxico, Taesa).
Darüber hinaus existieren zahlreiche regional operierende Fluggesellschaften.
Als Alternative bietet sich das umfangreiche und kostengünstige
Überlandbusnetz an. Busfahrten in den Bussen 1. Klasse entsprechen gutem europäischen
Standard. Von 2. und 3. Klasse Bussen wird dagegen aus Sicherheitsgründen abgeraten.
Bei Überlandfahrten im eigenen Pkw, bzw. Mietwagen, kann es besonders während
der Regenzeit von April bis Oktober wegen der schlechten Straßenverhältnisse zu
Behinderungen kommen. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfall-
und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten. Auch zu Fahrten mit
Wohnmobil/Campingwagen kann wegen der ungenügenden Zahl von bewachten Campingplätzen
nicht geraten werden.
Im Innenstadtbereich von Mexiko-Stadt sind Taxis in großer Anzahl vorhanden,
wobei jedoch wegen der Gefahr, ausgeraubt zu werden, nur Taxis von offiziellen
Taxiständen (Sitios) benutzt werden sollten. Mit der gebotenen Vorsicht sollten die sehr
preisgünstige U-Bahn und die lokalen Busse benutzt werden.
FLUGZEUG: Das Inlandflugnetz ist gut, Aeroméxico
(AM) und Mexicana (MX) fliegen alle größeren Städte an. Informationen
über den von den beiden Fluglinien angebotenen Mexi Pass sind im Kapitel Reiseverkehr
- International zu finden. Er gilt nur für Touristen und ist in Reisebüros in
Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.
Flughafengebühren: 90 N$.
SCHIFF: Fahrplanmäßiger Fährverkehr zwischen Mazatlán
und La Paz (Baja California); Guayamas und Santa Rosalia (über den Golf von Kalifornien);
Puerto Juárez und Isla Mujeres sowie La Paz und Topolobambo. Im Rahmen von Kreuzfahrten
an der Westküste werden auch die Pazifikhäfen Mazatlán, Puerto Vallarta und Acapulco
angelaufen.
BAHN: Mexiko verfügt über ein gut ausgebautes
Streckennetz, an das alle größeren Städte des Landes angeschlossen sind. Nähere
Auskünfte über die Verbindungen und Serviceleistungen sind bei Ferrocarriles
Nacionales de México erhältlich. Das Busliniennetz ist umfassender, und man kommt im
allgemeinen schneller ans Ziel. Im Inlandverkehr spielen Überlandbusse aufgrund kürzerer
Fahrzeiten eine größere Rolle und haben ein höheres Fahrgastaufkommen als Züge.
BUS/PKW: Ca. 36% der Straßen sind asphaltiert. Die
Schnellstraßen werden von Caminos y Puentes Federales de Ingresos y Servicios Conexos betrieben
und sind gebührenpflichtig. An den Raststätten der Schnellstraßen stehen Pannendienste
und Erste-Hilfe-Einrichtungen zur Verfügung. Die Organisation Angeles Verdes
(Grüne Engel) bietet als Service des Ministeriums für Tourismus jeweils zwischen 08.00
und 20.00 Uhr einen kostenlosen Pannendienst auf den Schnellstraßen (Benzin, Ersatzteile
und Öl gegen Bezahlung). Die Mechaniker sprechen in der Regel Englisch. Bleifreies Benzin
ist an einigen der rund 3000 PEMEX-Tankstellen erhältlich. Fernbus: Mexiko verfügt über
ein ausgezeichnetes und preiswertes Fernbusnetz. Es gibt 1. Klasse-, Deluxe- und
Standardbusse. Fahrpreise, Fahrpläne und Informationen erhält man in den Busbahnhöfen
der Großstädte. Abfahrt von den Omnibus-Bahnhöfen, die meist in der Nähe des
Stadtzentrums liegen. Mietwagenverleih auf Flughäfen, in größeren Städten und
Urlaubsorten. Fast alle großen Verleihfirmen sind vertreten. Preislich gesehen ist es
günstiger, einen Mietwagen im Heimatland vorzubestellen. Von Einwegmieten ist aufgrund
sehr hoher Rückführungsgebühren abzuraten. Unterlagen: Internationaler und nationaler
Führerschein werden akzeptiert. Außerdem werden die Touristenkarte und eine Kreditkarte
(bei Mietung im Inland) benötigt. Das Mindestalter zur Wagenmietung beträgt 25 Jahre. Es
empfiehlt sich, eine Versicherung abzuschließen, kurzfristige Versicherungspolicen sind
preiswert.
STADTVERKEHR: Mexiko City hat ein gutes und preiswertes
U-Bahnnetz, es gelten Einheitsfahrpreise. Ein Straßenbahnnetz und ein umfassendes
Busliniennetz ergänzen das Nahverkehrssystem. Die Oberleitungsbusse wurden kürzlich
modernisiert, auch hier gelten Einheitsfahrpreise. In allen größeren Städten dienen
Busse und Straßenbahnen als Verkehrsmittel. In Guadalajara gibt es neben den
öffentlichen Buslinien und Oberleitungsbussen auch zahlreiche private Busunternehmen.
Taxis sollten vor allem in Mexiko City nicht auf der Straße herbeigerufen werden.
Authorisierte Sitio-Taxis sind durch ein »S« auf dem Nummernschild gekennzeichnet
und entweder an Taxiständen oder per Telefon erhältlich. Andere Taxis, wie die
hellgelben, grünen oder VW-Käfer sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden.
Trinkgeld liegt im Ermessen des Fahrgastes. Generell empfiehlt es sich, den Fahrpreis
vorher zu vereinbaren. Zwischen 22.00 und 07.00 Uhr wird ein Zuschlag erhoben.
In Mexiko-City ist neuerdings ein Regierungsprogramm zur Verbesserung der
Umweltbedingungen in Kraft getreten. Dieses beinhaltet, daß an bestimmten Wochentagen
Autos mit bestimmten Kennzeichen Fahrverbot haben - »Hoy no Circula«. Auch Mietwagen
sind hiervon betroffen.
Fahrzeiten: von Mexiko City zu anderen größeren mexikanischen Städten (ungefähre
Angaben in Std. und Min.):
| - |
Flugzeug |
Bahn |
Bus/Pkw |
| Acapulco |
0.35 |
- |
3.30 |
| Cancún |
2.15 |
- |
30.00 |
| Oaxaca |
1.15 |
12.00 |
10.00 |
| Chihuahua |
2.15 |
40.00 |
34.00 |
| P. Vallarta |
1.55 |
- |
14.00 |
| Guadalajara |
0.55 |
12.00 |
7.00 |
| Tijuana |
2.45 |
- |
36.00 |
Zoll
Zollfrei: bis 3 l Wein/Spirituosen, 400 Zigaretten/50 Zigarren/250 g Tabak, 12
Filme, Geschenke bis zu einem Wert von 300 US$.
Verboten: Einfuhr von Lebensmitteln sowie die Ausfuhr von Gold (außer
Goldschmuck), Antiquitäten, Archäologischen Fundstücken , Korallen und Kakteen |
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