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Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern möglich. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen. Pflichtimpfungen für die Einreise nach Kuba sind nicht vorgeschrieben. Für Kurzreisen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt werden auch Impfungen gegen Hepatitis B und Typhus angeraten. Malaria kommt im Gastland nicht vor, allerdings sind durch Insekten übertragene Dengue- Virusinfektionen in Kuba kürzlich wieder vermehrt aufgetreten. Die kubanischen Behörden machen keine Angaben über die Zahl der Erkrankungen an Dengue-Fieber. Die Regierung bemüht sich jedoch durch umfangreiche Aktionen (Sprühen, Beseitigen von Abfällen, Reinigen von Grundstücken, etc.) die Moskitos, welche die Krankheit übertragen, zu entfernen. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Schutz gegen Mückenstiche, z. B. die Verwendung von Moskitonetzen oder mückenabweisenden Mitteln. HIV-Infektionen kommen auch in Kuba vor. Bei Reisebekanntschaften sollte dieses Infektionsrisiko bedacht werden. Reisende mit doppelter Staatsangehörigkeit Reisende mit deutscher und kubanischer Staatsangehörigkeit sollten beachten, dass sie beim Aufenthalt in Kuba von den Behörden ausschliesslich als kubanische Staatsangehörige behandelt werden und kubanischen Maßnahmen wie z.B. der Wehrpflicht und der Einberufung von Reservisten unterliegen. Reisen im Land Für Rundreisen im Lande kommen für den Auslandstouristen in erster Linie Busse (Viazul), organisierte Bustouren, aber auch Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich Verkehrssicherheit und Treibstoffversorgung weniger problematisch sind. Besonders in Havanna muss vor streunenden Hunden gewarnt werden, die sich zu Rudeln zusammenschließen und teilweise aggressives Verhalten zeigen. Kuba leidet aufgrund technischer Probleme unter Stromengpässen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren Stromabschaltungen (wichtig für Individualreisende!) vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann. Fotografieren Sie keine militärischen Einrichtungen und offizielle Fahrzeugkolonnen und respektieren Sie Militäreinrichtungen (Sperrgebiete und Gebäude). Nicht alle militärischen Einrichtungen bzw. Sperrgebiete auf Kuba sind eingezäunt oder als solche deutlich erkennbar. Anweisungen bzw. Aufforderungen des Wach- und Sicherheitspersonals sollten unbedingt befolgt werden. Wichtige Dokumente (Pass mit Visum beziehungsweise Touristenkarte, Führerschein, Adressenlisten und Telefonnummernlisten) sollten auch in Kopie und getrennt vom Original mitgeführt werden. Ausländer müssen immer in der Lage sein, sich auszuweisen (Passkopie genügt). Kubaner bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte einer Genehmigung der Behörden. Vor Unterbringung in Privathaushalten sollten Sie nach der erforderlichen behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind. Berücksichtigen Sie, dass Kontakte von Kubanern mit ausländischen Reisenden u.U. von offiziellen Stellen registriert werden. Für kubanische Mitarbeiter der Tourismuswirtschaft gelten besondere Verhaltensvorschriften. Zahlungsmittel Seit dem 08. November 2004 wird in Kuba der US-Dollar nicht mehr als Zahlungsmittel anerkannt. Das übliche Zahlungsmittel ist der peso convertible. Touristen können Euros bei allen kubanischen Banken und Wechselstuben (CADECA) zum geltenden Wechselkurs in konvertible Pesos eintauschen. Da beim Tausch von US-Dollars 10% Provision einbehalten wird, ist es ratsam Bargeld in Euro mitzubringen. Nicht benutzte pesos convertibles können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Lediglich in Varadero und anderen Tourismusgebieten wurde der Euro bereits als offizielles Zahlungsmittel eingeführt und kann auch nur dort genutzt werden. Dies soll in Zukunft noch ausgeweitet werden. Ein Erwerb der Landeswährung (moneda nacional, also nichtkonvertible Pesos) ist nicht erforderlich. Darüber hinaus ist die Ein- und Ausfuhr von Pesos verboten. Wegen des US-Embargos gibt es keinen Zahlungsverkehr zwischen Kuba und den USA. Die Kreditkarten deutscher Bankinstitute werden gegen erhebliche Abschläge (z.Zt. 11,25%) i.d.R. in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert, nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express; Diners Club) und nicht diejenigen deutscher Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute (z.B. Citibank). Scheckkarten (EC/Maestro) werden in Kuba nirgends angenommen. Inzwischen kann Bargeld auch in einigen Bankfilialen (z.B. der Banco Financiero Internacional oder der Banco Metropolitano) mit Visa-Kreditkarte und PIN am Bankautomaten gezogen werden. Bargeld (Euro, möglichst in kleiner Stückelung) sollte auf mehrere Stellen am Körper verteilt mitgeführt werden. Organisierte Stadtrundfahrten in der Hauptstadt Havanna führen die Besucher
vom ehemaligen Bordellviertel zu den schönen Vororten Vedado und Miramar. Die Hauptstadt
Kubas ist Kultur- und Handelszentrum des Landes. Neben der 1728 gegründeten Universität
beherbergt sie mehrere wissenschaftliche Akademien und Insitute, ein Theater, eine Oper
sowie zahlreiche Museen. Das Stadtbild wird vom Kuppelaufbau des Capitolio, des
ehemaligen Regierungssitzes, beherrscht. Diese Nachempfindung des Kapitols in Washington
liegt am Paseo del Prado, einer prachtvollen Fußgängerpromenade, an der Grenze
zwischen Alt-Havanna und der Neustadt und ist heute Sitz der Akademie der Wissenschaften.
Die gesamte Altstadt Havannas mit ihren Festungsanlagen zählt heute zum
UNESCO-Weltkulturerbe. Der Kathedralenplatz im alten Havanna ist von vielen
Renaissance- und Barockhäusern und Straßen mit Kopfsteinpflaster umgeben. Besonders
eindrucksvoll ist der Admiralitätspalast an der hübschen Plaza de Armas,
in dem heute das Städtische Museum untergebracht ist. Obwohl die Fassaden vieler Gebäude
abbröckeln, läßt sich der einstige Glanz der Stadt in den liebevoll restaurierten
Bauwerken erahnen. In einem der sorgfältig sanierten Museen in Alt-Havanna können
Oldtimer-Fans u. a. auch den Chevrolet bewundern, in dem einst der legendäre
Revolutionär Che Guevara umherfuhr. In der Finca Vigia im Südosten der Stadt
lebte der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway; von ihm sind hier heute
verschiedene Ausstellungsstücke zu besichtigen. Nicht weit von der Hauptstadt und leicht
zu erreichen sind die Playas del Este, Strände, die sonnige Badefreuden gewähren.
Insgesamt gibt es 280 Strände an der 7500 km langen kubanischen Küste, die beliebtesten
liegen im Norden. Sitten & Bräuche Das Nachtleben konzentriert sich auf Havanna, Varadero, Santiago de Cuba und Guanabo östlich von Havanna. Unterhaltungsprogramme werden oft vom Reiseveranstalter geplant und in Gruppen besucht. Es gibt verschiedene Shows, Nachtklubs und Theater. Im schon legendären Tropicana-Nachtklub werden ausgezeichnete Freilichtshows zu mitreißenden Salsarhythmen geboten. Theater, Oper und Ballett in Havanna haben das ganze Jahr über Spielzeit, und Karten sind nicht teuer, müssen jedoch im voraus gebucht werden. Zu den besonders beliebten Mitbringseln zählen Zigarren, Rum, Kassetten mit kubanischer Musik und einheimisches Kunstgewerbe. Spezielle Devisenläden bieten auch Waren an, die sonst nicht erhältlich sind. In allen internationalen Flughäfen Kubas gibt es Duty-free-Shops. Alle Sportveranstaltungen im Land sind kostenlos. Baseball ist Nationalsport, aber Fußball und andere Ballspiele sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen. Es gibt zahlreiche Stadien, die Kubaner lieben Sportveranstaltungen - sei es als Zuschauer oder als aktive Teilnehmer. Wassersport: Tauchen, Wasserski, Rudern und Surfen bieten sich an. Besonders gute Tauchgründe findet man in den Gewässern vor der Isla de la Juventud. Die Strände sind im Sommer oft überfüllt, abgelegenere Strände bieten gute Tauch- und Angelmöglichkeiten, sind aber ohne eigenes Fahrzeug schwer erreichbar. In einigen Feriengebieten wird Reiten angeboten. Tennisplätze gibt es in größeren Orten. Golf kann man nur in Havanna und Varadero spielen (9-Loch-Plätze). Ein kleines Trinkgeld ist angemessen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die Kubaner grüßen sich mit Compañero, Besucher sollten Señor oder Señora benutzen. Alle Kubaner haben zwei Nachnamen, bei der Anrede benutzt man allerdings nur den ersten. Seit der Revolution ist die Kleidung wesentlich legerer. Kubanische Männer tragen Guayabera (ein leicht faltiges Hemd, das über der Hose getragen wird). Elegante Kleidung ist selten nötig. Männer sollten nur in Strandnähe Shorts tragen. Frauen tragen tagsüber Baumwollkleider oder Hosen und Cocktailkleider zu besonderen Anlässen. Schon beim Fund geringer Mengen Drogen zum Eigenbedarf ist mit drastischen Strafen zu rechnen. Der Besitz von Kleinmengen wird bei Ausländern zudem als Drogenschmuggel geahndet. Das Strafmaß hierfür beträgt vier bis dreißig Jahre Haft, auf besonders schwere Fälle steht die Todesstrafe. Zur strafrechtlichen Verfolgung nach Verkehrsunfällen siehe oben unter Straßenverkehr. Besucher sollten politische Betätigung unterlassen, dies kann mit hohen Haftstrafen geahndet werden.
Die besten Hotels findet man in Havanna, Varadero, Holguin, Caye Coco und Santiago de Cuba, wo es Unterkünfte aller Kategorien gibt. Da die meisten Urlaubsaufenthalte in Kuba Pauschalreisen sind, werden die Hotels vom Veranstalter ausgesucht. Die meisten größeren Hotels haben ein Touristenbüro. FLUGZEUG: Empresa Consolidada Cubana de Aviación
(CU) bietet Linienflüge zwischen den meisten größeren Städten an. Man sollte im
voraus buchen, da das Angebot begrenzt ist. Bei Unfällen mit Personenschäden unter Beteiligung von Touristen kann es zu einer Ausreisesperre, evtl. auch zu Untersuchungshaft kommen. Wenn Personen verletzt oder getötet wurden, werden gegen ausländische Fahrer drakonische Haftstrafen verhängt. Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrradfahrer und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Vieh auf der Fahrbahn unbedingt vermieden werden. Bei der Anmietung von Mietwagen sollte auf den technischen Zustand des Fahrzeugs geachtet werden. Viele Nebenstrecken sind unbefestigt und manchmal bei
starkem Regen nicht befahrbar. Die Routen der meisten Besichtigungsfahrten sind
festgelegt, alle Reisen innerhalb des Landes werden üblicherweise über verschiedene
Anbieter gebucht. Fernbus: Die meisten Überlandfahrten finden in klimatisierten
Langstreckenbussen statt. Eine Direkverbindung von La Habana nach Santiago de Cuba gibt es
nicht. Die Fahrpreise sind niedrig und die Verbindungen zuverlässig, aber die Busse
können sehr überfüllt sein. Taxis: Für Touristen gibt es Tourist-Taxis, die vor den
großen Hotels warten. Die Preise entsprechen etwa den nordwesteuropäischen. Die Taxis
haben meistens Taxameter; bei den anderen sollte man den Fahrpreis im voraus vereinbaren.
Fahrräder können gemietet werden. Mietwagen: Es gibt mehrere Verleihfirmen. Unterlagen:
Nationaler oder internationaler Führerschein.
Nehmen Sie nur Dinge mit, die für Ihren persönlichen Bedarf bestimmt sind. Übermengen können beschlagnahmt werden, weil sie als unerlaubte Geschenke angesehen werden. Elektrogeräte dürfen ebenfalls nur in dem Maß eingeführt werden, in dem sie für den persönlichen Bedarf bestimmt sind, nicht als Geschenke für kubanische Staatsangehörige. Für Geschenke (nicht-kommerzielle Einfuhr) ab einem Gegenwert von 50 CUC bis 250 CUC wird Zoll in Höhe von 100 % erhoben. Nähere Auskünfte dazu erteilt die zuständige kubanische Auslandsvertretung. Die Einfuhr frischer Lebensmittel (z.B. frische Wurst-, Milchprodukte, Gemüse, Obst) ist aus gesundheitspolizeilichen Gründen verboten. Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten. Nehmen Sie keine Gegenstände aus Kuba mit, bei denen es sich um kubanisches Kulturgut handeln könnte. Auskünfte hierzu sowie Ausfuhrgenehmigungen erteilt: Bienes Culturales, Calle 17 #1009, entre10 y 12, Vedado, Telefon: 839658. Die Genehmigung kostet nur wenige Pesos, erspart aber möglichen Ärger bei der Ausreise. Die Ausfuhr von bis zu 50 Zigarren ist ohne Kaufbeleg möglich. Bei der Ausfuhr von mehr als 50 Zigarren muss der entsprechende Rechnungsbeleg vorgewiesen werden. Die Original-Verpackung muss verschlossen und mit dem offiziellen Hologramm versehen sein. In beiden Fällen muss die Ausfuhr von Zigarren dem Zoll mündlich deklariert werden |
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