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Grundsätzlich sollte vor der Ausreise ein erfahrener Tropenmediziner zu den individuellen Prophylaxemaßnahmen befragt werden. Pflichtimpfungen bei der Einreise ins Gastland sind nicht vorgeschrieben. Allerdings kann - abweichend von den offiziellen Bestimmungen - bei der Einreise gelegentlich ein Cholera-Impfzertifikat verlangt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn im Herkunftsland Cholera vorkommt bzw. außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt einreist. Bei Kurzreisen nach Kolumbien empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie. Bei Reisen ins Landesinnere empfiehlt sich zudem eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber. Bei Besuch von Leticia/Amazonas ist es möglich, dass die transportierende Fluggesellschaft den Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt. Für jemanden, der sich langfristig in Kolumbien aufhält, kann ein Impfschutz gegen Hepatitis B, Typhus, ggfs. auch gegen Tollwut empfohlen sein. In den tiefergelegenen Regionen des Gastlandes gibt es ein relativ hohes Malariarisiko, auch die bösartige "Malaria tropica" tritt hier häufig auf. Die Insel Andrés und Providencia sowie auch die Hauptstadt Bogotá und Umgebung gelten als malariafrei. Die durch Insekten übertragene Denguefiebererkrankungen sind ebenfalls häufig. Es empfiehlt sich somit generell ein Schutz gegen Moskitostiche, so z. B. durch die Verwendung von Moskitonetzen bzw. mückenabweisenden Mitteln (z. B. Autan, NoBite).
Drohungen der Guerillaorganisation FARC zu Anschlägen auf öffentliche Einrichtungen im Südwesten des Landes - hier liegen die Städte Cali (Valle) und Pasto (Nariño) - sind bisher nicht zurückgenommen worden. Reisende sollten sich daher weiter von öffentlichen Gebäuden (insbesondere Einrichtungen von Militär und Polizei) fernhalten und auf auffällig abgestellte Fahrzeuge (Autobomben) oder verdächtige Objekte (herrenlose Behältnisse oder Gepäckstücke) achten. Kriminalität / Entführungen Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten fünf Jahren erheblich verbessert. Das Sicherheitsniveau in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) ist mit dem anderer lateinamerikanischer Großstädte durchaus vergleichbar. Wie in der Mehrzahl der lateinamerikanischen Staaten sind allerdings auch in Kolumbien landesweit die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft - im Vergleich zu Europa - sehr hoch. Hiervon sind auch Viertel der Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren betroffen, in denen sich Ausländer üblicherweise bewegen. Hinzu kommen Gefahren durch Auseinandersetzungen bzw. Kampfhandlungen zwischen den Sicherheitskräften und den illegalen Gewaltgruppen in ländlichen Gebieten. Ferner besteht in Kolumbien weiterhin die Gefahr von Entführungen durch die illegalen bewaffneten Gruppen und durch kriminelle Banden, die häufig auch Ausländer mitunter jahrelang als Geiseln festhalten, um Lösegeld zu erpressen oder politische Forderungen durchzusetzen. Die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, kann durch Beachtung der üblichen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen sowie der nachfolgenden Hinweise gesenkt werden:
Reisen über Land Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden. Allerdings sollten auch diese Strecken nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen befahren werden. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) kann allerdings nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten. Vor Überlandfahrten sollten unbedingt die verfügbaren Sicherheitserkenntnisse der kolumbianischen Sicherheitsdienste oder anderer ortskundiger Stellen eingeholt und die Entscheidung über eine Fahrt nur nach sorgfältiger Prüfung des Sicherheitsrisikos getroffen werden. Von der Benutzung des Landweges in entlegenen Gebieten, insbesondere in den vom Binnenkonflikt betroffenen Zonen, rät das Auswärtige Amt nach wie vor dringend ab. Dazu zählen insbesondere (aber nicht nur) die Grenzregionen vor allem die Grenzregion zu Venezuela, Ecuador, Peru und Panama - und der Süden des Landes. Terrorismus Bewaffnete Auseinandersetzungen - hauptsächlich in entlegenen Teilen und vor allem im Süden des Landes - halten an. Es muss allerdings auch weiterhin mit Anschlägen und Angriffen der Guerilla auf Einrichtungen des Staates, vor allem auf Militär und Polizeieinrichtungen in den Städten gerechnet werden. Gezielte terroristische Angriffe auf Touristen oder auf Orte, an denen sich Touristen gewöhnlich aufhalten (Hotels, Clublokale, Restaurants, Supermärkte etc.), sind in der jüngeren Vergangenheit nicht vorgekommen und sind - wenngleich nicht völlig auszuschließen gegenwärtig eher unwahrscheinlich. Drogen Gelegentlich werden Touristen als unwissende "Drogenschmuggler" eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie ab und zu den Inhalt Ihres eigenen Gepäcks. Sollte die Polizei Ihr Gepäck wegen Drogenverdachts durchsuchen, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist. Wer wegen Drogenbesitzes verurteilt wird, muss mit hohen Strafen rechnen, die im kolumbianischen Strafvollzug verbracht werden müssen. Die Haftbedingungen sind wesentlich härter als in Deutschland. Geld / Kreditkarten In Kolumbiens Städten kann problemlos mit allen gängigen Kreditkarten bezahlt werden. US-Dollars und Euro werden bei Banken, guten Hotels oder in Wechselstuben eingetauscht. Kreditkarten sollten jedoch niemals aus der Hand gegeben werden und bei der Benutzung des Geldautomaten sollte dieser daraufhin überprüft werden, ob möglicherweise Präparierungen zum illegalen Auslesen der Karte angebracht worden sind. Ansonsten gilt für die Benutzung von Geldautomaten: Geld nur in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren abheben .
Es empfiehlt sich, ein vom kolumbianischen Hotelverband empfohlenes Hotel zu wählen. Anschrift: COTELCO, Calle 93B, No 12-28, Of. 302, Santa Fe de Bogotá. Tel: (1) 621 69 20. Telefax: (1) 621 77 62. Es gibt Niederlassungen in den meisten Städten und auf den größeren Flughäfen. Zwei Saison-Tarife werden angeboten: 'European tariff' von Mai bis November und der weitaus höhere 'American tariff' von Dezember bis April. Es empfiehlt sich frühzeitige Buchung. Da die Übernachtungspreise jedes Jahr um etwa 10% ansteigen, sollte man sich bei der Reservierung nach dem Preis erkundigen. Auf der Insel San Andrés stehen mehrere Hotels und Residencias zur Verfügung, auf der Insel Providencia gibt es ein Hotel. Weitere Informationen von COTELCO (Adresse s. o.). Kategorien: Es gibt ein Sternesystem, das dem
europäischen System gleicht. FLUGZEUG: Der innerkolumbianische Flugverkehr wird von AVIANCA
(AV) und 15 kleineren Firmen bestritten. Die Flugverbindungen zwischen den Städten
sind ausgezeichnet, einschl. zur Karibikküste. Es gibt auch Hubschrauber zu mieten. Von
den größeren kolumbianischen Städten aus werden die San-Andrés- und Providencia-Inseln
angeflogen. San Andrés wird von den Fluggesellschaften AVIANCA und Lacsa (LR) regelmäßig
angeflogen. Der Río Magdalena ist die Hauptverkehrsader Kolumbiens,
einige Frachtschiffe befördern auch Passagiere. Diese Art zu reisen nimmt jedoch sehr
viel Zeit in Anspruch. Für bestimmte Routen kann man Boote mieten. Schaufelraddampfer
sind ebenfalls zu mieten, dies kann jedoch sehr teuer sein. Von Leticia an der
peruanischen Grenze kann man Besichtigungstouren und Ausflüge in den Dschungel am
Amazonas buchen. Am besten holt man vor Ort Informationen ein und vergleicht die Preise.
Das Ausführen von kolumbianischen Original-Kulturgütern ist untersagt. |
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