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Im Jahre 1497 erkundete John Cabot Kanadas atlantische Küste für die britische Admiralität. 1534 jedoch reklamierte Jaques Cartier das neuentdeckte Land für Frankreich. 1604 siedelten die ersten Franzosen an der Ostküste und nannten das Land Acadia. Ab 1627 betrieb eine "Neufrankreich-Gesellschaft" die weitere Erschließung des Landes. Das führte zum Dauerkonflikt mit England. Im Wettlauf um Territorien übernahm die französische Krone 1663 die Verwaltung von "Neufrankreich". Im Gegenzug reklamierte England Neufundland für sich und gründete 1670 die handelsmonopolitische "Hudson's Bay Company"; sie beanspruchte alle Gebiete, deren Gewässer in die Hudson Bay mündeten. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts kämpften England und Frankreich auf kanadischem Boden gegeneinander. Die Franzosen mußten 1713 Acadia räumen und nach der Eroberung Quebecs durch die Engländer ganz Kanada räumen. England sicherte den Franzosen Religionsfreiheit und Tolerierung der französischen Sprache zu. Um Begehrlichkeiten der Vereinigten Staaten zu wehren, wurde 1818 der 49. Breitengrad - mit nur geringen Abweichungen - als Grenze zu den USA festgelegt. 1867 wurde eine Konföderation "Dominion of Canada" der bisherigen Provinzen geschlossen und die Aufnahme weiterer Provinzen vorgesehen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begann der wirtschaftliche Aufschwung. 1885 wurde die transkontinentale Eisenbahn vollendet. Der Abbau der reichen Rohstoffvorkommen begann. In diese Zeit fällt der Goldrausch von Klondike. Im Ersten Weltkrieg kämpften kanadische Truppen auf alliierter Seite. Kanada bekam dafür einen Platz am Versailler Tisch der Sieger. Erst 1931 gewährte Großbritannien mit dem "Statut von Westminster" der einstigen Kolonie Unabhängigkeit. Doch die britische Krone blieb weiter Souverän des Landes, repräsentiert durch einen Generalgouverneur. Kanada spielte auch im 2. Weltkrieg auf alliierter Seite eine wichtige Rolle und gehörte danach zu den Gründungsmitgliedern der NATO. Seit den 60er Jahren kämpft die Nation mit inneren Schwierigkeiten. Zwar erhielt die französischsprachige Minderheit bereits 1969 Sonderrechte , dennoch verlangt sie immer wieder die Unabhängigkeit Quebecs oder zumindest einen Sonderstatus. In Referenden in den 90er Jahren wurde dies zweimal nur sehr knapp abgelehnt. Seit 1982 ist Kanada durch ein "Verfassungsgesetz" staatsrechtlich von Großbritannien unabhängig. 1988 wurde mit den USA eine Freihandelszone vereinbart und 1994 unter Einschluß Mexikos zur NAFTA erweitert. Die Beziehungen zu den USA sind durch einen jahrelangen "Lachskrieg" um Fangquoten an der Atlantikküste belastet. Ein Schatten fiel auf die bei UNO-Einsätzen engagierten und bewährten kanadischen Streitkräfte, seit Übergriffe, Folterungen und Tötungen durch Soldaten eines 1993 und 1993 in Somalia stationierten kanadischen Luftlanderegiment bekannt wurden, welches inzwischen aufgelöst wurde. Hintergrundberichte:
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