banner_klein.jpg (6301 Byte)

Themen

Afrika
Amerika
Asien
Australien
Europa

Nordamerika
Mittelamerika & Karibik
Südamerika

Antigua und Barbuda
Bahamas
Barbados
Belize
Costa Rica
Dominika
Dominikanische Republik
El Salvador
Grenada
Guatemala
Haiti
Honduras
Jamaika
Kuba
Nicaragua
Panama
St. Kitts
St. Lucia
St. Vincent
Trinidad


Das Land zwischen Karibik und Pazifik ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Bananenrepublik: die Bananen wachsen überall und sind der wichtigste Exportartikel des Landes. Die Plantagen gehören überwiegend US- amerikanischen Unternehmen. Wie auch die Bergwerksgesellschaften, die Gold- und Silberminen sowie Blei und Zink ausbeuten, wobei ein großer Teil der Bodenschätze noch gar nicht erschlossen ist. Über die Häfen von Honduras werden aber nicht nur Bananen und Kaffee exportiert, sondern auch erhebliche Mengen von Rauschgift. Die aus diesem Wirtschaftszweig erzielten Erlöse tauchen natürlich in keiner offiziellen Statistik auf. Kolumbus entdeckte das Land auf seiner vierten Reise im Jahr 1502; von den Spaniern wurde es 1523 als Besitz reklamiert. Doch auch die englischen "Beschützer" erhoben Ansprüche auf Teile des Landes, was bis 1786 ständige Scharmützel zur Folge hatte. Erst da verzichtete London. 1821 wurde das Land unabhängig, das heißt zumindest so selbständig, wie es ein Staat im Hinterhof der USA sein kann. Formal ist Honduras demokratisch organisiert. Doch der Einfluß des Militärs auf die Politik ist erheblich. Immer wieder wird über Menschenrechtsverletzungen der Soldaten berichtet. Zusammenfassend heißt das: "extralegale Tötungen", Hinrichtungen, Verschwindenlassen. Und natürlich werden die eigenen Leute auch öfter mal amnestiert. Die Armee ist auch ein wirtschaftlicher Machtfaktor: Ihr gehören verschiedene Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Bis 1990 war Honduras ein wichtiger Standort für die Ausbildung der von den USA unterstützen "Contras" aus Nicaragua.     Reisende, die das Land schnell erreichen oder wieder verlassen wollen, sind am besten auf der Panamericana aufgehoben, der legendären Straße, die Honduras mit den Nachbarstaaten Nicaragua, Guatemala und El Salvador verbindet. Die nicht ganz 1000 km lange Bahnlinie könnte auch Bananenlinie heißen: Sie dient fast ausschließlich der Bananenindustrie und ist an die Hauptstadt erst gar nicht angeschlossen. Abzuraten ist jedenfalls von der An oder Abreise mit honduranischen Airlines: Deren Maschinen dürfen US- amerikanische Flughäfen wegen Sicherheitsmängel nicht mehr anfliegen. Sehenswerte Orte gibt es für die Reisenden genug: Relikte der Maya- Kultur, insbesondere die Ruinen von Copán, das Biosphärenreservat Rio Plátano (beides Weltkulturerbe), die Architektur der Kolonialzeit und die Sandstrände.  Der honduranische Präsident Carlos Flores (39) setzte am 30.7.1999 die oberste Militärführung des mittelamerikanischen Landes ab. Neben dem Vize-Verteidigungsminister Roberto Lazarus entließ Flores den Generalstabschef der Armee, Oberst Eugenio Romero, sowie drei Offiziere. Ein Sprecher des Präsidenten hatte zuvor Spekulationen über einen Putsch zurückgewiesen. In Honduras war das Militär im Januar 1999 über eine Verfassungsreform der zivilen Führung untergeordnet worden. Jedoch hatte sich eine Militärkrise zugespitzt, weil Romero die Autorität des zivilen Verteidigungsministers Edgardo Dumas Rodriguez nicht anerkennen wollte und eigenmächtige Personalentscheidungen traf. Politische Beobachter vermuteten, Flores wolle mit den Entlassungen den Weg zu weiteren Reformen in den Streitkräften ebnen.

Die vom IWF geforderte Bekämpfung der Armut (80% der Bevölkerung) muß vor allem Jugendliche erreichen: 475 Jugendgangs mit 70.000 Mitgliedern kämpfen um Macht und Geld. San Pedro Sula, dass Wirtschaftszentrum des Landes, ist eine der gewalttätigsten Städte Lateinamerikas: 700 Tote in den ersten 5 Monaten 2001, 1555 im Jahr 2000. Schon werden Soldaten als Sicherheitskräfte eingesetzt. In den letzten 5 Jahren wurden 100 ausländische Manager entführt, 4 ermordet. Firmen aus Korea und Taiwan verließen das Land, nachdem ihre Mitarbeiter überfallen, verschleppt und beraubt worden sind.

Neun Tage nach der Präsidentenwahl in dem armen mittelamerikanischen Land Honduras ist Oppositionskandidat Manuel Zelaya Rosales am 06.12.2005 zum Sieger erklärt worden.

Für den Kandidaten der Liberalen Partei (PL) hätten nach Auszählung von 88,66 Prozent der Wahlzettel 49,90 der Wähler gestimmt, teilte die zentrale Wahlkommission (TSE) mit. Die restlichen, noch nicht ausgezählten Stimmen könnten an dem Ergebnis nichts mehr ändern, hieß es in einer Mitteilung, die nur einen Tag vor einer angekündigten


Hintergrundberichte:

0707.2009 Die Putschisten lassen schießen - In Honduras fordern die Proteste gegen den Staatsstreich die ersten Opfer. Doch der Widerstand gewinnt an Kraft
05.07.2009 "Mel Zelaya kommt zurück"  - In Honduras entscheidet sich an diesem Wochenende Erfolg oder Misserfolg des Putsches

Zurück nachoben.gif (60 Byte)

Wörterbuch
Synonyme
Woxikon - Online Wörterbuch

a
Navigation


Web erdkunde-wissen.de

Allgemeine Informationen
Link-Datenbank

Pol. System, Einreise & Botschaften
Währung
Klima, Flora & Fauna
Geographie & Fahne
Geschichte & Gegenwart
Bevölkerung
Wirtschaft & Militär
Industrie, Rohstoffe & Landw.
Außenwirtschaft
Verkehr, Umwelt & Energie
Wohlstand & Sicherheit
Entwicklungshilfe
Reiseinformationen

Bildung, Soziales & Kultur
Essen & Trinken
Hintergrundberichte
Medien & Kommunikation

Literatur
Länderfotos
Nationalhymnen

--> Erdkunde
--> Service
--> Seiteninternes

Kommunikation
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Suchmaschine

Google
Web http://www.erdkunde-wissen.de

(C) erdkunde-wissen.de. Konzept, Gestaltung und Redaktion: erdkunde-wissen.de. Nachdruck, Weiterverarbeitung, Weitergabe an Dritte sowie Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung. Keine Haftung für falsche Angaben, keine Gewähr über die Richtigkeit der Informationen. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Mailen Sie uns einfach.