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Pflichtimpfungen für die Einreise nach Haiti sind nicht vorgeschrieben, außer bei Einreise aus sog. gelbfieberendemischen Gebieten; hier sollte eine Gelbfieberimpfung vorliegen. Die hygienischen Verhältnisse im Gastland sind häufig ungenügend. Verlangen Sie stets nach gefiltertem Wasser, falls vorhanden. Ansonsten sollte das Trinkwasser abgekocht sein oder aus abgepackten Flaschen stammen. Bei Reisen ins Landesinnere sollte genügend Trinkwasser in Flaschen mitgeführt werden. Ggfs. behelfen Sie sich mit anderen Getränken. Vorsicht bei Salaten, Rohkost, Fisch und Meeresfrüchten. Schweinefleisch sollte gut durchgegart sein. Standardimpfungen: Tetanus, Diphtherie Reiseimpfungen: Hepatitis A, Poliomyelitis, Typhus (bei Langzeitaufenthalten auch Hepatitis B) In tiefer gelegenen Regionen Haitis kommt Malaria als mittleres Risiko vor; ebenfalls sind insektenübertragene Denguefieberinfektionen im Gastland relativ häufig (August bis Februar). Aus diesem Grunde empfiehlt sich allgemein ein Schutz gegen Moskitostiche, z.B. durch die Verwendung von Moskitonetzen und mückenabweisenden Mitteln (z. B. Autan, Nobite). Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre und gehört zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder. Naturkatastrophen In Haiti, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden. Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten. Aktuelle Hurrikan-Informationen sind im Internet u.a. unter www.nhc.noaa.gov und www.weather.com abrufbar. Reisen über Land, Infrastruktur Es ist touristisch nur wenig erschlossen und durch fortgeschrittene Umweltzerstörung gekennzeichnet. Das Land leidet an den Folgen schwerer Überschwemmungen, Überbevölkerung, Verelendung breiter Volksschichten, verbreiteten Krankheiten, schlechten hygienischen Verhältnissen sowie hoher Gewaltkriminalität. Die gesamte Infrastruktur des Landes (Gesundheitssystem, Straßennetz, Telefonverbindungen, Wasser- und Energieversorgung etc.) funktioniert nur sehr eingeschränkt und ist teilweise nur noch rudimentär vorhanden. Haiti ist nur unzureichend durch befahrbare Straßen erschlossen; Fahrten insbesondere ins Landesinnere sind aufgrund des zumeist sehr schlechten Straßenzustands zeitraubend und gefährlich. Wer trotz der Reisewarnung Haiti bereist, sollte im Hotel oder bei Bekannten, zur Not auch bei der Botschaft, Hinweise zu Reiseroute-/-dauer hinterlassen. Melden Sie sich nach Ankunft am Tagesziel möglichst kurz telefonisch. Sobald Sie Ihre Unterkunft oder den Wagen verlassen, sorgen Sie für sichere Verwahrung Ihrer Wertsachen. Es empfiehlt sich dringend, größere Bargeldbeträge etc. an sicherem Ort zurückzulassen. Achten Sie besonders auf Ihre Reisepapiere (Pass, Ticket, etc.!);. Mitführen von Kopien reicht meist aus. Sprachen Grundkenntnisse in Französisch, zur Not auch Englisch, sollten vorhanden sein. Die breite Masse der haitianischen Bevölkerung (etwa 85%) spricht jedoch ausschließlich Kreolisch (Mischung aus Französisch und afrikanischen Sprachen). Zahlungsmittel Vorherrschendes Zahlungsmittel ist Bargeld, das überwiegend gegen US-Dollar in bar bei Banken, privaten Wechselstuben, Supermärkten und in kleineren Mengen auch auf offener Straße (Vorsicht!) getauscht wird. Der Wechselkurs fluktuiert ständig (derzeit entspricht 1 US-$ etwa 35 Gourdes). Preisangaben erfolgen häufig nicht in der Landeswährung Gourdes, sondern in Dollar, wobei meistens die Fiktivwährung haitianischer Dollar gemeint ist (1 haitianischer Dollar = 5 Gourdes.) US-Dollar sollten in ausreichender Menge und ausgewogener Stückelung mitgebracht werden. Kreditkarten (Visa, Mastercard, American Express) werden in einigen Hotels und manchen Restaurants und Supermärkten akzeptiert. Geldautomaten gibt es nicht. Die Hauptstadt Port-au-Prince hat über 750.000
Einwohner. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Marché de Fer, die beiden Kathedralen,
das Kunstmuseum, die Statue des Unbekannten Sklaven und die Häuser und
Villen aus der Zeit um die Jahrhundertwende mit ihrer kuriosen Mischung verschiedener
Architekturstile. Eines von ihnen ist heute das Musée Defly. Der Hügelvorort
Pétionville ist ruhiger und bietet einige der besten Restaurants, Galerien und Nachtklubs
der Stadt. Sitten & Bräuche Das Angebot ist vielfältig und reicht von Spielkasinos über afrikanische Trommelmusik bis zu westlicher Musik und Tanz. Abends finden in mindestens einem der großen Hotels Veranstaltungen statt, die Hauptattraktionen sind Folkloregruppen und Aufführungen von Voodoo-Tänzen und Gesängen. Samstag nachts wird auf den Freiluftbühnen der Volkstanz Bamboche aufgeführt. Auf dem Marché de Fer gibt es einheimische Waren unterschiedlicher Qualität, z. B. Schnitzereien, bedruckte Stoffe, Lederartikel, Gemälde (besonders die berühmte naive Malerei), Strohhüte, Halsbänder und Schmuck aus Obstkernen, Zigarren und Lebensmittel. Port-au-Prince bietet eine gute Auswahl an Geschäften und Boutiquen mit einem reichhaltigen Angebot an einheimischen und importierten Artikeln. Handeln ist üblich. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-13.30 Uhr. Wassersport: Die Strände von Kyona und Ibo (auf der Insel Cacique) bieten die besten Möglichkeiten zum Schwimmen, Tauchen, Segeln, Wasserskifahren und zur Teilnahme an Boomba-Regatten (einheimische Einbäume). Fischen: La Gonâve ist bei Hochseefischern beliebt. Tennisplätze findet man in El Rancho, am Strand von Ibo, am Ibo-See, am Strand von Kaloa, in den Royal Haitian Hotels, im Habitation Le Clerc, im Club Mediterranée in Montraus und im Pétionville Club, der auch einen 9-Loch-Golfplatz hat. Publikumssport: Fußball ist der beliebteste Nationalsport, gefolgt von Basketball. Hotels und Restaurants berechnen 10%. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Zwanglose Kleidung wird akzeptiert, Badekleidung gehört an den Strand oder Swimmingpool. Nur in sehr eleganten Restaurants wird Abendgarderobe erwartet. Wegen der Gefahr von Raubüberfallen sollten Wertsachen nicht zur Schau gestellt werden, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit ist größte Vorsicht angebracht. Fotografieren Die ablehnende Haltung zahlreicher Haitianer dagegen sollte unbedingt respektiert werden.
Die Unterkunftsmöglichkeiten sind eher begrenzt. Es gibt kleine Gasthäuser, Pensionen sowie einige Luxushotels. Die meisten Unterkünfte befinden sich in Port-au-Prince und Pétionville, Strandhotels liegen jedoch überwiegend an der Straße nach St. Marc nördlich der Hauptstadt oder westlich in Richtung Petit-Gonâve. Darüber hinaus gibt es Urlaubsquartiere in Cap Haïtien, in Jacmel, in der Gegend des Gonâve-Golfs sowie um Les Cayes und Petit-Gonâve. In den Stadthotels kann die Hitze drückend sein, Swimmingpool und Klimaanlagen sind unentbehrlich. Vom 16. April bis zum 15. Dezember werden erhebliche Preisnachlässe angeboten. Grundsätzlich werden 10% Bedienungsgeld und 5% Regierungssteuer auf Hotelrechnungen aufgeschlagen. FLUGZEUG: Linienflugzeuge von Caribair (Internet:
http://www.gate.net/~caribair)
verkehren zwischen Port-au-Prince und Cap Haïtien, Hinche und Jérémie. Buchungen
sollten vor dem Abflug bestätigt werden, da Stornierungen oder Verspätungen vorkommen.
Privatcharter ist ebenfalls möglich.
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