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Reisende sollten unbedingt auf besondere Hygienemaßnahmen vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch sowie Fisch und Meeresfrüchten achten. Das Leitungswasser in Guyana ist als Trinkwasser nicht geeignet. Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Pflichtimpfungen für die Einreise nach Guyana sind nicht vorgeschrieben, außer bei Einreise aus sogenannten gelbfieberendemischen Gebieten; hier sollte eine Gelbfieberimpfung nachweisbar sein. Für Kurzreisen nach Guyana empfiehlt sich Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie. Für einen Langzeitaufenthalt ist Schutz gegen Hepatitis Bund Typhus empfohlen. Im Landesinneren besteht Malariagefahr. Es wird empfohlen, sich gegen Insektenstiche entsprechend zu schützen, z.B. durch Moskitonetze oder mückenabweisende Mittel. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die durch Mücken übertragene Dengue-Virus-Infektion tritt ebenfalls auf. In Guyana ist HIV/Aids weit verbreitet (Vorsicht bei Urlaubsbekanntschaften). Im Januar und Februar 2008 hat es in Guyana mehrere Mordanschläge gegeben, bei denen mehr als 20 Personen ums Leben gekommen sind darunter drei Polizisten sowie unbeteiligte Zivilisten. Die Vorfälle fanden unter anderem in den Orten Buxton (East Coast Demerara), Lusignan (East Coast Demerara), Bartica (Essequibo River) und in der Hauptstadt Georgetown statt. Die Hintergründe sind noch unklar und weitere Anschläge nicht ausgeschlossen. Es sollte daher geprüft werden, ob eine Reise nach Guyana derzeit zwingend erforderlich ist. Kriminalität Seit Ende 2007 ist im ganzen Land eine erhebliche Zunahme der ohnehin weit verbreiteten Gewaltkriminalität zu beobachten. Vor allem in Georgetown, entlang der Eastcoast of Demerara, in der Umgegend von Buxton, Friendship und Annandale, und auf der Strecke zwischen Timehri und Linden sollte man besondere Vorsicht walten lassen. Einzelreisende sollten besonders vorsichtig sein. Nach Möglichkeit sollten nur Hauptstraßen, nicht aber Nebenstraßen genutzt werden. Spaziergänge in Georgetown allein oder nach Einbruch der Dunkelheit sollten vermieden werden. Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen. Nehmen Sie keine Anhalter mit. Außerhalb des Hotels, insbesondere in größeren Menschenansammlungen wie Märkten, Busbahnhöfen, Bars, etc. sollten Wertsachen wie Schmuck gar nicht und Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt werden. Vergewissern Sie sich, dass Ihnen niemand folgt, nachdem Sie von einer Bank Bargeld abgehoben haben. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man grundsätzlich nicht mehr unterwegs sein. Während der Reise sollten Sie Ihr Gepäck nicht aus den Augen lassen. Es wird angeraten, wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) nur in Fotokopie mitzunehmen und die Originale im Hotelsafe zu hinterlegen. Geld / Kreditkarten Gängige Währungen können in Hotels und in den meisten Banken getauscht werden. Von Umtausch auf der Straße wird wegen der Betrugsgefahr abgeraten. Einige Banken wechseln nur USD. Traveller Cheques werden von den Banken akzeptiert. Zahlung per Kreditkarte (American Express, Mastercard, Visa) ist zumindest in der Hauptstadt Georgetown relativ weit verbreitet. Sitten & Bräuche Es gibt diverse Nachtklubs in Georgetown. Auf dem Stabroek-Markt in Georgetown werden einheimische Strohhüte, Körbe, Tongefäße und Schmuck angeboten. Andere Geschäfte verkaufen indianische Bogen und Pfeile, Hängematten, Tonwaren und Schüsseln. In den staatlichen Geschäften findet man ausgezeichneten Schmuck aus Gold, Silber, Edel- und Halbedelsteinen. Preise sind niedrig, die Qualität gut. Quittungen und Zertifikate sollten unbedingt bis zur Ausfuhr für den Zoll aufbewahrt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-11.30 Uhr. Kricket und Hockey sind sehr beliebt. Der Bourda ist einer der besten Kricketplätze in der Karibik. Reiten: Auf der Manari Ranch in der Rupununi-Savanne kann man Pferde ausreiten. Angeln: Man sollte rechtzeitig einen Angelschein beantragen. Die Flüsse bieten gute Fischgründe, die bekanntesten Fische sind die Piranhas (einheimisch Perau). Der beliebteste Fisch ist der Lucanni. Der Arapaima wiegt um die 100 kg. Die größten Süßwasserfischgründe sind in wenigen Flugstunden erreichbar. Einige Flüsse der Küstenregion haben ebenfalls gute Fischgründe. Diese sind bequem von Georgetown aus erreichbar, man sollte allerdings eine Übernachtung einplanen, da sie 4-5 Fahrstunden von der Hauptstadt entfernt sind. 10% in Hotels und Restaurants. Gastfreundschaft ist selbstverständlich, und Einladungen in Privathäuser sind häufig. Freizeitkleidung ist üblich, Männer sollten jedoch keine Shorts tragen. In manchen Restaurants und zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Drogenkonsum und -handel, auch in geringsten Mengen, werden von den Polizeibehörden strengstens verfolgt; man darf keinesfalls davon ausgehen, dass Ausländer von einer Verfolgung verschont werden. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden hohe Geld- und Gefängnisstrafen verhängt; eine Freilassung gegen Kaution ist in der Regel nicht möglich. Vorsicht ist deshalb auch geboten bei Entgegennahme von Paketen von Fremden und unbeaufsichtigtem Stehen lassen von Gepäck.
Georgetown gibt es 10 Hotels, einige davon bieten gehobenen internationalen Standard. Man zahlt keinen Zuschlag in der Hauptsaison. Da Stromausfälle häufig vorkommen, sollte man eine Taschenlampe mitnehmen. PENSIONEN: Es gibt eine Vielzahl von Unterkünften unterschiedlichen Standards im Landesinneren. Viele dieser Nature Resorts, Ranches, Camps und Lodges wie das Mapari Wilderness Camp liegen an einem der zahllosen Flüsse und sind ideale Ausgangspunkte für eine Erkundung der beeindruckenden Flora und Fauna des Regenwaldes. Die Resorts Rockview, Shanklands und Timberhead haben sich auf Ökotourismus im Regenwald spezialisiert. Das Shell Beach Camp liegt am Almond Beach, wo Wasserschildkröten zwischen April und August ihre Eier ablegen. Weitere Auskünfte erteilt Wilderness Explorers, 61 Hadfield and Cross Streets, Georgetown. Tel: (022) 6 20 85. (E-Mail: wilderness-explorers@solutions2000.net; Internet: http://www.wilderness-explorers.com).CAMPING: Zeltplätze sind nicht vorhanden, Camping ist jedoch erlaubt. FLUGZEUG: Das Flugzeug ist das einzige zuverlässige Verkehrsmittel im Inlandsverkehr. Guyana Airways Corporation (GY) verbindet Georgetown regelmäßig mit den anderen größeren Städten. Flüge zu den Kaieteur- und Orinduik-Fällen werden einmal wöchentlich von Guyana Airways Corporation (GY) angeboten, aber es gibt nur wenige Plätze, und der Flugplan läßt wenig Zeit für Besichtigungen. Am besten chartert man als Gruppe ein Flugzeug, z. B. von Trans Guyana Aviation (Georgetown, Tel: (022) 7 31 88). Guyana Overland Tours bietet einen 6-Tage-Trip für Gruppen über 10 Personen an, man muß aber mindestens einen Monat im voraus buchen. Es werden auch verschiedene Touren (Dauer 10-20 Tage) angeboten, wie z. B. »Explore Guyana«, »Kanuku Explorer« oder »Rainforest and Rupununi Experience«. Reisen ins Landesinnere werden in der Regel vom Regionalflughafen Ogle aus mit ein- oder zweimotorigen Flugzeugen durchgeführt. Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer zu entrichten. Es ist dringend zu
empfehlen, ca. 2 Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen einzuchecken, um
sicherzugehen, dass die eigene Reservierung nicht wegen einer evtl. Überbuchung
gestrichen wird. Es herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist nur teilweise ausgebaut, die meisten Straßen sind zweispurig, eng und zum Teil kurvenreich. Wegen der vielen Sandstraßen, Schlaglöcher, herumstreunenden Tieren sowie der unorthodoxen Fahrweise wird zu Vorsicht im Straßenverkehr angeraten. Relativ preisgünstige Taxis stehen in den Küstenstädten zur Verfügung. Allwetterstraßen sind überwiegend an der Ostküste zu finden, es gibt jedoch auch Straßen ins Landesinnere bis nach Linden und zur brasilianischen Grenze. Eine verhältnismäßig gute Küstenstraße verbindet Georgetown mit Rossignol, New Amsterdam und Crabwood Creek (Courantyne). Da Guyana viele Flüsse hat, ist man schon wenige Kilometer außerhalb von Georgetown auf Fähren angewiesen. Linksverkehr. Bus: Georgetowns Stabroek-Markt ist der Busbahnhof für Minibusse der Guyana Transport Company. Die Busse fahren unregelmäßig zwischen 05.00 und 21.00 Uhr, in Georgetown nachts auch durchgehend, und sind oft überfüllt. Linden, Timehri und Patentia, Rossignol und Parika werden von hier aus angefahren. Von Vreed en Hoop nach Parika setzt man mit der Fähre über den Río Demerara nach Georgetown über, von New Amsterdam nach Crabwood Creek überquert man den Río Berbice. Auf manchen Strecken verkehren auch die Tapir-Minibusse. Manche Bergwerksgesellschaften betreiben eigene Buslinien. Es gibt wöchentliche Verbindungen mit den Bussen des Transport and Harbours Department von Bartica aus durch den Dschungel nach Issano, Mahdia und Tumatumari. Taxis sind ausreichend vorhanden und ganz besonders nachts empfehlenswert. Innerhalb der Städte gilt Einheitstarif. Für Langstrecken und Nachtfahrten wird ein Zuschlag erhoben, der Fahrpreis sollte vorher vereinbart werden. Trinkgeld: 10% für Taxis. Mietwagen sind in Georgetown in beschränktem Umfang erhältlich (Hertz und örtliche Mietwagenfirmen). Unterlagen: Internationaler oder eigener Führerschein. Anmerkung: Langstreckenfahrten sind wegen der häufigen Benzinknappheit nicht zu empfehlen. Die Einfuhr von Waffen (auch Schreckschusspistolen, Taucher- und Bootssignalpistolen) ist nur mit besonderer Einfuhrgenehmigung erlaubt.
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