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Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Pflichtimpfungen für die Einreise nach Grenada sind nicht vorgeschrieben, außer bei Einreise aus sogenannten gelbfieberendemischen Gebieten; hier sollte eine Gelbfieberimpfung nachweisbar sein. Für Kurzreisen nach Grenada empfiehlt sich Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphterie. Für einen Langzeitaufenthalt ist Schutz gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen. Malariainfektionen kommen in Grenada nicht vor. Das durch Mücken übertragene Denguefieber tritt auf. Es wird empfohlen, sich gegen Insektenstiche entsprechend zu schützen, z.B. durch Moskitonetze oder mückenabweisende Mittel. Wie auf anderen Karibikinseln ist auch auf Grenada HIV/Aids weit verbreitet (Vorsicht bei Urlaubsbekanntschaften). Reisende sollten unbedingt auf besondere Hygienemaßnahmen vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch sowie Fisch und Meeresfrüchten achten. Leitungswasser kann getrunken werden. Ausserdem kann Trinkwasser flaschenweise in Lebensmittelgeschäften erworben werden. Geld/ Kreditkarten In Grenada können gängige Währungen in Hotels und in allen Banken getauscht werden. Von Umtausch auf der Straße wird wegen der Betrugsgefahr abgeraten. Reiseschecks werden von den Banken akzeptiert. Zahlung per Kreditkarte (American Express, Mastercard, Visa) ist relativ weit verbreitet. Naturkatastrophen Grenada liegt in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone der Karibik (Wirbelsturmsaison: ca. Juni bis November). Nachdem der Wirbelsturm 'Ivan' am 7. September 2004 in Grenada schwere Verwüstungen hinterlassen hatte, hat sich das Leben wieder normalisiert. Der Wiederaufbau der zerstörten Gebäude ist zum großen Teil abgeschlossen. Alle Hotels arbeiten inzwischen wieder. Gleiches gilt für Restaurants und Geschäfte. Die Natur hat sich längst noch nicht überall von den Schäden erholt; Verwüstungen sind weiterhin in vielen Bereichen der Inseln sichtbar, vor allem in Bereichen des Regenwaldes. Verhalten in der Öffentlichkeit Außerhalb der Hotels, insbesondere in größeren Menschenansammlungen wie Märkten, Busbahnhöfen, Bars, etc. sollten Wertsachen wie Schmuck gar nicht und Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt werden. Wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) sollten nur in Fotokopie mitgenommen und die Originale im Hotelsafe hinterlegt werden. Sitten & Bräuche Hotels bieten Diskotheken und Unterhaltungsprogramme mit Musik, Tanz und Kabarett. Besonders empfehlenswert sind Gewürze, Strohflechtereien, bedruckte Baumwoll- und andere Stoffe. Zahlreiche Duty-free-Shops verkaufen Waren aus der ganzen Welt. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-13.00 Uhr. Golf- und Tennisanlagen sind vorhanden, auch in den Hotels. Wassersport: Ausrüstungen für jeden Bedarf stehen zur Verfügung. Segeln: Ganzjährig werden Regatten veranstaltet, und Segelboote aller Art können gemietet werden. Näheres vom Verkehrsamt. Fischen: Alljährlich im Januar findet ein Wettbewerb statt. In allen Hotelrechnungen sind 8% Steuern enthalten. 10% des Rechnungsbetrags sind als Trinkgeld angemessen. Taxifahrer erwarten ein Trinkgeld. In der Kultur machen sich auch heute noch die Einflüsse der britischen und französischen Kolonialmächte sowie der katholischen Kirche bemerkbar. Der Big Drum-Tanz auf Carriacou und der Shango-Tanz in Grenada entstanden durch den Einfluß afrikanischer Sklaven. Legere Kleidung wird akzeptiert, Badekleidung gehört an den Strand. Rauchen ist überall erlaubt. Drogenkonsum und -handel, auch in geringsten Mengen, werden von den Polizeibehörden strengstens verfolgt; man darf keinesfalls davon ausgehen, dass Ausländer von einer Verfolgung verschont werden. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden hohe Geld- und Gefängnisstrafen verhängt; eine Freilassung gegen Kaution ist in der Regel nicht möglich. Vorsicht ist deshalb auch geboten bei Entgegennahme von Paketen von Fremden und unbeaufsichtigtem Stehenlassen von Gepäck.
FLUG: Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer von derzeit 20 USD oder 50 EC (bei Kindern die Hälfte) zu entrichten. Es wird dringend empfohlen, ca. 2 Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen einzuchecken, um sicherzugehen, dass die eigene Reservierung nicht wegen einer evtl. Überbuchung gestrichen wird. SCHIFF: In Grenada kann man Boote aller Art mieten. Das
Angebot reicht von Jachten mit Mannschaft bis zum kleinen Boot für Alleinsegler.
Inselrundfahrten sind beliebt. Es gibt einen regelmäßigen Fährverkehr nach Carriacou
(Fahrzeit 3-4 Std.). Motorräder und roller sollten trotz der tropischen Temperaturen nur mit entsprechender Schutzkleidung benutzt werden. Relativ preisgünstige Taxis stehen zur Verfügung. Preis unbedingt vorher verhandeln. Es gibt für viele Strecken von der Regierung festgelegte Festpreise, was aber nicht unbedingt verraten wird. Das Fahren eines Kfz ist nur mit einem lokalen Führerschein gestattet, der gegen Vorlage des deutschen Führerscheins bei der Einreise am Flughafen oder bei der Polizeistation in St. Georges erworben werden kann. Die Gebühr hierfür liegt bei 30 ECD (ca. 10,-). Das Straßennetz umfaßt 638 km. Die Straßen sind eng
und gewunden. Linksverkehr. Taxis sind die besten Verkehrsmittel. Preise sind gesetzlich
festgesetzt. Busse sind preiswert, aber langsam. Mietwagen: In St. George's oder St.
Andrew's kann man von der Limousine bis zum Mini-Moke alle erdenklichen Fahrzeuge mieten.
Mindestalter: über 30 Jahre. Kreditkarten werden nicht immer akzeptiert. Unterlagen:
Unter Vorlage des eigenen Führerscheins erhält man einen befristeten einheimischen
Führerschein (ca. 30 EC$). Internationaler Führerschein empfohlen, aber nicht
Vorschrift.
Die Einfuhr von Waffen (auch Schreckschusspistolen, Taucher- und Bootssignalpistolen) ist nur mit besonderer Einfuhrgenehmigung erlaubt.
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