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Die kleine Insel in der Karibik, nördlich von Trinidad und über Jahrzehnte nur den Importeuren von Muskatnüssen ein Begriff, leistete sich Ende der 70er Jahre einen Sündenfall, der sie mit einem Schlag weltbekannt machte: Unzufrieden mit ihrem vor allem im Spirituellen beheimateten Premier Sir Eric Gairy unterstützten die Insulaner 1979 dessen Sturz durch den Castro-Bewunderer Maurice Bishop. Als der auch noch Kuba (und die DDR) zur Hilfe holte, um in Point Salines einen Großflughafen zu bauen, war das zuviel für Ronald Reagan und die USA. Schließlich hätten auf der langen Landebahn nicht nur Touristen-Jumbos, sondern auch schwere Transportflugzeuge der kommunistischen Konkurrenz landen können. Ein Anlaß zum Eingreifen fand sich im Oktober 1983. Das Militär der Insel putschte gegen Bishop, verhaftete ihn und stellte ihn unter Hausarrest. Kaum durch seine Anhänger befreit, wurde Bishop ein zweites Mal erwischt und dann auch gleich hingerichtet. 6 Tage später startete die Operation "Urgent Fury" (Dringende Wut): eine internationale Friedenstruppe - US-Truppen, symbolisch garniert mit ein paar Soldaten aus Jamaika und Barbados - besetzten die Insel. Der Widerstand der grenadischen Mini-Armee und ihrer kubanischen Berater war schnell gebrochen, zumal die Bevölkerung das Eingreifen begrüßte. Knapp 2 Jahre später zogen sich die USA wieder von der Insel zurück, die sich inzwischen nach eigener Darstellung "enger an die USA und die konservativeren Regierungen der östlichen Karibik" anlehnt und dafür durch eine riesige US-Botschaft direkt am Flughafen und ständig wachsende Touristenschwärme belohnt wird. |
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