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Bei der Einreise ins Gastland sind Pflichtimpfungen nicht erforderlich, außer man reist aus sog. gelbfieberendemischen Gebieten nach El Salvador ein. Hier ist dann eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Entgegen offiziellen Bestimmungen allerdings kann es der Fall sein, dass bei der Einreise ein Cholera-Impfzertifikat verlangt wird. Dieses ist insbesondere dann der Fall, wenn die Ankunft aus einem Land mit Cholera erfolgt oder außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt eingereist wird. Für Kurzaufenthalte im Gastland empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie; bei einem längerfristigen Aufenthalt können Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, ggfs. auch gegen Tollwut empfohlen sein. Insbesondere in den nördlichen Provinzen El Salvadors sowie möglicherweise in den Mangroven in Küstennähe gibt es ein mittleres Malariarisiko. Die Hochlagen sowie die Städte sind malariafrei. In El Salvador sind Erkrankungen an Denguefieber häufig. Insbesondere während der Regenzeit (Juni Sept.) nimmt die Krankheit epidemische Ausmaße an. Die Übertragung der Krankheit, die bei schwerem Verlauf zum Tode führen kann, erfolgt durch Mückenstiche (Moskito "Aedes Aegypti"). Der Schutz vor Mückenstichen ist daher besonders wichtig, z.B. durch Benutzung von Moskitonetzen und/oder durch Verwendung mückenabweisender Mittel wie Autan, NoBite, DEET. Schlaf- und Aufenthaltsräume können durch Sprühmittel wie Baygon mückenfrei gehalten werden. Rechtzeitig vor der Ausreise ist eine ärztliche Beratung (Reisemediziner) dringend zu empfehlen. Bei Aufenthalt in ländlichen Gebieten ist evtl. auch eine Malariaprophylaxe ratsam. Fachkundige Beratung durch Tropenmediziner oder Reisemediziner vor Ausreise auch hierzu ist dringend angeraten. Reisende sollten bei ihrer Unterkunft und beim Essen und Trinken besonderen Wert auf Sauberkeit und strikter Einhaltung von Hygienemaßnahmen legen. Roher Salat und Obst sollten nur in Restaurants mit gutem hygienischen Standard verzehrt werden. Als Trinkwasser sollte nur absolut sauberes Wasser (Agua pura) verwendet werden; Leitungswasser sollte abgekocht sein. Kriminalität El Salvador weist in Lateinamerika und weltweit eine der höchsten Kriminalitätsraten auf. Im Jahresschnitt kommen pro Tag 10 Menschen durch Tötungsdelikte ums Leben. Die Gefahr von Gewaltverbrechen - insbesondere in der Nähe der touristisch interessanten Vulkane und am Strand - ist überaus hoch, die Hemmschwelle beim Gebrauch von Schuss- oder Stichwaffen niedrig. Im Falle eines Überfalles ist es dringend geboten, auf Widerstand zu verzichten. Bewaffnete Raubüberfälle, Diebstahl von Autos oder Gegenständen, die sich darin befinden, aber auch Morde und Vergewaltigungen sind sehr häufig zu verzeichnen. Die Zahl der Entführungen ist zwar zurückgegangen, Entführungen gibt es aber nach wie vor. Stark angestiegen sind Erpressungsdelikte gegenüber dem Kleingewerbe und auch dem öffentlichen Nahverkehr. Die Fahrt in zugelassenen Taxis ist daher der Benutzung von Bussen in jedem Fall vorzuziehen. Die Busse wie auch die Taxis sind oft in einem bedenklichen technischen Zustand. Für Direktverbindungen in die Hauptstädte der umliegenden Länder bestehen jedoch einige gute Buslinien (Information in Reisebüros), die teils auch eigenes Sicherheitspersonal mit sich führen. Reisen über Land Als besonders gefährlich müssen insbesondere die großen StädteSan Salvador, Santa Ana und San Miguel, als auch die Departamentos La Paz, La Libertad und Sonsonate angesehen werden. Auch in der Nähe der großen Hotels der Hauptstadt (Zona Rosa) kommt es regelmäßig zu Überfällen. Es wird empfohlen, auch bei kurzen Wegstrecken ein Auto (zugelassene Taxis haben ein A als ersten Buchstaben auf dem Nummernschild) zu benutzen. Einzelreisende sollten besonders vorsichtig sein. Nach Möglichkeit sollte nur auf Hauptstraßen gereist und Nebenstraßen vermieden werden. Auf Wandertouren oder ähnliche Ausflüge ohne kundige Begleitung abseits der Hauptverkehrsstraßen sollte verzichtet werden. Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen. Nehmen Sie keine Anhalter mit und halten Sie auch nicht bei einem scheinbaren Unfall, sondern verständigen Sie die nächste Polizeidienststelle (schon mancher Unfall wurde fingiert, um den zu Hilfe Eilenden auszurauben). Naturkatastrophen Im Dezember 2006 erschütterten eine ganze Reihe von Beben die Region Ahuachapan / Atiquizaya und zerstörten viele Häuser. Anfang Januar 2007 bebte selbst in San Salvador mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala die Erde. Mit mehr oder minder starken Beben ist grundsätzlich immer zu rechnen. El Salvador liegt in der hurrikangefährdeten Zone (Hurrikansaison: ca. Juni bis November). In El Salvador besteht seit dem Ende des Bürgerkrieges Anfang 1992 wieder die Möglichkeit, das ganze Land zu bereisen. Aufgrund des langjährigen bewaffneten Konfliktes ist die touristische Infrastruktur jedoch noch schwach ausgeprägt. Erst seit kurzem versucht die salvadorianische Regierung das Land für Touristen wieder attraktiver zu gestalten. Die seit 1. Juni 2004 amtierende Regierung Saca hat erstmalig ein Tourismus-Ministerium geschaffen. Gute Hotels preiswerter und teurer Klasse sind ausreichend in der Hauptstadt San Salvador vorhanden. Von hier aus können Tagesausflüge ins Umland unternommen werden. Das salvadorianische Tourismusbüro Corsatur organisiert Gruppenausflüge zu Sehenswürdigkeiten. Geld / Kreditkarten In El Salvador kann man in vielen Geschäften und Restaurants mit internationalen Kreditkarten bezahlen (Visa und Mastercard sind am weitesten verbreitet, weniger Amex und Diners Club). Seit 1.1.2001 ist der US-Dollar neben dem salvadorianischen Colón offizielle Landeswährung. Allerdings werden oft nur kleinere Scheine akzeptiert (in der Regel nur bis zum Wert von 20,- USD). Reiseschecks (Amex) können in Banken gewechselt werden. Der Colón zirkuliert nicht mehr, manchmal werden jedoch noch Preise in Colón angegeben. Der feste Wechselkurs beträgt 1,-- USD = 8,75 Colón. Das Abheben von kleineren Beträgen (bis 400 USD, je nach Vereinbarung mit der Heimatbank) mit der EC-Karte und PIN gegen eine Gebühr von etwa 3,50 Euro ist möglich. Eine sehr schnelle und sichere Geldversorgung ist im Notfall durch Western-Union-Money-Transfer über die Reise-Bank AG möglich. Nähere Informationen sind in der deutschen Botschaft erhältlich. Mietwagen Bei den Büros internationaler Autofirmen in San Salvador können Autos angemietet werden. Bei der Anmietung eines Fahrzeuges ist auf ausreichenden Versicherungsschutz (Haftpflicht) zu achten. Der internationale Führerschein sollte mitgeführt werden. Im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht wegen des oft schlechten Zustandes der Fahrbahnen (gestohlene Kanaldeckel) und der allgemein gefährlichen Fahrweise geboten. Reisende sollten sich auf die Hauptstraßen beschränken und Reisen ins Landesinnere auf Nebenstraßen unbedingt vermeiden. Grundsätzlich sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit unterlassen werden. Sonstige Hinweise Besondere Vorsicht ist beim Baden im Meer wegen der gefährlichen Meeresströmungen angebracht. Da diese Unterwasserströmungen bis dicht an den Strand heranreichen, sollte man nicht hinausschwimmen. Lebensrettungsschwimmer oder Rettungsboote gibt es normalerweise nicht. Wie vor allen Küstengewässern Amerikas besteht ferner die Möglichkeit, dass sich Haifische in die Nähe der Küste verirren. Besondere Vorsicht sollten Sie beim Führen eines Kraftfahrzeugs walten lassen. Bei einem Unfall mit Personenschaden droht eine sofortige Inhaftierung (bis zu 72 Stunden) sowie Beschlagnahmung von Papieren und Fahrzeug. Vor Drogenkonsum wird nachdrücklich gewarnt. Selbst bei Mitführung weniger Gramm für den Eigenbedarf drohen hohe Strafen. Haftstrafen müssen - unter schwer erträglichen Bedingungen - in El Salvador verbüßt werden. Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird in El Salvador unnachsichtig verfolgt und mit hohen Strafen belegt. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass solche Taten, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden können. Verstöße gegen Ausfuhrbestimmungen im Hinblick auf Antiquitäten, geschützte Tiere und Pflanzen können strafrechtlich verfolgt werden. Auch Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen, z.B. Überschreitung der maximalen Aufenthaltsdauer sind mit Geldbußen belegt, haben aber auch schon zu Haftstrafen geführt.
Gute Hotels preiswerter und teurer Klasse sind in der Hauptstadt San Salvador ausreichend vorhanden, Vorausbuchung empfohlen. Von hier aus können Tagesausflüge ins Umland unternommen werden. Der Lago Coatepeque ist ein beliebtes Urlaubsgebiet mit guten Hotels, Restaurants und Gasthäusern. Kategorien: Deluxe, 1. Klasse und kleinere Hotels/Pensionen. Weitere Informationen erteilt die El Salvador Hotel Association, 12 Calle Pte. 2330, Apt., Col. Flor Blanca, San Salvador. Tel: 223 19 84. Telefax: 224 11 52. (E-Mail: info@asalhotel.com; Internet: http://www.elsalhoteles.com) FLUGZEUG: Inlandflüge verkehren von San Salvador nach
San Miguel, La Unión und Usulután.
Bitte bedenken Sie, dass Flüge von und nach El Salvador meistens über die USA führen. Dort herrschen besondere Zollvorschriften, insbesondere was die Einfuhr von Lebensmitteln betrifft. Diese Vorschriften können erfahrungsgemäß auch bei reinem Transit angewendet werden. Informieren Sie sich ggf. vorher z.B. bei der zuständigen US-amerikanischen Vertretung. Mittlerweile herrschen für gewisse Lebensmittelprodukte auch Einfuhrbeschränkungen für Europa. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Zolldienststelle. Immer noch tragen Millionen von Touristen jedes Jahr zum Raubbau an vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten bei. Auch die Ausfuhr von Antiquitäten, archäologischen Fundstücken u.ä. ist in vielen Ländern unter Androhung hoher Strafen verboten. Verlassen Sie sich nicht auf gegenteilige Auskünfte von Händlern! Verzichten Sie auf Produkte wie: Schildkröteneier und andere Produkte aus dem toten Körper von Schildkröten, andere lebende oder ausgestopfte Tiere, Kroko- und Schlangenhaut, Korallen und Muscheln, Schmetterlinge, Kakteen und Orchideen. In einigen wenigen Iguana-Farmen werden diese Reptilien zum Verzehr gezüchtet. I.d.R. tragen diese Farmen zum Schutz der Tiere bei, da sie den Bestand kontrollieren können und so auch vor dem Aussterben bewahren können. Übrigens: Der Zoll beschlagnahmt alle Souvenirs aus Tier- und Pflanzenprodukten ohne amtliche Begleitpapiere. Es drohen empfindliche Geldbußen und Haftstrafen. |
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