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El Salvador leidet unter vielen Problemen: Kriege, Überbevölkerung, soziale Spannungen, Erdbeben. Seit Jahrhunderten sind Land und Bewohner nicht zur Ruhe gekommen. Die meisten Konflikte resultieren schlicht daraus, daß wenigen Familien fast alles gehört und der breiten Masse kaum etwas. In den letzten 7 Jahrzehnten gab es im er wieder Versuche, daran etwas zu ändern - bislang ohne Erfolg. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten die Spanier das Land unterworfen. 300 Jahre später gingen sie wieder. El Salvador gehörte daraufhin kurz zu Mexiko, anschließend zur Zentralamerikanischen Föderation und wurde 1839 unabhängig. Bald darauf begannen die innenpolitischen Konflikte. Denn gegen Mitte des vergangenen Jahrhunderts kam das Luxusgetränk Kaffee weltweit in Mode. Die grünen Bohnen dominierten bald Landwirtschaft und Export. Eine kleine Zahl von Kaffeepflanzern brachte immer mehr Land und Macht an sich - ihr Vermögen wuchs beständig. Die Schere zwischen Arm und Reich wurde immer größer. Das führte 1932 zu einem Landarbeiteraufstand, der blutig niedergeschlagen wurde (30.000 Tote). Es folgten ständige Unruhen, Streiks und Regierungswechsel - ein langes Vorspiel für den Krieg mit Honduras und den Bürgerkrieg im eigenen Land. Der "Fußballkrieg" mit dem Nachbarland entzündete sich 1969 nach einem Länderspiel. Eigentlicher Anlaß war die "Besetzung" des hondurianischen Grenzgebiets durch illegal eingewanderte Salvadorianer, die sich dort eine bessere Zukunft erhofften. 10 Jahre später begann der Bürgerkrieg, ausgelöst durch einen Militärputsch. Nach umstrittenen Wahlen wurde der Christdemokrat Jose Napoleop Duarte im Dezember 1980 Präsident. Er versuchte, durch Reformen die sozialen Konflikte zu entschärfen, scheiterte aber an der Macht der Großgrundbesitzer. Fast die gesamte Opposition setzte auf den bewaffneten Kampf, um die Verhältnisse endlich zu ändern. Erst 1992 konnten sich Regierung und Guerilla-Kämpfer auf einen Friedensvertrag einigen. Bis dahin waren 75.000 Menschen ums Leben gekommen. Der Frieden in El Salvador steht auf tönernen Füßen, denn die eigentlich zugesagte Agrarreform ist bis heute nicht zustande gekommen. Staatspräsident Calderon hat sich da nicht sonderlich engagiert. Hintergrundberichte:
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