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Die allgemeine ärztliche Versorgung in San José ist gut; in den ländlichen Regionen gibt es jedoch gelegentlich Engpässe, insbesondere bei der notärztlichen Versorgung. Zur Einreise nach Costa Rica sind Pflichtimpfungen nicht vorgeschrieben. Bei einem geplanten Kurzaufenthalt in Costa Rica sollten Impfungen gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie vorliegen. Bei einem Langzeitaufenthalt werden Impfungen gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen. Im Jahr 2005 hat die Anzahl von Dengue-Fällen - einer grippeähnlichen Erkrankung mit hohem Fieber, die durch die aedes aegypti-Mücke (auch Tigermücke genannt) übertragen wird mit einem Anstieg der Erkrankungen um mehr als 200 % drastisch zugenommen. Besonders betroffen waren die zentrale Pazifikküste (v.a. um Puntarenas) und die nördliche Karibikküste, in geringerem Maße auch alle anderen Gebiete Costa Ricas. Das costaricanische Gesundheitsministerium hat eine groß angelegte Aufklärungskampagne gestartet, um die Bevölkerung über mögliche Schutzmaßnahmen aufzuklären. Die Überträgermücke sticht vorwiegend tagsüber und in den frühen Abendstunden. Man kann sich mit heller, langer Kleidung und Antimückenspray (z.B. Autan, NoBite) sowie nachts durch Moskitonetze gegen ihre Stiche schützen. Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten. Nach einem infektiösen Stich beträgt die Inkubationszeit 2-7 Tage. In ländlichen Regionen Costa Ricas kommen Malariainfektionen vor. Kriminalität Obwohl die Sicherheitslage im Vergleich zu anderen zentralamerikanischen Staaten relativ gut ist, werden auch Touristen, insbesondere in den Touristenzentren, auf den Touristenrouten und in San José (dort z.B. in der Umgebung der Busbahnhöfe, in der Gegend von Limón, aber auch auf den Zufahrtsstraßen zum Flughafen), vermehrt Opfer von Diebstählen und teilweise auch bewaffneten Überfällen. Wertsachen sollten daher nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenfalls auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen und Fahrzeuge nur auf gut eingezäunten und bewachten Parkplätzen abstellen. Busreisende sollten berücksichtigen, dass von Transportunternehmen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck in der Regel nicht zu erhalten ist; Gepäck daher nach Möglichkeit im Personenteil des Busses transportieren und nicht aus den Augen lassen. Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit. Diebe schrecken auch bei Tageslicht und bei nur geringer Entfernung vom Fahrer nicht davor zurück, in Sekundenschnelle Autos insbesondere Mietwagen aufzubrechen und Gepäckstücke zu entwenden. Eine bekannte Diebstahlsmethode ist es beispielsweise, Mietwagentouristen, die wegen eines arrangierten platten Reifens anhalten müssen, Hilfe beim Reifenwechsel anzubieten und in einem unbeobachteten Moment Gepäck zu entwenden. Zudem häufen sich Fälle, in denen Autofahrer unter vorgehaltener Waffe zur Herausgabe des Fahrzeugs gezwungen werden. Auch kommt es immer wieder vor, dass Diebe zu jeder Tageszeit an Ampeln oder in dichtem Verkehr Autoscheiben einschlagen, um das auf dem Beifahrer- oder Rücksitz befindliche Gepäck zu entwenden. Aufgrund der häufigen Passdiebstähle ist es ratsam, den Reisepass im Hotelsafe sicher zu verwahren und sich gegenüber den costaricanischen Behörden mit einer beglaubigten Passkopie auszuweisen, die neben der Passseite mit den personenbezogenen Angaben auch die Seite mit dem costaricanischen Einreisestempel beinhalten muss. Es wird dringend davor gewarnt, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich die Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen. Seit Anfang 2007 gibt es in Costa Rica eine Touristenpolizei, die v.a. in den großen Touristenzentren wie Jacó, Tamarindo oder San José Zentrum im Einsatz ist. Sie ist jederzeit über die kostenlose Rufnummer 911 (auch englischsprachig) erreichbar und steht in Not geratenen Touristen zur Verfügung. Auch das hiesige Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen bei Fragen oder Problemen über die kostenlose Rufnummer 800-868-7476 oder 800-887-4766 Unterstützung an. Naturkatastrophen Costa Rica liegt in der hurrikangefährdeten Zone. Während der Hurrikansaison (ca. Juni bis November) kommt es immer wieder zu starken Überschwemmungen. Es ist daher ratsam, sich in den internationalen wie auch lokalen Medien über die Wetterlage zu informieren. Es besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Die Nationale Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias) informiert auf ihrer Website unter http://www.cne.go.cr über evtl. Katastrophengebiete. Aktuelle Informationen über die Straßenverhältnisse finden Sie unter http://www.transito.go.cr./estadorutas/indez.html oder können diese telefonisch unter 800-87267486 (von Costa Rica aus) erfragen. Grundkenntnisse im Spanischen sind in Costa Rica empfehlenswert bzw. für Individualreisende notwendig. Touristische Dienstleistungen werden in der Regel aber auch in englischer Sprache angeboten. Vereinzelt gibt es Veranstalter mit deutschsprachigen Reiseleitern. Geld / Kreditkarten Euro kann man in Costa Rica kaum in Landeswährung umtauschen, ggfs. auch nur unter deutlichem Kursverlust. Es empfiehlt sich daher die Mitnahme von US-Dollar in bar oder in Reiseschecks bzw. die Verwendung von Kreditkarten. In einigen Gegenden werden nur Kreditkarten von VISA akzeptiert. Gelegentlich kommt es zu Störungen bei der Liquiditätsabfrage von Kreditkarten. Man sollte aus diesem Grund ausreichend Geldmittel in Form von US-Dollar-Reiseschecks und Bargeld mitführen. Um im Verlustfall schnell handeln zu können, sollte man sich die Nummern der Reiseschecks bzw. der Kreditkarten sowie die jeweiligen Telefonnummern der Ausgabeorganisationen separat notieren. An denjenigen Geldautomaten in San José, die an das Cirrus- und Maestro-Netzwerk angeschlossen sind, kann man auch Beträge in US-Dollar oder der Landeswährung Colones mit EC-Karte und Geheimnummer abheben. Überweisungen von Bank zu Bank dauern üblicherweise mehrere Wochen (swift bisher nur über die Banco Nacional). Eine sehr schnelle und sichere Geldversorgung ist im Notfall aber durch Western-Union-Money Transfer über die Reise-BANK AG oder die Post in Deutschland möglich [Service-Nr. in Deutschland: 0180-522 58 22; Fax Info Service: (0190) 58 52 52]. Geldtransfer mit Moneygramm über American Express ist ebenfalls möglich. Mietwagen Mietfahrzeuge befinden sich zum Teil in einem bedenklichen technischen Zustand. Bei der Übernahme sollten die Funktionsfähigkeit und der äußere Zustand des Fahrzeugs gründlich geprüft und in einem Protokoll festgehalten werden. Die meisten Mietwagenfirmen bieten die Möglichkeit an, einen Transfer vom Flughafen zum Hotel zu buchen. Der Mietwagen wird dann am nächsten Morgen zum Hotel gebracht, so dass dem Kunden nach langem Flug die Hotelsuche im undurchsichtigen Straßengewirr von San José erspart bleibt. Sonstige Hinweise Besondere Vorsicht ist beim Baden im Meer geboten. Starke Strömungen und plötzlicher, starker Wellengang können leicht auch gute Schwimmer in Gefahr bringen und führen jährlich zum Tod von Touristen. Einheimische sollten befragt und ihre Hinweise unbedingt beachtet werden. Es ist zu bedenken, dass die Sicherheitsvorkehrungen (z. B. keine Gefahrenhinweise, kaum Rettungsschwimmer, keine Rettungsboote) sehr häufig nicht den europäischen Sicherheitsvorstellungen entsprechen. Abenteuer-Tourismus (Wildwasser-Rafting, Canopy usw.) erfreut sich in Costa Rica immer größerer Beliebtheit. Da es hierbei immer wieder zu Unfällen kommt, ist es ratsam, Abenteuer-Touren nur bei etablierten Tourismusunternehmen zu buchen. Die costaricanischen Behörden regulieren und überwachen die Sicherheitsbestimmungen der Abenteuer-Tourismusunternehmen, so dass registrierte Unternehmen mit entsprechender Genehmigung die vorgegebenen Sicherheitsstandards erfüllen müssen und über eine entsprechende Versicherung verfügen. Sitten & Bräuche In San José gibt es Nachtklubs, Theater und Kinos. Folklore-Abende werden ebenfalls veranstaltet. Typisch sind Schaukelstühle aus Holz und Leder, die sich für den Transport auseinandernehmen lassen. Auf den Märkten findet man viele schöne Mitbringsel, die Preise sind jedoch etwas höher als in anderen lateinamerikanischen Ländern. Beliebte Andenken sind Holzgegenstände, Keramik, Schmuck, Lederartikel und verschiedene kunstgewerbliche Artikel. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-18.00/19.00 Uhr. Der Pazifik und die Karibik bieten ausgezeichnete Bademöglichkeiten. Zahlreiche Hotels haben Swimmingpools, die auch Nichtgästen zugänglich sind. Überall können Pferde zum Reiten gemietet werden. Die Barra-de-Colorado-Region gilt weltweit als Anglerparadies. Puntarenas und die Mündung des Rio Chirripó haben ausgezeichnete Fischgründe. In San José und Puerto Limón kann man Golf spielen. Während fast aller Fiestas werden Stierkämpfe ausgetragen. Der Stier wird nicht getötet, und es werden auch keine Pferde benutzt. Zuschauer dürfen daran teilnehmen und sich vom Stier herumjagen lassen. Fußball ist Nationalsport und eine nationale Leidenschaft. Von Mai bis Oktober werden sonntags Spiele ausgetragen. In San José finden sie im Saprissa-Stadion statt. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Laut Gesetz müssen auf Hotelrechnungen 10% Bedienungssteuer und 3% Touristensteuer aufgeschlagen werden. Restaurants berechnen 10% Bedienung. Hotelpersonal, Gepäckträger und Kellner erwarten ein Trinkgeld. In Costa Rica wird bei der Begrüßung normalerweise ein Küßchen auf die rechte Wange gegeben. Wenn man jemand überhaupt nicht kennt (und merkt er ist Ausländer) wird die Hand gegeben und in die Augen geschaut. Männer dürfen Frauen die Hand geben oder sie mit Küßchen begrüßen. Die Tischsitten sind wie in Europa. Das Besteck wird so gehalten wie in Deutschland aber nach dem Schneiden wird das Messer oben auf dem Tellerrand gelegt und mit der rechten Hand die Gabel genommen. die linke Hand bleibt immer auf dem Tisch (Kombination Europa-USA). Bei Einladungen können Blumen ein Geschenk oder für Männer Alkohol mitgenommen werden. Es kann überall Alkohol getrunken werden. Normalerweise spricht man bei einer Einladung eine Gegeneinladung aus. Aus Respekt sollte man Kirchen in angemessener Bekleidung betreten (kein Minirock oder zu kurze Shorts keine T-Shirts mit Spagettiträgern) und sich ruhig verhalten. Fotografieren ist überall möglich, aber aus Respekt sollte man vorher fragen, wenn man jemanden fotografieren will. "Oben-ohne"-Baden wird schwer geduldet. Man wird nicht verhaftet, aber es stört die Öffentlichkeit sehr. Liebesbeweise in der Öffentlichkeit sind erlaubt. Frauen können ohne männliche Begleitung Cafés besuchen, aber eine Frau alleine abends in der Disco wird schon als "Freiwild" betrachtet. Man kann nach eigenem Gefühl rumlaufen. Doch wenn man nicht belästigt werden möchte, gerade als Frau, sollte man sich am Strand nicht zu freizügig geben. Drogenbesitz und -handel sind auch in Costa Rica strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden verfolgt. Bei Festnahme ist mit einer Verurteilung zu einer drastischen Haftstrafe zu rechnen. Ein besonderes Augenmerk richten die costaricanischen Strafverfolgungsbehörden auch auf Fälle von Kindesmissbrauch. Auch hier drohen langjährige Haftstrafen. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass solche Taten, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden.
Die Anzahl der Unterkünfte nimmt ständig zu. In San José gibt es Hotels aller Preisklassen, mehrere gute Hotels befinden sich in der Nähe des Flughafens. Bei den Hotelpreisen wird eine Verkaufssteuer von 10% sowie 3% Touristensteuer berechnet. Fast alle Hotelbesitzer sprechen englisch. Die großen internationalen Hotels bieten Swimmingpools und andere Sportanlagen; Hotelrestaurants sind gut und preiswert. Die Hotels außerhalb der Hauptstadt sind preiswerter, der Standard teilweise niedriger. Ein großes Angebot an Hotels, Lodges und Cabins existiert auch in den Bergen und Wäldern (Mountain und Jungle Lodges). Außerdem gibt es Ferienvillen. Informationen von der Cámara Costarricense de Hoteles, Sabena Oeste, PO Box 8422, 1000 San José. Tel: 290 47 57. Telefax: 290 54 34. (E-Mail: info@costaricanhotels.com; Internet: http://www.costaricanhotels.co) Kategorien: Hotels werden mit A, B, C und D
gekennzeichnet. Die Kategorie richtet sich nach den Einrichtungen und Preisen, so sind
jeweils 20% der Hotels mit A und B, 30% mit C und D klassifiziert. FLUGZEUG: Die nationale Fluggesellschaft SANSA (RZ)
(Internet: http://www.traveltechtours.com)
verbindet San José mit den Provinzstädten und Dörfern. Ein Zubringerbus verkehrt
zwischen dem Büro der Fluggesellschaft in San José und dem Flughafen. Mehrere kleine
Fluggesellschaften bieten ebenfalls Inlandflüge an. Buchungen können nur in Costa Rica
vorgenommen werden. Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von 35.583 km,
davon sind ca. 6500 km asphaltiert, einschließlich der 653 km der Panamerikana. Gut
ausgebaute Straßen verbinden San José mit allen größeren Städten. Fernbus: Fast alle
Ortschaften sind an das Busnetz angeschlossen. Busse sind oft überfüllt,
Sitzplatzreservierung wird empfohlen. Zahlreiche Rundreisen werden angeboten. Die
Reiseführer sprechen meist auch englisch, i. allg. wird man vom Hotel abgeholt.
Auskünfte vom Fremdenverkehrsamt in Costa Rica. Taxi: In San José gibt es zahlreiche
recht preiswerte rote Taxis. Die orangefarbenen Taxis fahren nur zum Flughafen. Den
Fahrpreis sollte man unbedingt vorher vereinbaren. Mietwagen: Bei Hertz, Rentacar S.A.
und einheimischen Firmen in San José. Geschwindigkeitsbegrenzungen: 80 km/h auf
Hauptstraßen, 60 km/h auf Nebenstraßen. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Unterlagen:
Internationaler Führerschein.
Es ist verboten, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst und Gemüse (Ausnahme: Konserven) im Reisegepäck nach Costa Rica einzuführen. Da sich die Zollbestimmungen häufig ändern und nur costaricanische Behörden verbindliche Auskünfte über costaricanische Vorschriften erteilen können, wird empfohlen, aktuelle Auskünfte bei der Botschaft von Costa Rica, Dessauer Straße 28/29, 10963 Berlin, Homepage: http://www.botschaft-costarica.de, einzuholen. |
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