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Aufgrund der massiven Einwanderung von Italienern, Spaniern, Briten, Deutschen und Franzosen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die argentinische Bevölkerung im wesentlichen europäischer Abstammung. In geringeren Zahlen siedelten auch Russen, Polen, Syrer sowie Einwanderer aus anderen Ländern Südamerikas an. Ab 1949 ging die Einwanderung deutlich zurück und die Bevölkerung vergrößerte sich durch das aktive Wachstum. Die Bevölkerungsdichte ist gering und ihre Gebietsverteilung ungleichmäßig. Die am stärksten besiedelten Gebiete sind die fruchtbaren Ebenen mit ihrem milden Klima wie die Region des Rio de La Plata und seiner wichtigsten Nebenflüsse in den Provinzen Buenos Aires, Entre Rios, Santa Fe, Cordoba und San Luis. Diese Provinzen befinden sich an der Ostküste des Landes, wo die größten Städte liegen. Eine weitere hohe Bevölkerungskonzentration befindet sich in der Binnenprovinz von Tucuman, wo der Anbau von Zuckerrohr einen wichtigen arbeitskräfteintensiven Erwerbszweig darstellt. Die geringste Bevölkerungsdichte wird in den menschenfeindlichsten Gegenden wie den Hanglagen des Chaco und den kühlen Regionen Patagoniens, Feuerlands, der Anden und ihrer Umgebung festgestellt. Die Abwanderung in die Städte verursachte einen starken Rückgang der Landbevölkerung zugunsten der urbanen Bevölkerung, die 90,1% der Gesamtbevölkerung stellt. Nur eine Minderheit der Argentinier sind Nachkommen von insgesamt 30 Indianerstämmen, die vor dem Eintreffen der Spanier auf dem Landesterritorium lebten. Dies liegt einerseits daran, dass Argentinien vor der Kolonialzeit nur im Nordwesten dicht bevölkert war, zum anderen auch daran, dass die verbleibenden Indianer von den Spaniern und später von den Argentiniern weitgehend ausgerottet wurden. Vom staatlichen Indianerinstitut INADI wird die Zahl der Indianer auf etwa 1 Million, von Seiten der Indianerorganisationen wie der AIRA (Asociación de Indígenas de la República Argentina) jedoch auf mehr als 1,5 Millionen geschätzt. In einem Sonderzensus des INDEC, der im Jahr 2004 durchgeführt wurde, wurde ermittelt, dass etwa 2,8 % aller argentinischen Haushalte indigene Haushaltsmitglieder haben. Dieser Anteil variiert allerdings von Provinz zu Provinz stark. So ist in der Provinz Jujuy der Anteil mit 10,5 % am größten. Am niedrigsten ist der Anteil in der Provinz Corrientes mit 1,0 %, in der Hauptstadt Buenos Aires beträgt er 2,3 %. |
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