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Die stationäre sowie ambulante ärztliche Versorgung ist im Großraum Buenos Aires als gut zu bezeichnen. In der Provinz jedoch, auch in größeren Städten, ist die Gesundheitsfürsorge nicht mit europäischen Maßstäben zu vergleichen. Dies gilt insbesondere seit Verschärfung der Wirtschaftskrise (Haushaltskürzungen und erhebliche Reduzierung notwendiger Importprodukte, gerade auch im medizinischen Bereich). Bei Reisen in die Provinz sollten Medikamente in Form einer "Reiseapotheke" in ausreichender Menge aus Deutschland mitgeführt werden. Die Kosten für ärztliche Behandlungen und stationären Aufenthalt sind in der Regel niedriger als in Deutschland. Pflichtimpfungen sind für die Einreise nach Argentinien nicht vorgeschrieben, die Reise allerdings sollte Anlass sein, einen gültigen Impfschutz gegen Tetanus, Polio, Diphtherie und Hepatitis A zu überprüfen, Auffrischungsimpfungen sind alle 10 Jahre empfohlen. Bei besonderen Reiserisiken können Impfungen gegen Hepatitis B (z.B. Langaufenthalt) sowie gegen Typhus (z.B. Aufenthalt unter schlechten hygienischen Bedingungen) empfohlen sein. Im äußersten Norden des Landes ist mit einem geringen Malaria-Risiko zu rechnen. Sollte diese Region bereist werden, sollte bei Fieber auch an diese insgesamt in Argentinien seltene Erkrankung gedacht werden. Zur Vermeidung häufiger auftretender Magen- und Darmerkrankungen sollte vom Genuss von Leitungswasser, Eiswürfeln und nicht industriell hergestelltem Speiseeis grundsätzlich abgesehen werden. Kriminalität Es wird eine erhöhte Kriminalität beobachtet. Daher wird zu Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden, Bargeld sollte nur in geringen Mengen mitgeführt werden. Bei Überfallen sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Täter in der Regel bewaffnet sind und vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken. An belebten Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit Trickdiebstählen zu rechnen. Beliebt ist die Methode, jemanden mit Senf o.ä. zu beschmutzen, hilfsbereit und schuldbewusst mit der Reinigung zu beginnen und dabei alle greifbaren Gegenstände zu entwenden oder zu entreißen. In Hotels der einfacheren Preisklasse kommen häufig Diebstähle vor. Ausweisdokumente, etc. sollten von Bargeld getrennt und sicher (Hotelsafe) verwahrt werden. Aufmerksamkeit ist bei Bargeldabhebungen oder tausch sowie an den touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires in La Boca und in San Telmo sowie an der Bahnstation Retiro geboten. Taxis sollten nicht auf der Straße angehalten, sondern nach Möglichkeit ein Funk-Taxi (sog. Radio-Taxi) telefonisch bestellt werden, da in diesem Fall die Fahrt registriert wird. In letzter Zeit sind häufiger Diebstähle und sexuelle Übergriffe durch Taxifahrer bekannt geworden. Bergsteigen Es kommt immer wieder zu Todes- und Vermisstenfällen beim Bergsteigen. Die speziellen örtlichen Gegebenheiten sollten unbedingt beachtet werden. Geld / Kreditkarten Mit ec-Bankkarten, sowie deutschen Kreditkarten und der PIN kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. Ggfs. mehrere Automaten ausprobieren. Dollar lassen sich im ganzen Land problemlos tauschen; Wechselstuben oder Banken, die EURO in Pesos tauschen, sind außerhalb von Buenos Aires weniger häufig. Travellerschecks können ebenfalls in Banken und Wechselstuben eingelöst werden. Die Bezahlung mit Kreditkarte ist nicht immer möglich. Bargeld darf bis zu einer Summe von 10.000 USD eingeführt werden. Sonstige Hinweise Bei Diebstahl muss für Erstattungsansprüche gegenüber deutschen Versicherungen eine Anzeige (Denuncia) bei der Polizei erstattet werden. Bei der Botschaft gibt es schriftliche Übersetzungshilfen. Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Der Verlust sollte unverzüglich der Botschaft oder dem nächstgelegenen Honorarkonsul angezeigt und die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragt werden. Bei einer Festnahme oder Inhaftierung ist unverzüglich auf ein Telefonat mit der Botschaft oder dem zuständigen Honorarkonsul zu bestehen. Buenos Aires Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires (eigentlich »gute Lüfte«) ist nicht nur Handels- und Kulturzentrum des Landes, sondern auch ein elegantes Einkaufsparadies. Besonders sehenswert sind das Nationale Kunstmuseum, das Historische Museum und das prachtvolle Opernhaus Teatro Colón. Die Stadt wurde im 20. Jahrhundert grundlegend modernisiert, daher gibt es nur noch wenige bedeutende historische Gebäude. Die riesige Kathedrale ist eine der wenigen Ausnahmen, sie wurde im 18. Jh. errichtet. San Martín, der Befreier Argentiniens, liegt hier begraben. Die Altstadt mit ihren Gassen und der Plaza de Mayo ist jedoch erhalten geblieben. Der Plaza de Mayo kam zu traurigem Weltruhm durch die Mütter, die hier noch immer jeden Donnerstag stumm Wache halten, um an ihre während der Militärherrschaft verschwundenen Kinder zu erinnern. Hinter der Plaza de Mayo liegen das Casa Rosada, der rosafarbene Palast des Präsidenten, und das im 18. Jh. erbaute ehemalige Rathaus. Nördlich der Plaza de Mayo erreicht man das Einkaufs- und Theaterviertel. In La Boca, einem der ältesten Viertel der Stadt, leben überwiegend Nachkommen italienischer Einwanderer. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten zählt das Museo de Bellas Artes de la Boca (Kunstmuseum). In San Telmo, dem Künstlerviertel von Buenos Aires, sind viele Kolonialgebäude erhalten geblieben. Cafés und eine freundliche Atmosphäre gehören hier ebenso zum Straßenbild wie der Antiquitätenmarkt am Wochenende. Überall in der Stadt gibt es wunderschöne Parkanlagen, die zu ausgedehnten Spaziergängen einladen; der Botanische Garten und der Zoo sind sehr sehenswert. Der Norden Córdoba ist die zweitgrößte Stadt Argentiniens und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Mit dem Bau der Kathedrale wurde 1697 begonnen, fertiggestellt wurde sie allerdings erst Mitte des 18. Jahrhunderts. Sehenswert ist ferner das im 16. Jh. errichtete Karmeliterinnen-Kloster mit der Kapelle der Heiligen Theresa, in dem auch das Museo de Arte Religiosa (Museum der Religiösen Kunst) untergebracht ist. Salta ist eine der reizvollsten Städte des Landes. Vom Berg San Bernardo (1458 m), mit der Seilbahn oder zu Fuß zu erklimmen, hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Die Kathedrale mit ihrem goldenen Altar ist äußerst sehenswert. Das Kloster von San Bernardo besitzt ein berühmtes Holzportal (1762). Besonders schön ist auch die Iglesia San Francisco, deren rot-gelb-grauer Turm, angeblich der höchste in Südamerika, Wahrzeichen der Stadt ist. Tucuman, »der Garten Argentiniens«, liegt in einer herrlichen Landschaft. Die Plazas der Stadt schmücken Palmen und Orangenbäume. In der Stadtmitte steht eine wunderschöne Kolonialkirche mit einer blauweiß gekachelten Kuppel. Von hier aus lohnen sich Ausflüge z. B. nach Cafayate. Im Nordosten Argentiniens, an der Grenze zu Brasilien im Parque Nacional Iguazú, befinden sich die spektakulären Iguazú-Wasserfälle, die man am besten zwischen August und November besichtigt, wenn Hitze und Luftfeuchtigkeit weniger drückend sind. Die Küste Das beliebte Seebad Mar del Plata an der Atlantikküste hat herrliche, kilometerlange Strände. Erwähnenswert sind auch Villa Gezell, Pinamaz, Miramar und Necochea (hier steht das angeblich größte Spielkasino der Welt). In dieser neuen Tourismus-Region entstehen viele moderne Urlaubsorte. Das Handelszentrum Bahía Blanca ist die größte Stadt im Süden. Auf der Valdés-Halbinsel befindet sich eines der besten Tierreservate Südamerikas. Die Anden Feuerland Sitten & Bräuche Buenos Aires hat ein sehr lebhaftes Nachtleben. In den zahlreichen Theatern und Konzertsälen gastieren internationale Künstler von Rang. Abendunterhaltung bieten auch die zahlreichen kleineren Boites (Klubs). Faszinierend ist der Tango, ein dynamischer argentinischer Tanz, der von Buenos Aires aus seinen Siegeszug um die ganze Welt antrat. Spielkasinos gibt es überall in Argentinien. Typisch für Argentinien sind Lederartikel aller Art (Handschuhe, Mäntel, Jacken, Geldbörsen usw.), handbestickte Blusen, Wollartikel (insbesondere Lamawolle), verzierte Mate-Gefäße, Silberschmuck, Halbedelsteine (Onyx, Lapislazuli, Tigerauge, Achat) und Gitarren. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-19.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Fußball, Tennis, Golf, Polo, Pferde- und Motorrennen sind die beliebtesten Sportarten. Fußball ist eine nationale Leidenschaft der Argentinier - die Nationalmannschaft gewann 1978 und 1986 die Fußballweltmeisterschaft. Auch Reiter kommen auf ihre Kosten. Es gibt viele Reitställe, die Pferde vermieten oder sogar Ausflüge für mehrere Tage oder Wochen anbieten. Es gibt mehrere Golf- und Tennisplätze, u. a. im Palermo-Park. Bademöglichkeiten bieten die kleinen Urlaubsorte an der Atlantikküste. Der Río San Antonio im Tigre-Delta ist ideal zum Wasserskifahren. Segeln ist u. a. auf dem Río de la Plata möglich; Angeln an der Atlantikküste, in zahlreichen künstlichen Seen und im Río Paraná. Die Seen sind fischreich, es gibt große Forellen- und Lachsbestände. Skisport: An den östlichen Andenhängen locken zahlreiche Wintersportorte und ausgezeichnete Pisten, Saison ist von Mai bis September. Bariloche, der älteste Wintersportort, bietet sehr gute Einrichtungen. Die besten Pisten sind in San Antonio, San Bernado, La Canaleta, Puente del Inca und Las Cuevas an der chilenischen Grenze. Die Urlaubsorte Chapelco, Vallecitos und Esquel bieten ebenfalls Wintersportmöglichkeiten. Trinkgeld ist üblich. In den Hotels und Restaurants werden 24% Bedienung und Steuern auf die Rechnung gesetzt. Zusätzlich 10-15% Trinkgeld sind angebracht. Man spricht sich mit Señor oder Señora bzw. mit dem Vornamen an - Doña Maria heißt die Nachbarin, Don Julio der Bäcker. Nach einer privaten Einladung gilt es als höflich, der Gastgeberin am nächsten Tag einen Blumenstrauß zu schicken. Legere Kleidung ist fast überall angebracht, nur zu offiziellen Veranstaltungen und in exklusiven Restaurants wird elegantere Garderobe erwartet. Öffentliche Verkehrsmittel, Kinos und Theater sind Nichtraucherzonen. An Bushaltestellen, vor Kinos usw. wird angestanden - Vordrängeln ist höchst unbeliebt. Drogen Drogenhandel und Drogenkonsum sind in Argentinien strafbar und werden verfolgt. Auch der Besitz von Kleinstmengen ist nicht straffrei und kann zu hohen Gefängnisstrafen führen. Die Haftbedingungen in Argentinien sind nicht mit denen deutscher Gefängnisse vergleichbar. Sexualstraftaten Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird in Argentinien mit Freiheitsstrafen bestraft. Artenschutz Es ist verboten, ohne Genehmigung gewisse freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite www.bfn.de oder direkt beim Bundesamt für Naturschutz/ Abt. Z 3, Konstantinstr. 110, 53179 Bonn, Tel. 0049-228-8491443, Fax 0049-228-8491470.
Der Standard reicht von der Luxusklasse in Buenos Aires bis zu einfachsten Unterkünften in ländlichen Gegenden. Preiswerte Hotels sind in Buenos Aires in der Nähe der Avenida de Mayo zu finden. Der Service ist im allgemeinen sehr gut. Alle Hotelrechnungen enthalten 3% Touristensteuer, 24% für Bedienung und 15% Zimmersteuer. Fast alle Hotels haben Klimaanlagen, und viele besitzen ausgezeichnete Restaurants. Kategorien: Die Dirección de Turismo setzt Zimmerpreise für alle 1-, 2- und 3-Sterne-Hotels, Pensionen und Gasthäuser fest; 4- und 5-Sterne-Hotels bestimmen ihre Preise selbst. Die Kategorien richten sich nach Standard, Service und Bettenzahl. Informationen von der Asociación de Hoteles de Turismo de la Republica Argentina, Tucuman 1610, Buenos Aires 1050. Tel: (011) 43 72 72 75. Telefax: (011) 43 71 51 08. FERIENHÄUSER UND -WOHNUNGEN: kiönnen tage- oder wochenweise mit oder ohne Reinigungspersonal gemietet werden. Die Vermittlung fast aller Apartments erfolgt zentral über Buenos Aires.JUGENDHERBERGEN: Sind in den meisten Städten und Orten vorhanden. Sie sind auch für Nicht-Mitglieder der internationalen Jugendherbergsorganisation zugänglich. Nähere Angaben von Red Argentina de Alojamiento para Jóvenes (RAAJ), Florida 835, 3rd Floor, OF 319, Buenos Aires 1005. Tel: (011) 5 11 87 12/23. Telefax: (011) 3 12 00 89. (E-Mail: raaj@hostels.org.ar) CAMPING: Motels, Camping- und Wohnwagenplätze gibt es fast überall. Auch in Städten sind Camper willkommen. Campmobile können gemietet werden. FLUGZEUG: Aerolíneas Argentinas (AR), Austral (AU), Dinar, LADE, LAER, LAPA (MJ) und Southern Winds bieten Regionalflüge entlang der argentinischen Küste an. Im Landesinneren operieren Kaikén und TAN. Die Flüge sind häufig ausgebucht, mit Verspätungen muß gerechnet werden. Alle Flüge sollten im voraus gebucht werden, In- und Auslandsflüge müssen 3 Tage vor Abflug rückbestätigt werden. Der Visit-Argentina-Flugpaß gilt 30 Tage und ist bei Aerolíneas Argentinas oder Austral erhältlich. Er ist nur in Verbindung mit einem Langstreckenticket gültig. Erhältlich sind 4, 6 oder 8 Coupons, die dann bei Bedarf innerhalb Argentiniens eingelöst werden (je ein Coupon pro Flug). Die Coupons sind wesentlich billiger als Einzelflugkarten, die man im Land kauft. Seit einiger Zeit wird in den argentinischen Medien von wiederholten
Schwierigkeiten in der zivilen Luftraumüberwachung berichtet. Tatsächlich ist nach einem
Blitzschlag ein Flughafenradar ausgefallen und bisher nicht ersetzt worden.
Flugverspätungen sind an der Tagesordnung, was insbesondere in Bezug auf
(transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte. Besondere Vorsicht ist im Straßenverkehr geboten, das gilt vor allem auch für
Fußgänger! Die Unfallzahlen sind in Argentinien deutlich höher als in Mitteleuropa.
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