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Gesundheit

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Ebola hämorrhagisches Fieber (EHF): Der Ausbruch im Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DRC, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, der im August 2007 begann und im November/Dezember seinen Höhepunkt erreichte, ist abgeklungen. Insgesamt sind 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25%).

Zwar wurde am 22.01 einer neuer Verdachtsfall im Arua - Distrikt an der Grenze zur DRC gemeldet, Untersuchungsbefunde aus den Referenzlaboratorien stehen noch aus. Der letzte eindeutig nachgewiesene Krankheitsfall stammt von Ende Dezember. Alle Kontaktpersonen wurden aus der Überwachung entlassen und die Quarantänestation geschlossen, nachdem die erste Frist von 21 Tagen als maximal mögliche Inkubationszeit am 13. Januar abgelaufen war. Doch erst nach einer weiteren Inkubationsperiode von 21 Tagen zu Beginn des Februars beabsichtigt die WHO die Beendigung des Ebola-Ausbruchs offiziell zu erklären.

Zum ersten Mal in der Geschichte des EHF liegt ein Infektionsgebiet in einer touristisch erschlossenen Region. Besucher des Rwenzori-Gebirges und der Wildreservate einschließlich des Queen Elizabeth und Kibaale Nationalparks sind nicht gefährdet, sofern sie die für den organisierten Tourismus vorgesehenen Orte einschließlich der dazugehörigen Verkehrsmittel und Unterkünfte nicht verlassen.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes rät allen Reisenden, die weitere Entwicklung anhand aktueller Meldungen in den Medien oder über die Reiseveranstalter zu beachten und zumindest private, nicht-organisierte Reisen in das Infektionsgebiet vorerst noch zu unterlassen.

Der Kontakte mit kranken Menschen und ihren Körperflüssigkeiten vor Ort sowie die Berührung von medizinischen Abfällen ist unbedingt zu vermeiden. Auch sollte man den engen Kontakt zu Wildtieren einschließlich Primaten („Streichelzoo“) sowie Buschfleisch („bush meat“) unterlassen.

Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann können Tollwut, Typhus und Meningokokken-Meningitis Impfungen sehr sinnvoll sein. Ein Beratungsgespräch mit einem Tropenarzt oder einem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung wird empfohlen. In Uganda kommt auch eine große Zahl anderer Tropenerkrankungen (z.B. Bilharziose) vor.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. In der Praxis wird sie von allen (!) Einreisenden, die älter als 1 Jahr sind, verlangt.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.


Literatur

Reisehinweise

Terrorismus

Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.

Kriminalität

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat.

Im Zentrum Kampalas kann es zu Demonstrationen kommen, die für den Ausländer nicht vorhersehbar sind, da sie in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt werden. Dabei wird Tränengas eingesetzt, und es kann zu Todesfällen kommen. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von der Innenstadt im allgemeinen und von den Demonstrationen im besonderen fern zu halten .

Reisen über Land

Vor Reisen nach Norduganda (Distrikte Gulu, Kitgum, Pader, Lira, Apac) sollte bis auf weiteres die Botschaft in Kampala um Rat gefragt werden. Seit Beginn der Friedensverhandlungen zwischen der ugandischen Regierung mit der "Lord’s Resistance Army" hat sich die Sicherheitslage verbessert. Übergriffe auf Reisende können aber weiter nicht definitiv ausgeschlossen werden.

Die Sicherheitslage in der Region West Nile (Distrikte Nebbi, Arua, Moyo, Yumbe) ist derzeit stabil. Reisen mit dem Kraftfahrzeug sind möglich.

Von Reisen in die Karamoja Region im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird zurzeit abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).

Von Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo von einschließlich dem südlichen Teil des Albert-See bis zur Grenze zu Ruanda wird aufgrund von bewaffneten Kämpfen auf der kongolesischen Seite abgeraten. Das betrifft insbesondere den Distrikt Bundibugyo und die dort gelegene Semliki Wildlife Reserve sowie den Semliki National Park. Übergriffe von kongolesischen Kämpfern nach Uganda können nicht ausgeschlossen werden. Reisen in die Nationalparks Murchison Falls, Queen Elisabeth und Rwenzori sind aber möglich. Vor Anreise zum Nationalpark Bwindi wird angeraten, sich über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Reisen in die übrigen Landesteile Ugandas erfordern weiterhin ein gewisses Maß an Vorsicht.

Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können zusätzlich bei der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug) und beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.

Straßenverkehr / Fahrten zum Flughafen Entebbe

Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.

Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.

Geld / Kreditkarten

Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert.

An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, können mit der deutschen EC-Karte (Maestro) bis zu 800.000 Uganda Schilling (ca. 350 €) gezogen werden.


Reiseziele

Kampala: In der Hauptstadt befinden sich das interessante Uganda Museum sowie Moscheen und Paläste des alten Königreichs Buganda. Zahlreiche Geschäfte, Straßenmärkte und lebhafter Verkehr zeichnen die Innenstadt aus. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die Kabaka Tombs auf dem Kasubi Hill, die Gräber der Könige der Buganda. Die Kibuli-Moschee, die katholische Rubaga-Kathedrale, die anglikanische Namirebe-Kathedrale und der riesige Sikh-Tempel sind ebenfalls besuchenswert.
 
Der internationale Flughafen in Entebbe in der Nähe von Kampala ist für viele Ausgangspunkt einer Ugandareise. Die Stadt hat einen Botanischen Garten und einen Badestrand am See (Bilharziosegefahr).
 
Von Kasese bieten sich Ausflüge in die Ruwenzori Mountains und zu den Edward- und George-Kraterseen an.
 
Fort Portal ist ideal für Fahrten zu den Thermalquellen von Bundibugyo und zum Tororo-Tierschutzgebiet.
 
Ein Abenteuer ist die Gorillabeobachtung im Gebiet des Mount Muhavura und des Mount Mgahinga. Kisoro ist Ausgangspunkt der Bergtouren in das Habitat des größten Menschenaffens der Welt. In der Nähe gibt es sieben Seen mit guten Fischgründen.
 
Mbale liegt in einer fruchtbaren Ebene. Dieser Ort in der Nähe des Mount Elgon ist bei Bergwanderern und Bergsteigern gleichermaßen beliebt.
 
Nationalparks: Die größten sind Kabalega, Ruwenzori und Kidepo. Kabalega und Ruwenzori bieten gute Unterkunftsmöglichkeiten; der Ruwenzori-Nationalpark (auch Queen-Elizabeth-Nationalpark genannt) gilt als einer der großartigsten afrikanischen Parks überhaupt. Im East National Park in der Nähe von Kampala gibt es Lodges, Banda (Hütten) und Campingplätze.


Strafrecht

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.

Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.

Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
240 50 -
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Unterkunft

In den größeren Städten gibt es mehrere einfache Hotels mit zweckmäßiger Ausstattung. Die Bettenkapazität soll erhöht werden. Einige der großen Nationalparks bieten ebenfalls Unterkünfte (s. Urlaubsorte und Ausflüge). Weitere Auskünfte erteilt Hotels and Catering Association of Uganda, c/o Hotel Diplomat, PO Box 3953, Kampala. Tel: (041) 26 76 25/90.


Verkehr

FLUGZEUG: Uganda Airlines (QU) fliegt von Entebbe aus alle größeren Städte einschließlich Arua und Kasese an. Auch Charterflüge sind möglich.
 
BUS/PKW: Linksverkehr. Der Zustand der Straßen ist unterschiedlich. Die Hauptstadt Kampala ist Verkehrsknotenpunkt; im Norden nur wenige Straßen. Polizeikontrollen können vorkommen. Busse fahren in fast alle Regionen, sind jedoch nicht gerade für ihre Pünktlichkeit bekannt und oft überfüllt. Unterlagen: Nationaler oder internationaler Führerschein.


Zoll

Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.

Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.

Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.

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Synonyme
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