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Uganda, etwa so groß wie die alte Bundesrepublik, ist bis heute für viele mit dem Namen Idi Amin verbunden. Die Schreckensherrschaft des Diktators (1971 - 1979) ist noch immer nicht vergessen. Aus der einstigen "Perle Afrikas", wie Winston Churchill das Land nannte, wurde unter Idi Amins Regime ein zerrütteter ausgebluteter Staat. Ende des vergangenen Jahrhunderts erklärten die Briten das Königreich Bugunda zum Protektorat und dehnten ihre Herrschaft auf andere afrikanische Reiche im Norden und Osten aus. 1962 erhielt Uganda die Unabhängigkeit und schaute optimistisch in die Zukunft - es gab Krankenhäuser, Schulen sowie eine breite gebildete Schicht. Der erste Premierminister (später Präsident) Milton Obote versuchte, den künstlichen Vielvölkerstaat durch eine einheitsstaatliche Verfassung zu befrieden. Nach dem Vorbild von Julius Nyerere in Tansania verfolgte er einen sozialistischen Kurs mit umfangreichen Verstaatlichungen. Diese Linie und Obotes zunehmend autoritärer Regierungsstil waren ausschlaggebend dafür, daß der unblutige Putsch von General Idi Amin Dada, der Obote ins tansianische Exil zwang, auch im Ausland zunächst begrüßt wurde. Doch das änderte sich schnell. Idi Amin setzte die Verfassung außer Kraft und untersagte jegliche politische Betätigung. Wirklicher, aber auch vermeintlicher Widerstand wurde grausam gebrochen: Hunderttausende fielen seiner Willkürherrschaft zum Opfer. 1972 verwies Idi Amin die 50.000 Asiaten, die praktisch die gesamte Geschäftswelt beherrscht hatten, des Landes. Die Folgen für die Wirtschaft waren verheerend. Schließlich lieferten sich Idi Amins Truppen Auseinandersetzungen mit den Nachbarn - mit Kenia im Osten und mit Tansania im Süden. Das wurde Idi Amin zum Verhängnis. als er 1978 versuchte, tansaniasches Gebiet zu annektieren, schlugen Nyereres Streitkräfte zurück. Unterstützt von exil-ugandischen Guerillaeinheiten unter Führung von Yoweri Museveni vertrieben sie Idi Amin 1979 ins Exil. Nach einem umstrittenen Wahlsieg übernahm Obote erneut die Macht, wurde aber 1986, wiederum von Museveni, gestürzt, der seit den Wahlen von 1996 demokratisch legitimiert ist. Er gilt als einer der hoffnungsvollsten Politiker Afrikas.

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Friedensgespräche mit Ugandas Regierung haben die Rebellen der nord-ugandischen "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) die Verhandlungen beendet. Der Vize-Kommandeur der LRA, Vincent Otti, sagte der ugandischen Tageszeitung Monitor am 24.02.2007, der Ende Februar auslaufende Waffenstillstand mit der ugandischen Armee werde nicht verlängert.


Hintergrundberichte:

08.06.2008 Konys Armee zieht erneut in den Krieg - In Nord-Uganda scheitert Hoffnung auf Frieden

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