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Das Herrscherhaus in Swasiland hat eine lange Tradition. Bereits 1815 wurde das Königreich Swasiland unter Sobhuza I. gegründet und behauptete sich durch alle Fährnisse und Wechselfälle der Geschichte bis heute, Auch unter britischer Kuratel von 1903 bis 1968 blieb das Land relativ unabhängig und die Könige blieben an der Macht. Schon 1910 kam es zu einer Zollunion mit Südafrika, die 1969 erneuert wurde. Unabhängig wurde das Land 1968. Seit 28 Jahren herrscht Ausnahmezustand, der König Mswati III. Macht und Wohlleben garantiert. Im Juni 2001 hob er per Dekret die Verfassung auf und machte sich zum Herrscher von Gottes Gnaden: wer ihn beleidigt oder nachahmt, muß mit Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen. Die Gerichte wurden entmachtet, Bücher und Zeitungen können verboten werden. "Swasiland ist eine Diktatur", sagt Jan Sithole, Generalsekretär der Gewerkschaft SFTU (83.000 Mitglieder). Die Demokratische Allianz, angeführt von der SFTU, fordert Demokratisierung und neue Arbeitsgesetze. Aktuelle Entwicklung: In Swasiland haben am 25. Januar 2005 zweitägige Protestaktionen für demokratische Reformen begonnen. In der Hauptstadt Mbabane versammelten sich der südafrikanischen Agentur Sapa zufolge am Vormittag mehr als 1 000 Menschen, um für die Zulassung von Parteien und die Einschränkung der Macht von König Mswati III. zu demonstrieren. |
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