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Bildung: Allgemeine Schulpflicht von 7-16 Jahren. Einschulungsquote im Primarbereich (1997) 100%. Universitäten u.a. in Kapstadt, Durban, Sovenga, Johannesburg und Pretoria. Seit Ende der Apartheid hat sich die Zahl der nichtweißen Studenten stark erhöht.

Die Regierung Südafrikas versteht die Reorganisation des staatlichen als kulturpolitische Schlüsselaufgabe. Das durch die Apartheid-Politik nach Rassen getrennte und entsprechend auch qualitativ differenzierte Erziehungssystem galt stets als augenfälliges Symbol für Rassismus und Unterdrückung. Im April 1994 wurden die staatlichen Schulen für alle Kinder geöffnet, ein einziges, einheitliches und nichtrassenorientiertes Erziehungssystem und die allgemeine Schulpflicht eingeführt. 1997 wurde mit dem Higher Education Act die Transformation des Universitäts- und Fachhochschulwesens eingeleitet.

Kultur: Durch die strikte Rassentrennung in Südafrika hat sich auch die Kultur in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Die Zensur im Apartheidregime und die Aburteilung von Regimekritikern verursachte nach 1950 eine regelrechte Fluchtwelle von Künstlern und Intellektuelle, die das kulturelle Leben stark beeinträchtigte.

Die Rückbesinnung auf die eigene afrikanische kulturelle Identität gewinnt unter dem Stichwort „African Renaissance" immer mehr an Einfluss. Dies geht von der Überzeugung aus, dass der politisch angestrebte Transformationsprozess der Gesellschaft auch im kulturellen Bereich ansetzen muß. Im Vordergrund stehen dabei die Bewahrung des eigenen kulturellen Erbes. Kulturprojekte, die die afrikanische Identität betonen, wird daher besondere Aufmerksamkeit zuteil. Die staatlichen Kulturinstitutionen werden reformiert und umstrukturiert. Ziele sind dabei die Beseitigung von Strukturen aus der Ära der Apartheid und die Stärkung der Regionen bei der Kulturförderung.

Weltkulturerbe: Robben Island; Fossilienfundstätten von Sterkfontein, Swartkrans, Kromdraai und Umgebung; Greater St. Lucia Wetland Park (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 3,5
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 5,4
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 0,8
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 55
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 230
Kinderunterernährung (in %) 11,5
Armutsrate (in %) (2002) 10,7
HIV-Infektionsrate (in %) 18,8
Lebenserwartung Männer 47
Lebenserwartung Frauen 49

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