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Politisches System 245 Parlamentarier, die von den somalischen Clanchefs ernannt wurden (August 2000); keine Zentralregierung Eine Besonderheit in der Politik und Geschichte Somalias liegt in der
gesellschaftlichen Bedeutung so genannter Clans. Die Kenntnis der Clanstrukturen und ihrer
Bedeutung für die somalische Gesellschaft ist daher ein wichtiger Schlüssel zum
Verständnis für die politischen und historischen Entwicklungen in Somalia. Den zahlenmäßig größten Clan bilden die Darod, das Hauptsiedlungsgebiet der Darod liegt im Nordosten und im Süden Somalias. Hinter den Darod folgen zahlenmäßig die Hawiye, die hauptsächlich in Zentralsomalia und Mogadishu anzutreffen sind. Als drittgrößter Clan bewohnen die Isaaq den Nordwesten des Landes. Die Dir leben im Nordwesten Somalias an der Grenze zu Djibouti und im Süden des Landes. Die Rahanweyn und die Digil leben als Ackerbauern vor allem im fruchtbaren Südwesten Somalias, Zentrum dieser Clans ist die Stadt Baidoa. Parteien Parteien im herkömmlichen Sinne existieren in Somalia nicht. An ihrer Stelle agieren bewaffnete Verbände/Bewegungen (auch Milizen), die sich an Clan-Strukturen bzw. einzelnen Führungspersonen ausrichten. Auch die Union der islamischen Gerichtshöfe (Union of Islamic Courts, UIC), die 2006 fast ganz Somalia über mehrere Monate beherrschte, ist keine Partei, sondern eine islamistische Sammlungsbewegung. Die im September 2007 in Asmara (Eritrea) gegründete Alliance for the Re-Liberation of Somalia ist ein Sammelbecken aus UIC und anderen Kräften, die den Übergangsinstitutionen und dem in Somalia stationierten äthiopischen Militär feindlich gegenüberstehen. Mitgliedschaft in Internationalen Organisationen Vereinte Nationen, Afrikanische Union, Arabische Liga, Intergovernmental Authority on Development IGAD (ostafrikanischer Zusammenschluss).
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