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Gesundheit

Die andauernden Kampfhandlungen haben das medizinische Versorgungssystem in Mitleidenschaft gezogen. Internationale Organisationen bemühen sich im Moment um den Aufbau eines Versorgungsnetzes. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.

Aus Somalia wurden der WHO in diesem Jahr vom 1. Januar – 21. März 11 Polio-Fälle gemeldet. Weltweit wurden von der WHO im Jahr 2005 insgesamt 1.926 Fälle von Kinderlähmung (Poliomyelitis) aus 16 Ländern Afrikas und Asiens bestätigt (Afghanistan 7, Angola 10, Äthiopien 22, Eritrea 1, Indien 65, Indonesien 302, Jemen 478, Kamerun 1, Mali 3, Nepal 4, Niger 10, Nigeria 783, Pakistan 27, Somalia 184, Sudan 27, Tschad 2). In Somalia wurden im Jahr 2005 insgesamt 184 Fälle registriert. Die letzten Poliofälle wurden aus Somalia im Jahr 2000 gemeldet (46 Poliofälle). Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.

Landesweit besteht ein Cholera-Infektionsrisiko, das insbesondere die einheimische Bevölkerung betrifft. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.


Literatur

Reisehinweise

ausrufezeichen2.jpg (945 Byte) Vor Reisen nach Somalia wird eindringlich gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen.

Reisende gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.

Die Deutsche Botschaft in Somalia ist geschlossen, die Gewährung von konsularischem Schutz ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia (Tel. 00254-20-4262100, Fax: 00254-20-4262129).

In Somalia, insbesondere in Zentral-und Südsomalia, hat sich die Sicherheitslage seit dem Einmarsch äthiopischer Truppen zur Unterstützung der somalischen Übergangsregierung und der Vertreibung der islamischen Gerichtshöfe Ende 2006 verschärft. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Entführungen, aber auch zu Mordanschlägen auf einen westlichen Journalisten und eine Nonne in Mogadishu. Die Zahl der Selbstmordattentate in Zentral- und Südsomalia, v.a. in Mogadischu, nahm in den letzten Monaten zu. Es ist nach wie vor stets damit zu rechnen, daß es zu Anschlägen (ferngesteuerte Sprengsätze, Granatbeschuss u.ä.) und bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen kommt, die auch Unbeteiligte in größerer Zahl in Mitleidenschaft ziehen (können).

Auch im Grenzgebiet zu Puntland (im Nordosten) sowie zwischen “Somaliland” (im Nordwesten) und Puntland muss mit Unsicherheit bis hin zu kriegsähnlichen bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. Zudem ist es in Puntland jüngst zu mehreren Entführungen westlicher Staatsangehöriger gekommen.

Reisen nach Somaliland sind grundsätzlich als etwas weniger riskant, aber immer noch überdurchschnittlich gefährlich zu beurteilen. Dies wurde durch die Entführung eines deutschen Staatsangehörigen in der zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Sanaag-Region erneut unterstrichen.

Die Sicherheitslage in ganz Somalia (dies gilt auch für Somaliland!) ist zudem durch eine sehr hohe Kriminalität gekennzeichnet.

Wegen der Gefahr von Piraten, die in jüngster Zeit auch weit von der somalischen Küste entfernt aufgetreten sind, wird empfohlen, die somalische Küste möglichst zu meiden. Das IMB Piracy Reporting Centre (PRC) in Kuala Lumpur empfielt, mindestens 200 Seemeilen Abstand zur Küste zu wahren. Es sollte insbesondere ein Kurs zwischen der Insel Sokotra und der somalischen Küste vermieden werden.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
220 50 Berbera 230V; Merca 110/220V
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Wörterbuch
Synonyme
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