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Kommunikation: Die staatliche Zimbabwe Broadcasting Corporation sendet auf Englisch sowie in Schona und 5 weiteren Bantusprachen. Auf 1000 Einwohner kommen 362 Radios, 56 Fernseher, 25 Telefone, 54 Handys, 92 PCs und 77 Internetzugänge. Es erscheinen 2 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 166 000 Exemplaren. Einen Hintergrundbericht zur Pressefreiheit in Afrika finden Sie hier.
* Für die Rangliste hat Reporter ohne Grenzen einen Katalog von 52 Fragen zur Situation der Medienfreiheit im jeweiligen Land erstellt. Daraus wurde ein Index ermittelt. So haben die erstplazierten Länder einen Index von 0,50 (große Pressefreiheit), das Schlusslicht Nordkorea kommt auf einen Index von 109,00 (keine Pressefreiheit). Die einzige unabhängige Zeitung Simbabwes ist am 20.09.2003 endgültig verboten worden. Die staatliche Medienkommission verweigerte der «Daily News» die erforderliche Lizenz, nachdem sich die Zeitung am Montag dem Druck des Mediengesetzes gebeugt und einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. «Mit einer Unterschrift hat ein demokratisch nicht legitimiertes Gremium eine Entscheidung getroffen, die die Menschen in Simbabwe ihres fundamentalen Rechts auf Meinungsfreiheit beraubt», erklärte der Geschäftsführer der Verlagsgruppe der «Daily News», Sam Sipepa Nkomo. Dass die Kommission den Antrag bereits nach fünf Tagen abgelehnt habe, zeige, dass die Zeitung von vornherein keine Lizenz erhalten sollte. Nkomo kündigte an, gerichtlich gegen das im vergangenen Jahr von Präsident Robert Mugabe erlassene Mediengesetz vorzugehen. Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die «Daily News» verstosse wegen der fehlenden Registrierung gegen das Pressegesetz, stürmten Polizisten vor rund einer Woche das Redaktionsgebäude. Erst am Donnerstag hatte ein Richter die weitere Publikation der Zeitung unter Vorbehalt erlaubt. Nach Einführung des Mediengesetzes weigerte sich die «Daily News» einen Lizenzantrag zu stellen, da das Gesetz eine freie Berichterstattung unmöglich mache. Seit ihrer Gründung 1999 galt die Zeitung als Sprachrohr für Kritiker von Mugabes Regierung. Vor zwei Jahren wurden die Druckmaschinen der «Daily News» bei einem Bombenanschlag zerstört, nachdem Informationsminister Jonathan Mojo das Blatt als «Bedrohung der nationalen Sicherheit» bezeichnet hatte. Die Regierung kontrolliert bereits die beiden anderen Tageszeitungen Simbabwes und den einzigen Fernseh- und Radiosender. In Simbabwe ist Fernsehen und Radio für die meisten Menschen kaum noch erschwinglich. Die Rundfunkgebühr wurde am am 26. Januar 2007 um das 2500fache angehoben. Radiohöhrer müssen künftig umgerechnet 153 pro Jahr bezahlen - soviel wie das Monatsgehalt eines Lehrers in dem afrikanischen Staat. Fürs Autoradio fallen sogar 612 an, für einen Fernseher 459 . Die meisten Simbabwer sind auf Informationen der staatlich kontrollierten Zeitungen sowie Radio- und TV-Stationen angewiesen. |
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