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Es gibt nur wenige medizinische Einrichtungen, der Standard ist nicht sehr hoch. Kirchliche Missionen und internationale Hilfsorganisationen unterhalten einige medizinische Einrichtungen und Sozialdienste. Eine Reiseapotheke sollte mitgenommen werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen. Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria. Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind sehr sinnvoll und wichtig, sie müssen im Beratungsgespräch vor der Reise mit dem Tropenarzt individuell festgelegt werden. Alle diese Medikamente sind verschreibungspflichtig! Die Schutzwirkung ist nicht sicher, jedes Fieber auch nach Wochen muss sofort auf Malaria untersucht werden. Sinnvolle Impfungen sind: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Meningokokken-Meningitis sehr sinnvoll sein. Eine gültige Gelbfieberimpfung ist erforderlich. Sierra Leone hat am 18.1.2002 offiziell einen über 10-jährigen Bürgerkrieg für beeendet erklärt, der bis zu 50.000 Tote, Zerstörungen von Dörfern und Provinzstädten sowie der Infrastruktur des Landes zur Folge hatte. Ende 2005 haben die letzten Soldaten der weltweit bisher größten VN-Friedensmission das Land verlassen. Sierra Leone gilt als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Friedensmission der Vereinten Nationen. Auch wenn der Wiederaufbau des Landes deutlich voranschreitet, sind die Auswirkungen des Bürgerkrieges immer noch allgegenwärtig. Das rohstoffreiche Land (Diamanten, Bauxit, Rutil) gehört heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Weitgehend zerstört ist auch die touristische Infrastruktur an den landschaftlich schönen Stränden außerhalb Freetowns. In Sierra Leone lebende Ausländer sind überwiegend für humanitäre Hilfsorganisationen, in der Entwicklungszusammenarbeit oder im Auftrag kirchlicher und privater Entsendeorganisationen tätig. Geld / Kreditkarten Kreditkarten sind nicht verbreitet und werden auch in den größeren Hotels selten akzeptiert. Bargeldumtausch ist in den großen Hotels an der Rezeption möglich. Ansonsten kann Bargeld in den Banken und Wechselstuben in der Innenstadt umgetauscht werden. Es können USD, britische Pfund und Euro umgetauscht werden, wobei die Mitnahme von USD vorzuziehen ist. Reisen über Land / Straßenverkehr Reisen außerhalb Freetowns vor allem in die größeren Städte Bo, Kenema, Makeni und über die Grenze bei Kambia nach Guinea sind möglich. Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur in Absprache mit den in Sierra Leone vertretenen Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten zuvor mit der deutschen Botschaft in Freetown abgestimmt werden; das gilt vor allem für Reisen in das Grenzgebiet zu Liberia. Homosexualität wird in Sierra Leone strafrechtlich nicht verfolgt, aber in vielen Teilen der Bevölkerung abgelehnt und als Verstoß gegen traditionelle Normen und Werte betrachtet.
In Freetown gibt es mehrere Hotels von internationalem Standard; Vorausbuchung wird empfohlen. Auf der Freetown-Halbinsel befinden sich bei Lakka und Tokay drei weitere Luxushotels. Das YMCA (CVJM) in Freetown bietet preiswerte Unterkünfte mit Gemeinschaftsbädern und Kochgelegenheiten. Im Landesinneren sind nur wenige Hotels vorhanden, aber in Bo gibt es ein Hotel von internationalem Standard, und in Kenema stehen einige einfache Unterkünfte zur Verfügung. Manche Rasthausplätze kann man nur über das Innenministerium buchen, man sollte seine eigene Bettwäsche bzw. einen Schlafsack mitbringen. Nähere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (National Tourist Board of Sierra Leone, Room 100, Cape Sierra Hotel, Aberdeen, PO Box 1435, Freetown, Tel: (022) 27 25 20. Telefax: (022) 27 29 77, E-Mail: ntb@sierratel.com). FLUGZEUG: Sierra National Airlines (LJ) bietet
derzeit keine Inlandflüge an. Privatflugzeuge können gemietet werden. |
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