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Bildung: Ungefähr ein Drittel der ohnehin schwachen schulischen Infrastruktur wurde während des Bürgerkriegs zerstört. An der Rehabilitierung des Schulsystems beteiligen sich mehrere multilaterale Geberorganisationen (Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank, EU, UNICEF u.a.). Im Jahre 2004 verabschiedete die sierraleonische Regierung ein Bildungsgesetz, das die Voraussetzungen für den Bildungszugang und den Schulbetrieb verbessern soll. Seit Beendigung des Bürgerkrieges Anfang 2002 ist zwar ein positiver Trend bei der Einschulungsrate im Grundschulbereich zu verzeichnen; sie bleibt aber insgesamt gering (lt. statistischen Angaben bei 59%) Die Analphabetenrate liegt bei 80% in einigen Gebieten sogar darüber. Überall in Sierra Leone fehlen Unterrichtsräume, Lehrmittel und Lehrkräfte. Im Zuge der Dezentralisierung soll die Verantwortung für den Schulbetrieb auf die Gemeinden übergehen. Die Universität und älteste Hochschule Afrikas südlich der Sahara "Fourah Bay College" (1827 in Freetown gegründet) hatte früher ein hohes Niveau ("Athen Westafrikas"). In den letzten Jahren war jedoch kaum mehr ein stetiger Lehrbetrieb, geschweige denn Forschungsarbeit möglich. Kultur: Sierra Leone ist kulturell von afrikanischen Völkern und den Nachfahren freigelassener Sklaven geprägt. Die meisten Bewohner des Landes verbinden auch das moderne Leben mit alten Bräuchen wie dem Ahnenkult und der Zugehörigkeit zu einem Geheimbund. Die 1995 gegründete, hauptsächlich aus Spenden finanzierte Musikakademie "The Ballanta Academy of Arts" und das kleine Nationalmuseum im Zentrum Freetowns sind die letzten verbliebenen Institutionen des kulturellen Lebens in Freetown. Artisten, Musik- und Tanzgruppen (z.B. National Dance Troup) treten gelegentlich in den Lokalen Freetowns auf. Soziales
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