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Als das Land noch britisches Protektorat war und Nordrhodesien hieß, war Kenneth Kaunda dort bereits Premier. Als das Land dann 1964 unter dem neuen Namen Sambia unabhängig wurde, stand für die Briten und seine Landsleute außer Frage, wer Präsident werden würde - natürlich Kaunda. Der einstige Lehrer und Farmer übernahm ein vergleichsweise wohlhabendes Land: kaum irgendwo auf der Welt gibt es soviel Kupfer wie in Sambia. Das Kupfer wurde Sambias Schicksal. Es begann damit, daß sich das benachbarte Rhodesien (heute Simbabwe) 1965 unter Ian Smith als weiße Republik für unabhängig erklärte, worauf der überzeugte Afrikaner Kaunda die Grenze schloß. Für das Kupfer ließ er zahlreiche Straßen bauen und schließlich sogar, gemeinsam mit Tansania, eine neue Eisenbahnlinie nach Daressalem am Indischen Ozean. Hinzu kamen zwei Wasserkraftwerke, um den gewaltigen Strombedarf der Kupferproduktion decken zu können. Schließlich drohte Rhodesien schon mal damit, den Strom abzuschalten. Doch mit jeder neuen Investition, mit jeder Million für die Unterstützung von Unabhängigkeitsbewegungen in der Region, mit jedem Nachgeben des Weltmarktpreises für Kupfer geriet Sambias Wirtschaft immer tiefer in die Krise und Kaunda zunehmend in Bedrängnis. 1986 kam es zu blutigen Unruhen, als der Staat Lebensmittel-Subventionen kürzte. Im Oktober 1991 verlor Kaunda die Präsidentschaftswahlen eindeutig gegen seinen Herausforderer Frederick Chiluba. Der ließ Kaunda künftig mehrfach wegen nicht genehmigter politischer Auftritte verhaften, worauf Kaunda die Wahlen von 1996 boykottierte. Chiluba sei in den Drogenhandel verwickelt, das Wahlergebnis längst beschlossene Sache. Es gab auch scharfe internationale Kritik an den Wahlen, weil Kaunda und andere Oppositionelle ausgeschlossen und nur die Hälfte der Wahlberechtigten registriert waren. Chiluba ließ sich noch vor Ende der Stimmenauszählung vereidigen - und Kaunda Weihnachten 1997 wegen eines angeblichen Umsturzversuches verhaften. Erst 5 Monate später kam Kaunda, inzwischen 74, wieder frei - das Gerichtsverfahren wurde am ersten Prozesstag eingestellt. Ungeachtet der Vorwürfe von Wahlfälschungen ist am 02. Januar 2002 Levy Mwanawasa als neuer Präsident Sambias in Lusaka vereidigt worden. Alle Oppositionsparteien blieben aus Protest der Zeremonie fern. Mwanawasa ist damit Nachfolger von Frederick Chiluba. Beide sind Mitglieder der Partei "Bewegung für Mehrparteiendemokratie" (MMD). Die Regierung von Simbabwe hat tausenden weißen Farmern mit ihrer Verhaftung gedroht, sollten sie die bis 08.08.2002 um Mitternacht gesetzte Frist zum Verlassen ihrer Ländereien nicht einhalten. Wer gegen das neue Gesetz im Rahmen der Agrarreform von Präsident Robert Mugabe verstoße, werde festgenommen. Für Verwirrung sorgte ein Urteil des Höchsten Gerichts in Harare, das die Konfiszierung eines Teils der Farmen für gesetzwidrig erklärte. Sambias Ex-Präsident, Frederick Chiluba, ist wegen Diebstahls in 48 Fällen am 05.08.2003 verhaftet und angeklagt worden. Nach Berichten des britischen Senders BBC soll Chiluba während seiner zehnjährigen Amtszeit in den 90er Jahren bis zu 30 Millionen US-Dollar veruntreut haben. In Sambia ist Präsident Levy Mwanawasa am 03.10.2006 für eine zweite Amtszeit vereidigt worden. Bei den Wahlen hatte er nach offiziellen Angaben 43 Prozent der Stimmen erhalten. Sein Herausforderer Michael Sata, der auf 30 Prozent kam, sprach von Betrug. Er hatte für den Fall seines Sieges verkündet, die ausländischen Firmen aus Sambia zu vertreiben. |
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