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Bildung: Priorität in der nigrischen Bildungs- und Kulturpolitik hat der Zugang zu schulischer Bildung. Das Schulsystem folgt weitgehend dem Vorbild Frankreichs. Für den Unterricht in staatlichen Schulen werden keine Gebühren erhoben. Aufgrund der zahlreichen Streiks und weißen" Jahre (d.h. Jahre ohne ordnungsgemäßen Unterricht, die in der Folge nicht angerechnet werden) im staatlichen Bildungswesen kann jedoch kaum von einer geordneten Schulbildung innerhalb dieses Systems gesprochen werden. Alternativ kommt das besser funktionierende, aber kostenpflichtige private Schulwesen in Betracht. Der Unterricht findet überwiegend in französischer Sprache statt, erst in jüngerer Zeit wird in einzelnen Regionen in Form von Pilotprojekten muttersprachlicher Unterricht angeboten. Das nigrische Bildungssystem erreicht nur eine Minderheit der Bevölkerung, Analphabetismus ist nach wie vor weit verbreitet (über 85% der Bevölkerung, über 90% der Frauen). Die Einschulungsquote lag im Jahr 2000 mit 26% (21% bei Mädchen) entsprechend niedrig. Die auf dem Lande lebende Bevölkerung sieht häufig in schulischer Bildung keinen unmittelbaren Nutzen, sondern eher den Ausfall einer Arbeitskraft. Kultur: Der Übergang von Nord- zu Zentralafrika, von der Sahara zur Savannenlandschaft spiegelt sich auch in den kulturellen Unterschieden zwischen den nigrischen Volksgruppen. Während der Norden von nomadischen Völkern, vorwiegend den Tuareg, geprägt ist, sind im Süden Haussa- und andere schwarzafrikanische Traditionen verbreitet. Weltkulturerbe: Naturparks Air und Tenere; Nationalpark "W" (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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