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Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungs- schutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweite und ganzjährige Malariainfektionsgefahr dar (mehr als 85% P. falciparum, diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Eine medikamentöse Prophylaxe kann durchaus sinnvoll sein. Dafür sind verschiedene verschreibungs- pflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. In den vergangenen Wochen wurden aus
verschiedenen Landesteilen vermehrt Cholera-Erkrankungen gemeldet. Über 200 Fälle wurden durch die
Behörden registriert. Durch starke Regenfälle, die seit Mitte Dezember anhalten kam es
zum Übertreten der Flüsse Pungue und Buzi und somit zu Überschwemmungen verschiedener
Landesteile. Betroffen sind rund 2000 Menschen vor allem in der Provinz Nampula im
Nordosten und in den zentralen Regionen der Provinzen Sofala und Inhambane im Süden.
Durch die Überschwemmungen ist das Trinkwasser verunreinigt und stellt dadurch eine
Infektionsquelle dar. Landesweit besteht in verschiedenen Regionen ein erhöhtes
Cholerarisiko, dass vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Cholerafälle werden
v.a. aus Maputo, sowie aus Gaza, Inhambane (im Süden), Nampula, Sofala und Zambezia
gemeldet. Die örtlichen Gesundheitsbehörden, die WHO und Médecins sans Frontières
haben neben der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, ebenfalls die Säuberung und
hygienische Aufbereitung von Trinkwasser in den betroffenen Regionen, v.a. in der
Hauptstadt Maputo veranlasst. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit
mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind
von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering
einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind
empfohlen. Gewalttätige Proteste Allgemeiner Unmut über die von der Regierung beschlossenen Preiserhöhungen (u.a. für Treibstoffe) und die gestiegenen Lebenshaltungskosten führte seit Anfang Februar 2008 in und um Maputo und einigen anderen Orten zu Protesten mit teilweise gewalttätigen Ausschreitungen. Die Passierbarkeit zentraler Punkte und Straßen war dadurch stark eingeschränkt. Die Lage hat sich mittlerweile beruhigt. Da sich die Lage jedoch schnell und ohne besondere Vorwarnung ändern kann, wird besondere Wachsamkeit und Vorsicht empfohlen, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden. Reisende sollte sich daher jeweils kurzfristig über die aktuelle Lage vor Ort informieren. Regenzeit und Zyklone Wegen der derzeitigen Regenzeit können auch größere Straßen unpassierbar sein, v.a. zwischen Beira, Chimoio und Simbabwe (sog. Beira-Korridor). Die Hochwasserlage an den Flußläufen Save, Pungue, Buzi und Sambesi hat sich mittlerweile etwas entspannt, große Teile der Bevölkerung sind vorübergehend umgesiedelt worden und provisorisch untergebracht. Hilfsmaßnahmen sind im vollen Gange. Behinderungen auf Straßen sind daher möglich. In den Hochwassergebieten ist mit vermehrtem Auftreten von Krankheiten (v.a. Malaria, Cholera) zu rechnen. Der Tropenzyklon Jokwe hat Anfang März Teile der nördlichen Provinz Nampula - auch das Touristenziel Ilha de Moçambique getroffen und viele Gebäude zerstört. Es wird daher vor Reiseantritt empfohlen, sich jeweils über die Erreichbarkeit der Reiseziele dort zu informieren. Weitere Zyklone sind während dieser Jahreszeit möglich. Kriminalität Mosambik verzeichnet ein hohes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Bewaffnete Überfälle, auch in Häusern und Wohnungen, und Angriffe auf Fahrzeuge ereignen sich vergleichsweise oft. Parkende Autos werden oft aufgebrochen, Außenspiegel, Scheinwerfer und andere Fahrzeugteile gestohlen. Ausländer zählen häufig zu den Opfern von Raubdelikten. Passanten werden in der Regel nicht zu Hilfe kommen. Mit einem wirksamen Polizeischutz kann nicht gerechnet werden. Geld / Kreditkarten Reiseschecks (Travellercheques) können momentan bei keiner Bank in Mosambik eingelöst werden. Es empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in US-Dollar oder südafrikanischen Rand mitzuführen. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und einigen wenigen Hotels im Lande akzeptiert. An Geldautomaten in größeren Städten können mittlerweile Geldbeträge (je nach Bank im Gegenwert bis knapp 300 EURO) auch mit EC-Karte abgehoben werden. Darüber hinaus sind telegrafische Bargeldüberweisungen nach Mosambik zu vereinzelten Banken möglich. Es gibt keine besonderen strafrechtlichen Bestimmungen. Allerdings wird eine Überziehung der im Visum genehmigten Aufenthaltsdauer streng geahndet. Strafe: ca. 60,- pro Tag. Öffentliche Gebäude und Anlagen, uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall ist vorher um Erlaubnis zu fragen.
In Maputo und Beira findet man Hotels von
internationalem Standard, Unterkünfte in kleineren Städten sind eher einfach. Weitere
Informationen vom Direcçao Nacional do Turismo (Avenida 25 de Setembro nr 1018,
Maputo FERIENHÄUSER UND -WOHNUNGEN: Einige preiswerte Ferienhäuser, Bungalows und sogenannte Rondavels (runde strohgedeckte Häuser) können gemietet werden.CAMPING: An den Stränden sowie im Gorongosa-Nationalpark gibt es Campingplätze. Zelten ist auch auf den Grundstücken mehrerer christlicher Missionen möglich. FLUGZEUG: Flugzeuge bieten die sicherste
Reisemöglichkeit für längere Strecken. Linien- und Charterflüge verbinden Maputo mit
Blantyre, Inhambane, Beira, Quelimane, Tete, Lichinga, Nampula und Pemba. Der Flughafen in
Maputo hat je nach Jahreszeit unterschiedliche Verkehrszeiten. Flugtaxidienste stehen zur
Verfügung. Überlandfahrten bei Dunkelheit sind gefährlich und sollten möglichst unterlassen werden. Auf einigen wenigen Nebenstrecken, vor allem bei Brücken und Bahnübergängen, besteht noch ein Minenrisiko. Im Landesinneren gibt es noch zahlreiche markierte und unmarkierte Minenfelder. Bei Reisen über Land muss mit Behinderungen wegen unzureichender Infrastruktur gerechnet werden. Wichtige Überlandstraßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand und bergen Unfallrisiken. In der Regenzeit (Dezember bis April) können selbst Nationalstraßen aufgrund von Überschwemmungen unpassierbar sein. Wegen der relativ hohen Unfallgefahr und der mangelnden medizinischen Versorgung auf dem Lande sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden. Geteerte Straßen verbinden Maputo mit Beira und Beira
mit Tete. Längere Fahrten über Land sind aufgrund der weitverbreiteten Verminung und
bewaffneter Raububerfälle gefährlich. Es wird empfohlen, die Reiseroute mit der
Botschaft vor Ort zu besprechen. Linksverkehr. Busse fahren in fast alle Regionen und sind
das preiswerteste Verkehrsmittel. Auf längeren Fahrten sollte man Wasser und Lebensmittel
mitnehmen. An der Grenze nach Simbabwe und im Norden des Landes muß man mit häufigen
Straßen- und Ausweiskontrollen rechnen. Taxis in Maputo haben Taxameter, für längere
Fahrten sollte der Fahrpreis im voraus vereinbart werden. Es gibt kaum Taxis außerhalb
Maputos. Taxifahrer erwarten 10% Trinkgeld. Mietwagen sind bei drei Firmen erhältlich.
Bezahlung nur in Devisen. Unterlagen: Internationaler Führerschein. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Die Ausfuhr von u. a. Langustinen, Muscheln und antiken Geldmünzen ist untersagt.
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