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Mehr als ein Jahrzehnt kämpfte die Frelimo, gegründet 1962, für das Ende des Kolonialismus. 1974 schließlich schloß sie mit der Kolonialmacht Portugal, die das Land fast 500 Jahre beherrscht hatte, in Lusaka ein Abkommen über die Unabhängigkeit des Landes, das dann am 25. Juni 1975 in Kraft trat. Anders als andere marxistisch-leninistische Parteien hat die Frelimo aus ihren Fehlern gelernt: in den 80er Jahren fand eine wirtschaftliche Liberalisierung statt, 1990 wurde eine neue liberale Verfassung beschlossen, 1994 gab es erstmals freie Wahlen, zu denen auch andere Parteien zugelassen wurden. Nach der Unabhängigkeit 1975 war das Land weitgehend zusammengebrochen. Schuld waren vor allem die Portugiesen, die bis dahin das Rückgrat in Wirtschaft und Verwaltung gebildet hatten und nun fluchtartig das Land verließen. Die jungen Leute, die ihnen folgten, gingen zwar mit Enthusiasmus an ihre Arbeit, waren den Anforderungen aber nur selten gewachsen. Die Wirtschaft wurde verstaatlicht, die Landwirtschaft kollektiviert. Die kleinbäuerliche Bevölkerung wurde zwangsweise in sogenannte Gemeinschaftsdörfer umgesiedelt; hinzu kamen große Kollektivfarmen. Die Folge: es wurde gerade noch genug für den Eigenbedarf produziert.


Aktuelles: Die regierende Befreiungsfront von Mosambik (Frelimo) mit ihrem Kandidaten Armando Guebuza hat die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in dem afrikanischen Land gewonnen. Das geht aus den am 15.12.2004 veröffentlichten Ergebnissen der Wahlkommission hervor. Guebuza erhielt deutlich mehr Stimmen als sein Herausforderer Afonso Dhlakama von der ehemaligem Rebellenbewegung Renamo.

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