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Im Norden und in der Mitte des Landes leben die Mauren, von den Arabern und Berbern abstammende Hirtennomaden. Die schwarzafrikanische Bevölkerung lebt vor allem in kleinen Siedlungen im Tel des Senegalflußes. Die mauretanische Bevölkerung erfuhr infolge der Trockenheit und der Migration in den sechziger und siebziger Jahren dramatische Veränderungen: In den sechziger Jahren bildeten die pastoralen Nomaden (damals größtenteils Mauren) und die sesshaften Landwirte (damals meist Schwarzafrikaner) mehr als 90% der Bevölkerung. Mitte der achtziger Jahre zeigten Beobachtungen, dass nur noch etwas weniger als 25% der Bevölkerung nomadisch bzw. halbnomadisch lebten, während die Stadtbevölkerung bereits einen Bevölkerungsanteil von ca. 30% erreichte. Viele andere Faktoren haben ebenfalls zu dieser Veränderung der Lebensweise beigetragen. Unter anderem trug auch ein Plan aus der französischen Kolonialzeit dazu bei. Er sah vor die Nomaden auf langfristig umzusiedeln und mit dem freiwerdenden Potential neue Arbeitsplatzangebote in Bergbau- und Exportindustrie einzurichten. Einige Quellen schätzen die sesshafte Stadtbevölkerung Mauretaniens gegen Ende der Achtziger Jahre auf mehr als 80% der Gesamtbevölkerung. |
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