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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr Zoll - -

Gesundheit

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht ganz zu vergleichen und ist besonders auf dem Lande z.T. technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen bes. auf dem Lande auch europäisch ausgebildete Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

In allen Großstädten gibt es gute medizinische Einrichtungen, einschl. Notdienst-Apotheken (manchmal im Rathaus), die außerhalb der üblichen Zeiten geöffnet haben. Die Krankenhäuser bieten in Notfällen für eine geringe Gebühr oder auch kostenlos ärztliche Behandlung. Grundsätzlich keine Kostenrückerstattung für Sachleistungen (Medikamente, ärztliche Behandlung) möglich. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.

Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.

HIV / Aids ist im Lande wohl kein besonders großes Problem, aber wie in Europa eine gewisse Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria, die in einzelnen Provinzen, nicht aber in den Städten und Touristenorten ein Problem ist.

Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind allenfalls bei speziellen Reiserouten sinnvoll. Es sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.


Literatur

Reisehinweise

Die terroristischen Attentate und Zwischenfälle im Laufe des Jahres 2007 mit mehreren Toten und zahlreichen Verletzten zeigen zusammen mit den Verhaftungen und Gerichtsverfahren der letzten Monate, dass auch in Marokko  trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen der Regierung terroristische Gruppen weiterhin aktiv sind und unverändert Anschläge planen.

Auch ein Übergreifen der bislang vor allem in Algerien terroristisch aktiven Al Qaida im islamischen Maghreb auf marokkanisches Gebiet wird von Sicherheitskreisen nicht ausgeschlossen. Die marokkanischen Innenbehörden gehen unverändert von einer hohen Gefahr weiterer terroristischer Anschläge im Lande aus.

Das Auswärtige Amt rät daher – wie in allen Ländern der Region – zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen sich Touristen aufhalten, sowie religiöse Kultstätten.

Reisen über Land

Von Fahrten durch die Westsahara wird grundsätzlich abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus praktischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung durch nicht gekennzeichnete Minenfelder gegeben.

Im Rif-Gebirge werden mitunter Reisende von Rauschgifthändlern bedrängt (Steinwürfe, Straßensperren). Das Rif-Gebirge sollte daher nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Strasse von Ketama nach Fes sind äußerst problematisch. Rauschgiftbesitz wird rigoros verfolgt und mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet.


Reiseziele

Die Königsstädte

Das im 12. Jahrhundert gegründete Rabat ist die heutige Landeshauptstadt und Residenz des Königs. In dieser ungewöhnlich grünen Stadt fallen mehrere imposante Tore auf, besonders beeindruckend ist das Tor in der Kasbah Oudaias, dem reizvollsten Viertel der Stadt. Im Sommer sind die zahlreichen Strände und der nahegelegene Mamora-Wald die beliebtesten Touristenziele. Sehr besuchenswert ist der Tour Hassan, das grandiose Minarett einer unvollendeten Moschee aus dem 12. Jahrhundert. Aus dem Mittelalter stammen auch die Zinnen, die die Altstadt und einen Teil der Neustadt umgeben. Etwas außerhalb liegt die Chellah mit einmaligen Denkmälern, schönen Gärten und römischen Ruinen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören der Königspalast, das Nationalmuseum und das Mausoleum Mohammeds V. Salé, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde, liegt am gegenüberliegenden Flußufer.

Meknes ist von einer 16 km langen, von Türmen und Bastionen flankierten Stadtmauer umgeben und hat einen wundervollen Souk. Die Wintersportorte Michlifen und Djebel Habri liegen außerhalb von Meknes. Fez, die älteste und bedeutendste Königsstadt, wurde im 8. Jahrhundert gegründet. Diese an historischen Baudenkmälern so reiche Stadt besteht aus der Altstadt El Bali und der Neustadt Jadid. Zu den Touristenattraktionen zählen der Place Nejjarine mit seinem reizvollen Springbrunnen, die Er-Rsif-Moschee, die Andalusische Moschee und der Königliche Palast. Die altehrwürdige Karaouine-Moschee ist heute Sitz der Universität. Eindrucksvoll ist auch die Architektur der wunderbaren mittelalterlichen Koranschulen. Der Markt von Fez ist einer der größten Märkte der Welt.

Das Ouergha-Tal im Norden ist für seine Souks und Marokkos berühmteste Reiterspiele bekannt.

In Marrakesch (1062 gegründet) gibt es ein Labyrinth enger Gassen, romantisch-exotische Paläste, Museen und Moscheen. Die Stadtparks werden noch immer von einem unterirdischen Bewässerungssystem gespeist, das im 11. Jahrhundert angelegt wurde. Auf dem Djemma-el-Fna, einem großen Platz, treten Tänzer, Wahrsager, Akrobaten und Märchenerzähler auf. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das majestätische Koutoubia-Minarett (12. Jh.), die Medersa Ben Youssef (Mosaiken, Marmor und Holzschnitzereien), der Bahia-Palast, die Saadier-Gräber, die Menara- und Agdal-Gärten und der berühmte Kamelmarkt.

Eine Autostunde von Marrakesch entfernt liegt Oukaimeden, Marokkos bester Skiurlaubsort. Auf der Fahrt nach Oukaimeden lohnt sich ein Abstecher nach Ourika (Eselmarkt) und nach Asni am Fuß des Toubkal.

Die Küste

An der Mittelmeerküste zwischen Tanger und Nador stößt man auf kleine Flüsse, Buchten, geschützte Strände und Klippen, die ideal zum Schwimmen, Fischen und Bootsfahrten sind. Al Hoceima, M'Diq, Taifor und Smir/Restinga sind neue Urlaubsorte mit guten Unterkunftsmöglichkeiten.

Die Atlantikküste ist an vielen Stellen felsig, hat aber auch gute Sandstrände und windgeschützte Buchten.

In Tangier ist die hochgelegene Altstadt mit den Mendoubia-Gärten eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Beliebt sind auch die Sidi-Bounabib-Moschee, die Moulai-Ismail-Moschee und die Merinid-Medresse. Das herrlich gelegene Tangier hat einen malerischen und geschäftigen Markt, den Grand Socco. Interessante Ausflugsorte sind der Bergort Chechaouèn, das Fischerdorf Asilah und die Herkules-Grotten am Kap Spartel.

Ebenfalls an der Atlantikküste befindet sich die relativ junge Stadt Casablanca. Sie ist die größte Handelsstadt des Landes und die viertgrößte Stadt Afrikas mit einem der größten Häfen des Kontinents.

Agadir ist ein moderner Ferienort mit herrlichen Stränden, Sportanlagen, guten Hotels, einladenden Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Es bieten sich Ausflugsmöglichkeiten nach Taroudant, Tiznit, Tafraout, Goulimine, Essaouira und natürlich nach Marrakesch.

Mohammedia, Essaouira (Surferparadies) und El Jadida sind weitere Urlaubsorte in dieser Gegend. In El Jadida ist vor allem das alte Portugiesische Viertel mit der Maria-Himmelfahrts-Kirche und gut erhaltenen Befestigungsanlagen besuchenswert.

Der Süden

Im Süden ist die Landschaft besonders eindrucksvoll, und Brauchtümer und Volkskunst sind noch ursprünglicher. Erfoud ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zur Tafilalet-Oase, die ihr üppiges Grün den unterirdischen Flüssen Ziz und Rheris verdankt. Mittelpunkt der Provinzhauptstadt Er Rachidia ist der lebhafte Marktplatz. Auf der Straße von Er Rachidia nach Erfoud, in Meski, kommt man an den Blauen Quellen vorbei und in der Nähe von Midelt an einem natürlichen Amphitheater, dem Cirque de Jaffar. Tinerhir war einst eine große Garnison der französischen Fremdenlegion; die Kasbahs sind einen Besuch wert. In der Nähe von Tinerhir liegen die eindrucksvollen Schluchten Dades und Todra.

Hauptanziehungspunkte von Ouarzazate sind die Kasbah Taourirt, ein Museum für Kunsthandwerk und ein genossenschaftlicher Laden der Teppichknüpfer.

Von den Höhen des Djebel Zagora hat man eine herrliche Aussicht auf das Draa-Tal und die Wüste. Die Oase Tamergroute liegt 18 km von Zagora entfernt, hier gibt es eine Bibliothek mit den ältesten arabischen Manuskripten. Sie werden in der Zaouia Nasseria ausgestellt. In der Nähe liegt Mhamid mit seinen Palmengärten, das Tor zur großen Sandwüste. Südlich von Agadir liegen die Kasbahs von Tafraoute. Viele der Fassaden sind mit weißen oder ockerfarbenen Mustern bemalt. In Goulimine wird an jedem Wochenende der Souk der Blauen Tuareg abgehalten, samstags findet der Kamelmarkt statt.


Sitten & Bräuche

Nachtleben

Marokko bietet vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten, einschließlich Kasinos, Diskotheken, Restaurants und Nachtklubs, in denen oft Bauchtänzerinnen auftreten. In allen Städten und Urlaubsorten findet man moderne Nachtklubs. In Marrakesch und in Agadir gibt es auch Spielkasinos. Traditionelle Unterhaltung wie z. B. Folkloretänze wird in jeder Stadt geboten.

Einkaufstipps

An bestimmten Wochentagen finden in den Städten und Dörfern Märkte statt, die Souks genannt werden. Alle Produkte der Region werden angeboten. Es gibt auch Coopartim-Geschäfte (Angehörige des Kunstgewerbeverbandes), in denen die Waren zu Festpreisen angeboten und Echtheitszertifikate ausgestellt werden. Besondere Einkaufstips sind Lederwaren, Kupfer- und Silberwaren, Kleidung aus Seide und anderen Stoffen, wollene Läufer, Teppiche und Decken. Handeln ist üblich, der Endpreis sollte etwa ein Drittel des geforderten Preises betragen. Im Süden des Landes gibt es Versteigerungen von Berberteppichen in Marrakesch, Taroudant und Tiznit - man sollte einen Führer mitnehmen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.30-13.00 und 14.30-19.30 Uhr (in Tanger Mo-Sa 08.30-12.00 und 14.00-19.00 Uhr). Einige Läden in den Medinas (Souks) sind sonntags geöffnet, und viele Geschäfte haben freitags geschlossen. 

Sport

An allen Küsten kann man wunderbar schwimmen, das Wasser an der Atlantikküste kann jedoch auch im Sommer kalt sein. Mohammedia, Agadir, El Jadida, Oualidia, Safi und Essaouira sind gute Badeorte. Angeln: Angelscheine braucht man für Forellenbäche, Seen und Hechtteiche. Sie werden vom Forst- und Fischereiamt sowie von den örtlichen Vereinen ausgegeben. Hochseefischen kann vereinbart werden. Golf: Golfplätze gibt es im Dar es Salaam Club in Rabat, in Mohammedia, im Country Club in Tanger, im Royal Golf Anfa in Casablanca und in Marrakesch, außerdem in Cabo Negro, Ouarzazate, Meknes, Fez, El Jadida, Ben Slimone und Agadir. Wintersport: Ifrane im Mittleren Atlas und Oukaimeden im Hohen Atlas haben Skipisten. Beliebte Wander-Skigebiete sind der Tidiquin-Berg im Ketamabezirk sowie der Djebel Bou Volane im Mittleren Atlas (kaum Unterbringungs-, Transport- oder Freizeitmöglichkeiten). Reiten: Es gibt in allen größeren Städten Reitklubs, vor allem in Casablanca, Rabat, Marrakesch, Agadir und Fez. Einige Reitklubs veranstalten Ponytrekking im Mittleren Atlas.

Trinkgeld

In Hotelrechnungen ist Bedienung normalerweise bereits enthalten. Taxifahrer, Friseure, Platzanweiser und Kellner erwarten ein Trinkgeld.

Begrüßung

Verglichen mit Tunesien nimmt Marrokko den Islam etwas ernster. Die Toleranzschwelle gegenüber Ausländern ist etwas geringer.
 
Bei einer Begrüßung legen viele Marrokkaner ihre Hand ans Herz, um so ihre Anerkennung und Herzlichkeit auszudrücken. Männer schütteln sich bisweilen die Hand. Als Mann einer Frau die Hand zu reichen ist jedoch ein grober Fehler.

Tischsitten

Gegessen wird mit der rechten Hand und zwar nur mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Die Linke gilt als unrein, weil sie zusammen mit Wasser auf der Toilette das Klopapier ersetzt. Brot dient als Ersatzlöffel, mit dem man die einzelnen Speisen in den Mund befördert. Aber Vorsicht, hier lauert ein Fettnäpfchen: Ein- und dasselbe Stück Brot bitte nicht mehrmals in das Gericht tunken!

Umgang

Eine Einladung, auch eine spontane, abzuschlagen, ist ein Fauxpas. Zeit für Tee und Konfekt muß immer sein.
 
Einer Einladung sollte eine Gegeneinladung folgen.
 
Wer eingeladen ist, bringt ein Geschenk mit. Blumen und vor allem Alkohol stehen nicht auf der Hitliste, schon eher Konfekt oder Souvenirs aus Deutschland.
 
Wenn Sie auf einem Kissen oder auf dem Boden sitzen, am besten Schneidersitz einnehmen, weil Sie dann dem Gegenüber nicht die blanken Sohlen entgegenstrecken. Das wäre unhöflich.
 
Ungeduld verstehen viele Marrokkaner nicht. Ihre Uhren gehen einfach anders. Wer gar wütend wird, weil etwas nicht sofort klappt, erntet Unverständnis. Mit Zorn bringt man alle nur aus der Fassung und erreicht nichts.
 
Wichtig: Wenn Sie zur Zeit des Ramadan (Fastenzeit) unterwegs sind, dann sollten Sie nicht in der Öffentlichkeit essen. Schließlich dürfen Moslems zu dieser Zeit erst nach Anbruch der Dunkelheit wieder etwas zu sich nehmen.
 
Alkohol gibt es nur in entsprechend lizensierten Restaurants und Bars

Die traditionellen Teerunden ziehen sich gewöhnlich über drei Tassen oder Gläser. Wer geschäftlich unterwegs ist, beginnt erst dann mit seinem Anliegen.
 
Bei einer privaten Einladung zieht man die Schuhe vor dem Haus aus. Nach dem obligatorischen Tee folgt das Essen. Davor jedoch wäscht sich jeder die Hände in einer Wasserschüssel, die herumgereicht wird. Am Ende einer Mahlzeit waschen sich alle erneut die Hände.

Religion

Die meisten Moscheen bleiben für Nichtgläubige geschlossen. Bei den wenigen, die Sie besuchen dürfen, müssen Sie erst einmal die Schuhe ausziehen. Frauen dürfen gewöhnlich nicht in den Hauptbereich, wo die Männer beten.

Geschlechter

„Oben ohne“ zu baden ist überhaupt kein Thema - dann können Sie sich gleich an den Straßenstrich stellen. Wer sich im Bikini an den Strand legen will, bleibt am besten auf dem Gelände des Hotels. Sexy Tops und superkurze Minis lassen Sie ebenfalls beim Bummel über den Bazar im Koffer.
 
Zärtlichkeiten auf offener Straße sind ebenfalls ein Tabu.
 
In einheimischen Cafés sitzen nur Männer. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie als Frau in solchen Cafés angesprochen werden. Sie werden als Freiwild betrachtet.
 
Männer sollten einheimische Frauen auf keinen Fall auf der Straße ansprechen und sei es nur, um den Weg zu erfragen.


Strafrecht

Die Strafen für Drogenbesitz sind in Marokko drakonisch. Die Haftbedingungen entsprechen nicht deutschem Standard. Eine vorzeitige Haftentlassung erfolgt in der Regel nicht. Die Verbüßung einer Haftstrafe in Deutschland ist nicht möglich. Vorsicht vor Anwerbeversuchen als Drogenkurier!

Ehebruch und Homosexualität sind in Marokko formell strafbar. Entsprechende Handlungen werden jedoch meist nur bei Hinzutreten besonderer Umstände verfolgt. Der Botschaft sind jedoch Fälle von Anklagen wegen Ehebruchs auch aus Tourismuszentren bekannt geworden.

Der Koran verbietet nicht ausdrücklich die Abbildung von Menschen, jedoch sind Porträts selten (es sei denn es handelt sich um das Regierungsoberhaupt). Moscheen sind mit Ornamenten geschmückt, niemals mit Heiligen. Zudem haben viele einfachere Leute Angst vor dem bösen Blick. Deswegen läßt man sich ungern fotografieren. Fragen Sie also, wenn sie jemanden ablichten wollen und respektieren Sie seinen Willen. In Moscheen und an militärischen Anlagen ist es sowieso verboten, zu fotografieren. Ignorieren Sie nicht die Anweisungen von Polizisten und Wachpersonal. Das könnte zu Ihren Ungunsten enden.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
127/220 50 -
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Unterkunft

In allen größeren Ortschaften, insbesondere in Agadir, Marrakesch und Tanger, ist die Auswahl relativ groß; in den meisten Großstädten gibt es auch internationale Hotels. Weitere Informationen vom Hotelverband: Federation Nationale de l' Industrie Hoteliere, Angle Avenue Nador et Rue 3, Quartier Polo, 20550 Casablanca. Tel: (02) 80 04 87. Telefax: (02) 80 03 15. (E-Mail: fnih@iam.net.ma)

Kategorien: Klassifizierung mit 1-5 Sternen.
 
FERIENWOHNUNGEN: In Agadir, Tanger und Marrakesch erhältlich.
 
JUGENDHERBERGEN: Es gibt Jugendherbergen in Asni, Azrou, Casablanca, Fez, Ifrane, Meknes und Rabat. Sie sind ausschließlich Schülern, Studenten sowie Jugendlichen mit Jugendherbergsausweis vorbehalten. Weitere Informationen vom Jugendherbergsverband: Fédération Royale Marocaine des Auberges de Jeunes, Parc de la Ligue Arabe, BP 15998, 21000 Casablanca. Tel: (02) 47 09 52. Telefax: (02) 22 76 77.
 
CAMPING: In vielen Gegenden Marokkos gibt es gut ausgestattete Campingplätze.


Verkehr

FLUGZEUG: Royal Air Maroc (AT) bietet Linienflüge von Casablanca nach Agadir, Al Hoceima, Dakhla, Fez, Marrakesch, Ouarzazate, Oujda, Rabat, Tanger und Tetouan an.

BAHN: Das marokkanische Bahnnetz ist nicht sehr umfangreich, es gibt jedoch regelmäßige und preiswerte Verbindungen und auch Züge mit Wagen 1. Klasse und Speisewagen. Das Schienennetz verbindet Oujda im Nordosten mit Casablanca an der Westküste und Tanger an der Nordküste mit Marrakesch im Landesinneren. Die wichtigste Verbindung führt von Fez nach Rabat und Casablanca (auch Nachtzüge). Regelmäßige Zugverbindungen gibt es außerdem von Casablanca nach Marrakesch.

BUS/PKW: Im Straßenverkehr ist größte Vorsicht geboten. Nachtfahrten sind zu vermeiden. Besonders unberechenbar fahren die Mercedes-Überlandtaxis. Sehr gefährlich sind Überholmanöver. Auch auf den Autobahnen ist jederzeit mit Fußgängern und Tieren zu rechnen.

Durchsetzung auch berechtigter Schadensersatzansprüche ist kaum möglich.

Die Hauptstraßen, vor allem im Norden und Nordwesten des Landes, sind bei jedem Wetter befahrbar. Im Landesinneren, südlich des Atlasgebirges, wird das Reisen schwieriger, vor allem beim Überqueren des Atlas während der Wintermonate ist Vorsicht geboten. Fernbus: Gute Busverbindungen zwischen den größeren Städten, hauptsächlich fahren Privatbusse. Die zwei größten Firmen sind CTM (landesweit) und SATAS (verkehrt zwischen Casablanca, Agadir und südlich von Agadir). Die Busse zwischen den meisten Großstädten und Dörfern verkehren häufig und regelmäßig. Sie können sehr überfüllt sein. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Bus zu sein, um einen Sitzplatz zu bekommen. Die Fahrpreise sind niedrig, besonders im Regionalverkehr. Es ist üblich, dem Schaffner für das Einladen des Gepäcks ein Trinkgeld zu geben. Man kann von mehreren Busunternehmen klimatisierte Busse mieten. Taxis findet man in den größeren Städten. Nur Petits Taxis haben Taxameter (s. u. Stadtverkehr). Im Überlandverkehr werden größere Taxis benutzt, die man mit anderen Passagieren teilen kann; der Fahrpreis sollte im voraus vereinbart werden. Mietwagen: Die großen Mietwagenfirmen haben Niederlassungen in Tanger, Agadir und Casablanca. Bleifreies Benzin ist nur in einigen größeren Städten erhältlich. Unterlagen: Nationaler Führerschein. Bei Anmietung eines Fahrzeugs ist der internationale Führerschein erforderlich. Haftpflichtversicherung und Internationale Grüne Versicherungskarte (muß für Marokko gültig geschrieben sein) erforderlich. Versicherungen können auch vor Ort abgeschlossen werden.

STADTVERKEHR: In Casablanca und den anderen Großstädten gibt es weitverzweigte Busnetze. Man kann die Fahrkarten im voraus kaufen. In den Städten gibt es zahlreiche Petits Taxis mit Taxametern.

Fahrzeiten: von Casablanca zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Rabat 0.30 1.00 1.30
Marrakesch *0.30 4.00 4.00
Agadir *0.55 - 9.00
Fez *0.40 5.00 5.00
Meknes - 4.00 2.30
Tanger *0.50 6.00 6.00
Oujda *1.05 12.00 12.00
Layoune 1.30 - 20.00
Errachidia 1.35 - 12.00

Anmerkung: [*] Diese Zeitangaben gelten für Linienflüge von Casablanca.


Zoll

Eingeführte Kfz, die nicht wieder ausgeführt werden (z. B. bei Verkauf, Unfall) müssen verzollt werden.

In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen, die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Dirham ist verboten. Dirhambestände können bei der Ausreise unter Vorlage der Umtauschbescheinigung in Devisen zurückgetauscht werden.

Zollfreie Einfuhr 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak; 1 l Spirituosen und 1 l Wein; 50 g Parfüm.
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