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Politisches System Die Verfassung von 1992 ist an die französische Verfassung angelehnt und sieht eine Präsidialdemokratie vor. Der Zentralstaat ist aufgegliedert in 8 Regionen und den Distrikt von Bamako, 49 Kreise und 703 städtische und ländliche Gemeinden. Bisher besteht ein Einkammer-Parlament, die Assemblée Nationale, mit 147 Abgeordneten. Am 21.10.2001 wurde eine Regional-Repräsentanz(Conseil Régional) gewählt, die aber nicht die Stellung eines Senates einnimmt und auch keine Initiativrechte hat. Die Amtseinführung dieses Regionalrates fand am 05.04. 2002 statt. Gemäß den Verfassungsbestimmungen ist die Justiz unabhängig. Der Staatspräsident ernennt den Regierungschef und durch ihn indirekt auch die Mitglieder der Regierung. Das Parlament wird im Wesentlichen von drei Parteibündnissen dominiert. ARD, das sich aus verschiedenen Parteien zusammensetzt (geführt von der ehemaligen Regierungspartei ADEMA) und Espoir 2002 (geführt von RPM) bilden fast gleich große Blöcke im Parlament. Die neu gegründete Partei URD, auch eine Abspaltung der ADEMA, ist die drittgrößte Kraft im Parlament. Alle größeren Parteien sind in der Regierung vertreten, eine Opposition ist nicht erkennbar. Verwaltung Zentralregierung mit Aufgliederung in 8 Regionen (Gao, Kayes, Kidal, Koulikoro, Mopti, Segou, Sikasso, Tombouctou) und dem Distrikt Bamako, seit 1999 Einrichtung von 701 Kommunen mit gewählten Kommunalräten, dazwischen indirekt gewählte 8 Regionalparlamente und 55 Kreistage
Parteien Über 100, davon 14 im Parlament vertreten Mitgliedschaft in internationalen Organisationen a) Politik: Vereinte Nationen (1960), OAE (1963) bzw. AU (Afrikanische Union, Gründungsmitglied, seit 2000), CEDEAO-ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten; 1975), OIC (Islamische Konferenz, 1972), Gruppe der Blockfreien, Nichtangriffspakt ANAD, Gemeinschaft der Sahelisch-Saharischen Staaten CEN-SAD (1992). b) Wirtschaft: IWF (1963), Weltbank (1963), AKP (Gruppe der afrikanisch-karibisch-pazifischen Staaten, 1963), Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA (1984), WTO, OMVS (Zusammenschluss mit Mauretanien und dem Senegal zur wirtschaftlichen Nutzung des Senegalflusses, 1972), IFAD (Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung, 1977), IFC (Internationale Finanz-Corporation), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation, 1963), UNCTAD (VN-Handels und Entwicklungskonferenz), ECA (VN-Wirtschaftskommission für Afrika, 1991), CILSS (Sahel-Staatengemeinschaft, 1973) Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Mali ein gültiges Visum, das bei einer malischen Auslandsvertretung in Deutschland beantragt werden muss. Hierzu wird unter anderem ein bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein. Aufgrund der großflächigen Ein- und Ausreisestempel wird empfohlen, auch für Kinder Reisepässe mit einer Gültigkeit von 5 Jahren ausstellen zu lassen. Der Eintrag von Kindern im Reisepass eines Elternteils wird bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild anerkannt. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern.
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