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Bildung: Größte kulturelle Herausforderungen sind moderne Erziehung und Ausbildung. Dem vorhandenen guten Willen setzen Armut und fehlende Finanzen enge Grenzen. Die bereits auf diesen Gebieten engagierte internationale Gebergemeinschaft wird auf lange Sicht gefordert bleiben. Primar-, Sekundar- und Hochschulwesen sind etabliert, weisen aber gravierende Defizite auf. Seit der Abschaffung der Schulgebühren für den Primarschulbereich 1994 ist die Schülerzahl stark angestiegen, ohne daß eine entsprechende Ausweitung der finanziellen Ressourcen, der Schulraumkapazität und der Anzahl der Lehrer möglich war. Folge ist eine drastische Verschlechterung des Lehrniveaus. Erwachsenenbildung / Civic Education und praktische Berufsausbildung sind zur Festigung der noch jungen Demokratie bzw. für die wirtschaftliche Entwicklung unabdingbar. Verbreitete HIV-Infektion und hohe AIDS-Sterberaten machen einen erheblichen Teil der Anstrengungen zunichte, insbesondere wenn ausgebildetes Personal wie Lehrer, Ärzte und Manager im produktivsten Alter davon betroffen sind. Kultur: Die Kultur des Landes ist durch die Vielfalt seiner ethnischen Gruppen und die arabischen und britischen Einflüsse geprägt. Seit den ersten freien Mehrparteienwahlen vom Mai 1994 und dem Inkrafttreten der neuen, an westlich-liberale Modelle angelehnten Verfassung im Jahre 1995 kann sich in Malawi erstmals ein freies kulturelles Leben entfalten. Getragen wird die neue Kulturszene wegen der Armut im wesentlichen von "Amateuren". Eine freie und kritische Presse bestimmt das Medienbild. Besonders auf dem Land, wo 90% der Bevölkerung lebt, überwiegt noch afrikanische Kultur. Sie wird allerdings zunehmend durch Einflüsse westlicher Provenienz überlagert bzw. teilweise ersetzt. Folge ist vielfach eine Entwurzelung aus angestammter Tradition. Soziales
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