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Zentralafrika |
Gesundheit
Es gibt derzeit keine medizinischen Einrichtungen in
Liberia. Reisende, die eine medizinische Behandlung benötigen, müssen nach Abidjan
(Côte d'Ivoire) überstellt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird
dringend empfohlen.
In den vergangenen Wochen wurden aus
verschiedenen Landesteilen vermehrt Cholera-Erkrankungen gemeldet. In vielen Teilen des
Landes besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko, das vor allem die einheimische
Bevölkerung betrifft. Der Informationsfluss aus dem Hinterland ist sehr spärlich und
unzuverlässig. Die WHO, UNICEF und Médecins sans Frontières haben neben der
medizinischen Versorgung der Bevölkerung, ebenfalls die Säuberung und hygienische
Aufbereitung von Trinkwasser in den betroffenen Regionen veranlasst. Damit konnte die
Letalität (Sterberate) auf 1% gesenkt werden. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte
Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen
Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als
sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen
sind empfohlen.
Landesweit besteht ein Gelbfieber-Infektionsrisiko. Mehrere Erkrankungsfälle wurden in
den vergangenen Monaten der Weltgesundheitsorganisation aus verschiedenen Distrikten des
Landes gemeldet. Dazu zählen u.a. die Distrikte Bong, Nimba, Margibi, Grand Bassa und aus
den Grand Gedeh Counties. Ganzjährig werden Gelbfieber-Erkrankungsfälle aus Maryland
County (Grenzgebiet zur Elfenbeinküste) und Lofa County (Grenzgebiet zu Sierra Leone)
gemeldet. Auch in der Hauptstadt Monrovia werden Gelbfieberfälle gemeldet. Impfkampagnen
in der Bevölkerung werden permanent durch die Weltgesundheitsorganisation, die UNICEF und
internationale Hilfswerke durchgeführt um weiteren Erkrankungsfällen vorzubeugen.
Liberia gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten - insbesondere in den Gebieten
Bassa, Bomi, Bong, Lofa und Sinoe. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den
Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung allen Reisenden die sich in
Gelbfieber-Infektionsgebiete aufhalten.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die
durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus,
Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige
Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem
Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird
gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus
Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen
hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem
Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit
einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung
gezogen werden.
Literatur
Reisehinweise
Fünf Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor
allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Bei Reisen
nach Liberia wird daher zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges
weitgehend zerstörten Infrastruktur in Absprache mit den in Liberia vertretenen
Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder
Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten zuvor mit
der deutschen Botschaft in Monrovia abgestimmt werden.
In Monrovia gibt es wieder eine deutsche Botschaft, die jedoch, außer reiner
Nothilfe, keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen kann. Visa zur Einreise nach
Deutschland sind bei der deutschen Botschaft in Accra/Ghana zu beantragen.
Strom
| Volt |
Frequenz (Hz) |
Bemerkung |
| 120 |
60 |
- |
Unterkunft
In den größeren Städten gibt es Hotels unterschiedlichen
Standards. In den abgelegeneren Regionen können Besucher in Berghütten Unterkunft
finden. In Maseru, Leribe und Masionokang sind in letzter Zeit neue Hotels gebaut worden,
viele Hotels in Maseru entsprechen dem internationalen Standard. Es gibt zwei staatliche
Hotels, in Sehlabathele im Osten und in Makones, in der Nähe von Quthing (nur während
der Trockenzeit geöffnet). Beide bieten Übernachtungen ohne Verpflegung.
LODGES: Außerhalb der
Städte findet man Unterkunft in modernen Camps, in denen man Bungalows mieten kann.
Verkehr
FLUGZEUG: Es gibt über 60 Landepisten für
Kleinflugzeuge.
SCHIFF: Die Küstenschiffe befördern manchmal Passagiere,
verkehren allerdings nur unregelmäßig. Auf vielen Flüssen des Landes werden kleine
Boote als Verkehrs- und Transportmittel benutzt. Kanu-Safaris können in Friedenszeiten in
den Monaten Dezember bis März ausgehend von Greenville, einem kleinen Küstenhafen (200
km südöstlich von Monrovia) flußaufwärts gemacht werden.
BAHN: Derzeit kein Schienenverkehr.
BUS/PKW: Man muß u. U. mit langen Fahrzeiten im Verkehr auf
den Küstenstraßen rechnen, da die Lagunen und Flußmündungen schwierig zu umfahren
sind. Umleitungen und Verzögerungen sind häufig. Eine Straße verbindet Monrovia mit den
östlichen und westlichen Landesteilen. Viele Straßen sind bisher nicht geteert, Autos
sind ebenfalls noch selten. Die Busverbindungen zwischen den Städten sind schlecht.
Mietwagen mit und ohne Chauffeur sind in Monrovia erhältlich. Unterlagen: Internationaler
Führerschein wird empfohlen. Gegen Vorlage des nationalen Führerscheins wird eine
befristete Fahrerlaubnis ausgestellt.
STADTVERKEHR: In Monrovia verkehren Minibusse. Taxis stehen
zur Verfügung, Trinkgeld ist unüblich.
Zoll
Die Einfuhr von Waffen ist verboten. Es gibt auch Beschränkungen für die
Einfuhr von Geld.
Die Zollvorschriften befinden sich noch im Aufbau und können sich kurzfristig
ändern.
Es wird empfohlen, sich auf alle Fälle bei der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung zu informieren. |
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