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Die Komoren sind ein kleiner Inselstaat im Indischen Ozean, zwischen Afrika und Madagaskar. Er besteht aus den 3 Hauptinseln Njazidja, Nzwani und Mwali sowie mehreren kleinen Eilanden. Die vierte Insel des Archipels, Mayotte, folgte den anderen nicht in die Unabhängigkeit, sondern blieb bei der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. 1841 hatten die Franzosen die Inseln in Besitz genommen und den Plantagebau eingeführt. Die bergige Landschaft setzte dem allerdings Grenzen, extensive Landwirtschaft ist unmöglich. Die Politik der Komoren ist vor allem von Instabilität gekennzeichnet. Ob Machkämpfe, Wahlboykott und Wahlbetrug, ob Rebellion und Sezession - nichts ist den Insulanern fremd. Durch ein Referendum ließ sich Präsident Mohamed Taki Abdulkarim am 20. Oktober 1996 umfangreiche Vollmachten einräumen; das Land gilt seither als "vom Islam inspiriert", der Islam wurde zur Staatsreligion erhoben. Bei den Parlamentswahlen errang das dem Präsidenten nahestehende Parteienbündnis 39 der 43 Sitze. Die Opposition sprach von Behinderung des Wahlkampfes - westliche Diplomaten bestätigten diese Einschätzung - und boykottierte die Wahl. Inzwischen rebellierten Separatisten auf der Insel Nzwani, benannten das Eiland wieder in Anjouan um (wie es einst unter den Franzosen hieß) und suchten den Wiederanschluß an Frankreich. doch die Franzosen wollen die Separatisten nicht anerkennen. Am 3. August 1997 verkündete die Insel endgültig ihre Unabhängigkeit. Eine Woche später folgte die Insel Mwali dem Beispiel. Komoren-Präsident Abdulkarim gebietet nun nur noch über die Insel Njazudja. Viele Komorer sind die Streitigkeiten leid und wünschen sich die Rückkehr des französischen Söldners Bob Denard, der 1995 durch einen Handstreich den damaligen Präsidenten stürzte und großes Ansehen bei der Bevölkerung genießt. Frankreich ließ ihn durch seine Truppen verhaften und brachte ihn ins Gefängnis.. Inzwischen ist er zur Legende geworden: "We are crying Come back, Uncle Bob." |
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