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Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungs- schutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Hepatitis B, evtl. Meningokokken-Meningitis A und C sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung wird die Entscheidung getroffen. Eine gültige Gelbfieberimpfung ist für die Reise sinnvoll, wenn Fahrten oder Aufenthalte außerhalb der Städte durchgeführt werden. Sie wird verlangt bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet heraus. HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria. Für Touristen ist gerade in Kenia das Malariarisiko besonders hoch. Zunehmend kommt es auch im Hochland von Kenia, d.h. auch oberhalb von 1400 Meter Höhe, zu Malariaerkrankungen, so dass auch hier mit einem intensiven Malariarisiko gerechnet werden muss. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Am 28. Februar 2008 haben Präsident Kibaki und Oppositionsführer Odinga nach wochenlangen Bemühungen des ehemaligen VN-Generalsekretärs Kofi Annan ein Abkommen unterzeichnet, in welchem Kibaki als rechtmäßiger Präsident anerkannt und der Opposition eine Teilhabe an der Macht zuerkannt wird. Dieses Abkommen muss noch durch Parlamentsbeschlüsse, darunter auch Verfassungsänderungen, umgesetzt werden. Auch wenn davon auszugehen ist, dass damit die Unruhen und Ausschreitungen, zu denen es in Kenia nach den Präsidentschaftswahlen vom 27. Dezember 2007 gekommen war, beendet sein dürften, sollten politische Kundgebungen, Menschenansammlungen sowie die Nähe der Slumgebiete in Nairobi und anderen Städten weiterhin unbedingt gemieden werden. Terrorismus In Kenia sind terroristische Anschläge nach wie vor nicht auszuschließen. Es wird zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit geraten, insbesondere auf öffentlichen Plätzen, an religiösen Stätten sowie beim Besuch von westlichen Einrichtungen und touristischen Sehenswürdigkeiten. Luftverkehr Die Durchführung der Sicherheitskontrollen an den kenianischen internationalen Flughäfen Nairobi Jomo Kenyatta und Mombasa Daniel arap Moi gibt zu Bedenken Anlass, ob sie internationalen Standards entsprechen. Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit lassen jedenfalls an ihrer Effizienz zweifeln. Die Sicherheitskontrollen am regionalen Flughafen Nairobi-Wilson, Ausgangs- und Zielpunkt zahlreicher "flying safaris" in Kenia, über den aber auch sämtliche Flüge nach und aus Somalia abgewickelt werden, entsprechen nicht dem europäischen Standard und werden als unzureichend eingeschätzt. Anlaß zu erheblicher Besorgnis besteht vor allem wegen der mangelhaften Sicherheitskontrollen der Flugverbindungen von/nach Somalia. Reisen über Land/ Kriminalität Eine erhöhte Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias sowie in der Küstenregion nördlich von Malindi und auf den Reiserouten auf dem Landweg in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz. Reisen in diese Gebiete, vor allem nach Lamu, sollten mit dem Flugzeug durchgeführt werden. Sporadisch werden Aktivitäten von Banditen im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in der Region des Natron-Sees, Namanga und des Amboseli-Parks gemeldet. Individualtouristen, die die Nationalparks ohne Reisegruppenbetreuung besuchen, sollten in den vorhandenen Lodges oder auf bewachten Campingplätzen übernachten. Vor individuellen Ausflügen bei den Reise- und Hotelleitungen am Ort eingeholte Informationen erlauben eine bessere Lagebeurteilung und Risikoabwägung. Die Innenstädte Nairobis und Mombasas sollten nachts generell, bestimmte Gegenden des Stadtinnern Nairobis (dazu gehören River Road, Tom Mboya Street, Machakos Bus Terminal) möglichst auch bei Tag gemieden werden. Touristen sollten keine Wertsachen sichtbar mit sich tragen. Bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen besteht eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden. Raubüberfälle auf Autofahrer, teilweise verbunden mit der Wegnahme des Fahrzeugs ("Car-Jacking"), sowie auf Fußgänger, nehmen zu, insbesondere in Nairobi und anderen größeren Städten. In jüngster Zeit ist es verstärkt zu Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der sog. Mungiki-Sekte und Sicherheitskräften gekommen, bei denen auch Tote zu beklagen waren. Allerdings richtet sich die Gewalt dieser Gruppe bisher nicht gegen Ausländer und beschränkt sich zudem bislang auf die Slumgebiete von Nairobi sowie ländliche Gegenden Zentralkenias. Reisen über Land / Straßenverkehr Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen oder den "Matatus" genannten Kleinbussen sollten vermieden werden. Die Fahrzeuge sind teils nicht in verkehrssicherem Zustand. Schwere Unfälle von Überlandbussen mit Todesopfern aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder Übermüdung der Fahrer sind bedauerlicher Weise vergleichsweise häufig. Bei Reisen mit dem Auto in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias, in die Küstenregion nördlich von Malindi, in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz, vor allem nach Lamu, sollte unbedingt der Schutz in einem bewachten Konvoi gesucht werden. Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird. Nachts besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle. Auch kann sich der teilweise schlechte Straßenzustand als unüberwindliches Hindernis erweisen. Geld / Kreditkarten Bargeld kann an Geldautomaten mit Kreditkarten und den EC-Karten einiger Banken abgehoben werden. Traveller Cheques werden selten zum Bezahlen akzeptiert, es gibt aber in den großen Städten Wechselstuben, um diese in Bargeld umzutauschen. Auch in Kenia gibt es Kreditkartenbetrug. Beim Verwenden von Kreditkarten sollten daher die einschlägigen Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen der Kreditkartenunternehmen beachtet werden. In der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens Nairobi - nach der Zollabfertigung -sollte nach Möglichkeit vermieden werden, Geld umzutauschen, es besteht die Gefahr der Beobachtung und Verfolgung durch dort operierende kriminelle Banden. Es ist hilfreich, einen kleineren Betrag in Ein-Dollar-Noten griffbereit mitzuführen, um erste Kosten, z.B. für ein Taxi, bestreiten zu können. Aufnahme einer Arbeit Personen, die beabsichtigen, in einer sozialen Einrichtung oder Nichtregierungsorganisation für einige Zeit mitzuarbeiten, benötigen eine Arbeitsgenehmigung. Näheres hierzu unter: http://www.immigration.go.ke. Vor dem Hintergrund einschlägiger, nicht immer günstiger Erfahrungen, wird empfohlen, sich so umfassend wie möglich über die fragliche Institution zu informieren, falls vorhanden, am besten über eine deutsche Partnerinstitution. Thema sollte dabei auch die Sicherheit der Unterbringung sein. Zum Teil wird für die Mitarbeit ein nicht unerheblicher finanzieller Beitrag erhoben. Ferner rät die Botschaft dringend dazu, sich bei ihr für die Dauer des Aufenthalts mit genauen Kontaktdaten zu registrieren, damit die Botschaft im Falle einer Krise Hilfestellung leisten kann. Das mittlere Hochland Nairobi ist als »grüne Stadt an der
Sonne« bekannt. Das moderne Kenyatta-Konferenzzentrum und das attraktive Stadtbild
haben Nairobi zu einer bedeutenden internationalen Handels- und Konferenzstadt gemacht.
Nairobi wirkt sehr gepflegt, trotzdem ist die Kriminalität wie in anderen Hauptstädten
hoch, und als Ortsfremder sollte man manche Viertel vor allem nachts meiden. Manche
Besucher empfehlen sogar, den Uhuru-Park nicht allein zu betreten. Die
Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig, die Palette reicht von Einkaufszentren im
amerikanischen Stil bis hin zu afrikanischen Märkten mit Holzbuden. Groß ist auch das
Angebot an Restaurants und Nachtklubs. Zu den Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi
gehören das Kulturzentrum Bomas of Kenya, etwas außerhalb des Stadtzentrums, wo
u. a. Tanzaufführungen stattfinden; das Kenya National Museum mit einer
Völkerkundeabteilung und der Snake Park (Schlangenpark) gegenüber dem Museum, in
dem man Bekanntschaft mit fast allen ostafrikanischen Schlangenarten machen kann. Die Küste Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias, liegt 500 km von
Nairobi entfernt. Mombasa ist eine wichtige Hafenstadt, die von ihrer Lage an der einzigen
Bahnstrecke ins Landesinnere profitiert. Herrliche Strände erstrecken sich südlich und
nördlich der Stadt. Interessant ist die Old Town, das fast völlig islamische
Altstadtviertel mit engen Gassen und Straßenhändlern, die Handarbeiten anbieten. Die
Festungsanlage Fort Jesus wurde 1593 von den Portugiesen erbaut und 1698 nach
33monatiger Belagerung von den Omani-Arabern erobert. Hier ist heute ein Museum
untergebracht. Kikoi- und Khanga-Tücher kann man in der Biashara Street kaufen.
Das Fremdenverkehrsamt befindet sich in der Moi Avenue. Der Artenreichtum ihrer Tier- und Pflanzenwelt hat Kenias
Nationalparks in aller Welt berühmt gemacht. Sitten & Bräuche In den meisten Hotels in Nairobi und den Urlaubsorten gibt es abends Tanzveranstaltungen mit Live-Musik oder Diskotheken. Man findet auch einige afrikanische Nachtklubs. Nairobi bietet eine große Auswahl an Kinos, die amerikanische und europäische Filme zeigen. In der Bishara Street in Nairobi und in Mombasa sowie auf den Märkten kann man Khanga-, Kitenge- und Kikoi-Kleidung kaufen. In einer besonders guten Kooperative in Machakos sind naturgefärbte Kiondos-Taschen mit starken Lederriemen erhältlich. Schöne Souvenirs sind auch Holzschnitzereien, Batikarbeiten, Perlenschmuck und Steinarbeiten. Der Verkauf von Souvenirs aus Wildhäuten (einschl. Reptilienhäuten und Fellen) ist verboten. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.30-12.30 und 14.00-17.30 Uhr Tennis, Squash, Bowling, Reiten und Polo sind beliebte Sportarten. Gute Sportanlagen gibt es für Kenias Leichtathleten, die regelmäßig große internationale Erfolge erringen. Vorübergehende Mitgliedschaft in Sportklubs ist möglich. Wassersport: Segeln, Wasserski, Schwimmen und Wellenreiten sind in den Ferienanlagen nördlich und südlich von Mombasa sehr beliebt, hierzu gehören Malindi, Nyali, Bamburi, Shanzu, Kikambala und Kilifi. Die Urlaubsorte bieten gute Sandstrände und z. T. Korallenriffe. Angeln (Forellen) an den Seen bietet sich in den Monaten November bis März an. Falls kein Bedienungsgeld verlangt wird, sind 10 KSh angemessen. Höhere Trinkgelder liegen im Ermessen des Gastes. Westeuropäische Bräuche spiegeln im ganzen Land den britischen Einfluß wider. Kenianer sind im allgemeinen sehr freundlich. Kleidung ist zwanglos, und Alltagskleidung wird außer bei besonderen gesellschaftlichen Anlässen überall akzeptiert. Drogendelikte (auch Besitz von Marihuana für den Eigenbedarf) stehen schon bei Geringfügigkeit unter harter Strafe. Gleiches gilt für den unerlaubten Waffenbesitz. Dabei ist zu beachten, dass auch Gas- und Spielzeugpistolen, CS-Gas und Pfefferspray als Waffen klassifiziert sind. Von der Mitnahme im Reisegepäck ist daher unbedingt abzusehen. Vor dem Fotografieren von Einrichtungen, die als militärisch und/oder sicherheitsrelevant gelten könnten (z.B. Flughafen, Regierungsgebäude usw.), sollte abgesehen werden. Eine Erlaubnis z.B. der Sicherheitskräfte kann im Einzelfall eingeholt werden.
FLUGZEUG: Kenya Airways (KQ) verbindet Mombasa,
Malindi, die Insel Lamu und Kisumu (am Westufer des Victoria-Sees) mit Nairobi.
AirKenya bietet Linienflüge von Nairobi nach Mombasa, Malindi, Lamu, Kiwayu,
Amboseli, Samburu, Masai Mara, Nanyuki, Tsavo und Kilimanjaro. Außerdem fliegt AirKenya
alle Wildreservate im Land an. Regional Air bietet ebenfalls Inlandflüge von
Nairobi aus an. Rundreisen zu den Nationalparks und zur Küste werden angeboten. Man kann
auch Flugzeuge mieten
Anmerkung: [*] Inkl. Fahrt mit der Fähre. Die Einfuhr von Waffen (einschl. Gaspistolen, Tränengas u.a. in Deutschland frei verkäufliche Waffen zur Selbstverteidigung) und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte sind bei der Einreise zu deklarieren. Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 6.000 US-Dollar ein- bzw. ausgeführt werden. In der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens Nairobi - nach der Zollabfertigung -sollte kein Geld umgetauscht werden, dort besteht die Gefahr der Beobachtung und Verfolgung durch dort operierende kriminelle Banden. Die Einfuhr jeder Art pornographischen Materials ist verboten. Die Einfuhr von Alkohol und Parfüm ist in für den persönlichen Gebrauch üblichen Mengen gestattet. |
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