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Polizei mordet mit System 25.02.2009. Die Angst ging um im Sommer 2007: Auf Weiden, unter Brücken oder im dichten Gestrüpp, das Kenias Hauptstadt Nairobi umgibt, wurden Leichen entdeckt. Mehr als 500 Tote waren es zwischen Juni und Oktober 2007. Die Opfer waren aus nächster Nähe hingerichtet worden, sie hatten Einschusswunden im Hinterkopf. Die Täter wurden nie gefunden - oder nie gesucht. Denn verantwortlich für die Morde, das erklärte der UN-Sonderberichterstatter Philip Alston gestern zum Ende einer Reise durch das Land, sei die Polizei. "Kenias Polizei mordet mit System, die Morde sind weit verbreitet und gut vorbereitet", wetterte Alston. "Die Morde werden willkürlich ausgeführt, die Täter bleiben unbehelligt." Die Polizei könne töten, wie es ihr gefalle. "Und die Spitzen von Polizei und Politik sind beteiligt." Alston forderte die sofortige Entlassung von Polizeipräsident und Generalstaatsanwalt. Die 500 Morde wurden Alston zufolge von einer Todesschwadron ausgeführt, die mutmaßliche Mitglieder der mafiösen Mungiki-Sekte umbringen sollte. Ein Fahrer der Schwadron, der Menschenrechtsaktivisten ein Interview gab, beschreibt 24 Hinrichtungen, bei denen 58 Verdächtige getötet wurden. Die Beamten hätten zuvor mit dem Polizeipräsidenten oder einem Stellvertreter telefoniert. Jeder Schütze habe einen Bonus von umgerechnet 50 Euro erhalten. Vor Gericht wird der Zeuge das nicht wiederholen können - nach dem Interview wurde er unter ungeklärten Umständen erschossen. |
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