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Impfschutz Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 7 Monate bei Einreise gefordert. Abweichend von den offiziellen Empfehlungen kann eine Choleraimpfung gelegentlich verlangt werden, besonders bei Einreise aus einem Land mit Cholera oder bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens. Im Januar 2007 wurde ein nachgewiesener Poliomyelitisfall aus dem Norden berichtet. Es handelt sich um Wildvirus Typ I der Polio. Ein Impfschutz gegen Kinderlähmung ist empfohlen. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff). Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/ ) sollten auf aktuellem Stand sein. Malaria: Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, etwas geringer in den höher gelegenen Gebieten und der Hauptstadt Jaunde. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Kamerun!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
HIV/AIDS: Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt bei 5% bis 8% landesweit. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen. Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden. Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen (Douala), die auch größere Ausmaße annehmen können. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser kann nach Benutzung eines geeigneten Filters und Abkochen getrunken werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden. Die Cholera (schluck)-impfung bietet Schutz Für den normalen Reisenden und Touristen ist sie aus medizinischen Gründen nicht notwendig. Weitere Infektionskrankheiten Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Die Hepatitis A, B und C, Typhus und Tuberkulose sind nicht selten. Im Norden treten vor allem während der Trockenzeit immer wieder Epidemien der bakteriellen Meningitis auf, im Jahr 2000 erstmalig auch im Nordwesten. An weiteren Krankheiten sind zu erwähnen: Filariosen, Loa Loa, Onchozerkose, Chikungunya, Leptospirose, Tollwut. Medizinische Versorgung Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen. In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente meist aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (7.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr) finden Sie an jeder Apotheke einen Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände tragen (auch nicht beim abendlichen Restaurantbesuch), abends nicht alleine zu Fuß unterwegs sein, Geld auf mehrere Taschen verteilen, genügend Geld mitführen, um keine Gewaltanwendung zu provozieren. Vor Taxifahrten nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) wird nachdrücklich gewarnt. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer häufig schwere Verletzungen davontragen. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. In den Provinzen Norden, Extremer Norden und Adamaoua (in anderen Provinzen hin und wieder) kommt es häufig auch auf den Hauptverkehrsverbindungen zu Straßenüberfällen ("coupeurs de route"), bei denen die Sicherheitskräfte sich zum Teil passiv verhalten. Auf jeden Fall sollten Fahrten am Abend und in der Nacht vermieden werden. Reisen auf die Halbinsel Bakassi sollten wegen der dortigen Sicherheitslage vermieden bzw. nur mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen unternommen werden. Wegen technischer Mängeln an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer, besteht hohe Unfallgefahr. Dies gilt verstärkt bei Dunkelheit. Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in an Kamerun angrenzende Länder kann aufgrund politischen Situation problematisch bzw. unmöglich sein. Die Grenze nach Äquatorialquinea war 2007 für 4 Monate geschlossen. Reisen über Land In Kamerun, das aufgrund seiner Vielfältigkeit an Landschaftsformen auch als Afrika in Miniatur bezeichnet wird, kann man alle Landesteile generell ohne besondere Genehmigung bereisen. Es ist jedoch mit vielen Polizeikontrollen zu rechnen, bei denen man sich mit viel Geduld und guten Nerven wappnen sollte. Häufig werden Motivationsgelder gefordert. Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb der größeren Städte sind nur begrenzt vorhanden. Infrastruktur Kamerun verfügt im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern über ein relativ gutes Straßennetz, Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Wegen der hohen Unfallgefahr im Straßenverkehr ist ein defensiver Fahrstil angezeigt, Sicherheitsgurte sollten unbedingt angelegt und nächtliche Überlandfahrten vermieden werden. Registrierung bei der Deutschen Botschaft Die Botschaft Jaunde empfiehlt grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste ( Krisenvorsorgeliste) der Botschaft einzuschreiben. Fotografierverbot besteht für: offizielle Gebäude (z.B. Ministerien und Präsidentenpalast in Jaunde), Flughäfen, Häfen, militärische Einrichtungen oder Polizeistationen, Telekommunikationsanlagen sowie alles, was dem Ansehen Kameruns schaden könnte. Bei Polizei- und Gendarmeriekontrollen darf nicht von europäischen Maßstäben ausgegangen werden. Es bleibt häufig unklar, auf welcher gesetzlichen Grundlage bestimmte Dokumente oder Verhaltensweisen gefordert werden. Sollte man Sie festhalten, bestehen Sie darauf, Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen zu können. Homosexualität ist nach Artikel 347 des Strafgesetzbuches mit Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch regelmäßig in Einzelfällen bestraft. Auch Ausländer waren bereits strafrechtlicher Verfolgung nach Artikel 347 ausgesetzt.
In Douala, Yaoundé, Bamenda, Garoua und Maroua gibt es
eine gute Auswahl an Hotels der internationalen Klasse. Die guten Hotels (Einstufung durch
die Regierung, es werden zwei oder mehr Sterne vergeben) haben Klimaanlagen, Swimmingpools
und Sportanlagen. Den meisten Zimmern ist eine Dusche angeschlossen. Diese Hotels
akzeptieren auch Kreditkarten. Übernachtungspreise schließen keine Mahlzeiten ein.
Preiswertere Unterkünfte sind ebenfalls vorhanden. Das Hotel de Waza, außerhalb
des Waza-Nationalparks im Norden, ist ein Camp mit zwei Pavillons und Einzelzimmern in
Strohhütten. Die Hotels sind meist frühzeitig ausgebucht; man sollte rechtzeitig
vorbestellen und auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. FLUGZEUG: Es gibt täglich Flüge zwischen Douala
und Yaoundé; andere Städte im Landesinneren werden weniger regelmäßig angeflogen.
Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie Devisen in unbeschränkter Höhe dürfen eingeführt werden. Die Einfuhr von (Jagd-) Waffen ist über die kamerunische Botschaft in Bonn oder einen der beiden Honorarkonsuln in Essen oder Frankfurt zu beantragen. Antike Kunstwerke dürfen nicht ausgeführt werden. Bei der Ausreise wird eine Steuer für Holzgegenstände gefordert (10 % des Kaufpreises). |
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