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Guinea gehört trotz großer wirtschaftlicher Ressourcen (größte Bauxitvorkommen der Welt, reiche Vorkommen an Eisenerz, Nickel, Gold, Diamanten, Wasserkraft, großes landwirtschaftliches Anbaupotential) zu den ärmsten Ländern der Welt. Ursächlich dafür war früher die Misswirtschaft unter dem einstigen Staatspräsidenten Sekou Touré, die mit einem völligen Niedergang der Infrastruktur, der Unterdrückung jeglicher Privatinitiative und einer weitgehenden Isolation des Landes einherging. Nach dem Tod Tourés gelang es mit massiver externer Unterstützung in einer ersten Phase wirtschaftlicher Reformen, Preiskontrollen und Importrestriktionen abzuschaffen, ein marktorientiertes Wechselkurssystem zu errichten, einen Teil der unrentablen Staatsfirmen zu privatisieren oder aufzulösen, den überbesetzten öffentlichen Dienst um knapp 50% zu reduzieren und die Verkehrsinfrastruktur (Straßen, Flughafen, Hafen) zu verbessern. Folge war ein starkes Wachstum im Bauwesen und eine zunehmende Aktivität Kleingewerbetreibender. Letztere arbeiten weitgehend im informellen Sektor, ohne Zahlung von Steuern und Sozialabgaben. Ihnen ist ein wesentlicher Teil des wirtschaftlichen Wachstums außerhalb des Bergbausektors zu verdanken. Seit einigen Jahren ist die Reformbereitschaft der guineischen Wirtschaftspolitik erlahmt. Wirtschaftliche Kennziffern:
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