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Impfschutz: Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr). Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein. Gelbfieber: In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt. Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
HIV/AIDS: Großes Gesundheitsproblem, ca. 2,3% der erwachsenen Bevölkerung sind HIV-positiv (Zahl aus 2005), in einzelnen Risikogruppen deutlich höhere Durchseuchung. Durch sexuelle Kontakte,bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen. Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen. Vogelgrippe: Mit der Bestätigung durch das WHO-Referenzlabor in Kairo ist Ghana das 9. afrikanische Land, in dem die KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) durch H5N1 aufgetreten ist. Betroffen waren eine Hühnerfarm in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra mit 1.600 Tieren sowie zu einem späteren Zeitpunkt Farmen in Sunyani (Brong Ahafo) und Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo). Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen (Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema Vogelgrippe finden Sie in Informationen des Gesundheitsdienstes in der rechten Spalte. Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen . Andere Infektionskrankheiten: Meningokokken-Krankheit: Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden. Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit slten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken oder die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra Betracht. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor. Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein. Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtlichen Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren. Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten. Reisen über Land / Straßenverkehr Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden. In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte. Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen. Mietwagen Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Öffentlicher Nah- und Fernverkehr Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet. Sitten & Bräuche In Accra und anderen großen Städten findet man Nachtklubs mit westlicher oder afrikanischer Musik. Kleinere Geschäfte und Marktstände bieten eine große Auswahl. Kunsthandwerk aus der Ashanti-Region und Nordghana sind ebenso schöne Souvenirs wie handgearbeiteter Gold- und Silberschmuck. Moderne und alte Kunstwerke gibt es auch zu kaufen, Preise sind allerdings hoch. Ashanti-Hocker und Messinggewichte, die früher zum Goldwiegen benutzt wurden, sind beliebte Mitbringsel. Auf allen Märkten im Norden werden Steinguttöpfe, Lederartikel, gewebte Hemden und aus vielfarbigem Raffia-Bast gewobene Bolgatanga-Körbe angeboten. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo, Di, Do, Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.30 Uhr, Mi, Sa 08.00-13.00 Uhr. Golfplätze gibt es in Achimota, Accra und Kumasi. Wassersport: In mehreren Zentren werden Segeln und Wasserski angeboten, besonders empfehlenswert sind die Jachtklubs von Akosombo und Ada an der Mündung des Volta. Obwohl Ghanas Küste viele Kilometer Sandstrand hat, ist Schwimmen nicht immer ungefährlich. In der Nähe von Accra stehen drei Swimmingpools am Strand zur Verfügung. In Ada gibt es sichere Bademöglichkeiten. Publikumssport: Die Ghanaer sind begeisterte Fußball- und Tennisfans; Boxkämpfe sind immer gut besucht. Ein weiterer beliebter Publikumssport sind Pferderennen, die samstags auf der Pferderennbahn Accras stattfinden. 10%, sofern nicht in der Rechnung enthalten. Taxifahrer erwarten normalerweise kein Trinkgeld. Ghanaer legen im allgemeinem Wert auf förmliche Anrede. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. In weiten Teilen Westafrikas ist es üblich, Speisen und andere Dinge nicht mit der linken Hand zu berühren. Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft. Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt. Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts. Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
In der Hauptstadt gibt es Hotels drei internationaler Hotelketten. In Kumasi, Takoradi, Cape Coast, Sunyani, Koforidua, Bolgatanga, Tamale, Ho, Akosombo und anderen Provinzhauptstädten gibt es staatliche und private Hotels von internationalem Standard, Pensionen und einfache Unterkünfte. Die Klassifizierung erfolgt nach einem Sternesytem. Außerdem gibt es die staatlichen Catering Rest Houses, einfache Unterkünfte mit Restaurants von unterschiedlicher Qualität. Im Mole-Nationalpark, an der Westküste bei Cape Coast und Elmina sowie in der Umgebung größerer Städte gibt es auch Motels. CAMPING: Zelten ist in den Nationalparks erlaubt, sollte aber vermieden werden. Aufenthalt in Tierschutzgebieten ist nur in Begleitung eines bewaffneten Führers gestattet. FLUGZEUG: Ghana Airways
(GH) betreibt Flugverbindungen zwischen Accra, Kumasi und Tamale. Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch können zollfrei eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot oder fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. 00233 21 666842, Fax 666841, info@cepsghana.org, www.cepsghana.org) erhältlich. Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich. Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Soll ein Teil davon bei Ausreise jedoch wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden. Ausfuhr Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5.000 Cedis ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
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