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In der westafrikanischen Republik Côte dIvoire (Elfenbeinküste) wurde Präsident Henri Konan Bédié (65) am 24.12.1999 von den Streitkräften gestürzt. Der Anführer des Militärputsches, der ehemalige Heereskommandeur Robert Guei (58), ernannte eine zehnköpfige Junta mit sich als Präsidenten, versprach aber die Wiederherstellung der Demokratie. Präsident Bédié suchte zunächst Zuflucht auf dem französischen Militärstützpunkt der Hauptstadt Abidjan und reiste später nach Togo aus. Die französische Regierung kündigte an, ihre Militärpräsenz in der ehemaligen Kolonie zu verstärken, um die Sicherheit der 20 000 Franzosen in der Elfenbeinküste zu gewährleisten. Hintergrund des Staatsstreichs sind u.a. ausstehende Soldzahlungen und sich verschlechternde Lebensbedingungen der Militärs. Putschistenführer Guei hatte seit Jahren die Amtsführung von Präsident Bédié kritisiert und war deshalb 1995 als Armeechef entlassen worden. Zuvor hatte er sich öffentlich gegen den von Bédié angeregten Einsatz der Streitkräfte gegen demonstrierende Studenten ausgesprochen. 1990 hingegen war er selbst in die Kritik geraten, weil er Soldaten erlaubt haben soll, Demonstranten zu foltern. Guei ist mit Oppositionsführer Alassane Dramane Quattara verbündet, der im Exil in Paris lebt. Es war der erste Militärputsch in der Geschichte des seit 1960 unabhängigen Staates. Von 1960 bis zu seinem Tod 1993 wurde das Land von Felix Houphouët-Boigny autoritär regiert. Nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens für das Bürgerkriegsland Elfenbeinküste hat UN-Generalsekretär Kofi Annan die Konfliktparteien ermahnt, die Einigung schnell umzusetzen. Die Uno werde die Umsetzung des in Pretoria geschlossenen Friedensvertrags unterstützen, doch trügen die Kriegsparteien "die vorrangige Verantwortung" für das Gelingen, erklärte Annans Sprecher am 07.04.2005 in New York. Unter südafrikanischer Vermittlung hatten sich die Konfliktparteien nach zweieinhalb Jahren Bürgerkrieg am Mittwoch auf ein sofortiges Ende der Kämpfe geeinigt. In der Elfenbeinküste haben sich Regierung und Rebellen auf die Entwaffnung von paramilitärischen Kämpfern geeinigt. Die Aufständischen der "Neuen Kräfte" und Milizen, die Präsident Laurent Gbagbo nahe stehen, sollten bis Ende Juli 2006 ihre Waffen abgeben, hieß es in einer am Mittwochabend in der Hauptstadt Yamoussoukro veröffentlichten Erklärung. Hintergrundberichte: |
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