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Bildung: Der stark am portugiesischen System ausgerichtete Bildungssektor, insbesondere die schulische Ausbildung, hat große Probleme: dem öffentlichen Bereich, der durch ausbleibende Gehaltszahlungen und häufige Streiks gelähmt ist, steht ein nur in wenigen Städten vorhandener - und relativ teurer - Privatschulsektor gegenüber, der sich vorwiegend auf elterliche Eigeninitiative und das Engagement von Nichtregierungsorganisationen stützen kann. Die ohnehin schon für afrikanische Verhältnisse geringe Einschulungsquote von 43% dürfte sich nach dem Bürgerkrieg noch weiter verschlechtert haben. Deutsch als Fremdsprache ist immer noch relativ stark vertreten, wohl auch aufgrund der ehemals engen Beziehungen zur DDR. Die vor dem Krieg relativ engagierte französische Kulturpolitik ist in Neuanfängen begriffen, die jedoch noch deutlich vom Vorkriegsniveau entfernt sind. Kultur: Die Fulbe und die Balante, die größten Volksgruppen, haben Guinea-Bissau kulturell geprägt. Während die Fulbe ein feudalistisches, streng hierarchisches Gesellschaftssystem haben, leben die Balante in engen Gemeinschaften, die keine Klassenunterschiede kennen und vorwiegend über Gemeinschaftseigentum verfügen. Verfügte Guinea-Bissau als eines der ärmsten Länder bereits vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges über ein nur rudimentäres Erziehungs- und Kultursystem, so sind die wenigen Kultureinrichtungen, die sich in Bissau befanden, ebenso wie die dortigen Ausbildungsinstitute im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Soziales
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