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Benin gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Gemäß dem von United Nations Development Programme (UNDP) ermittelten Indikator der menschlichen Entwicklung nimmt Benin Position 161 unter insgesamt 177 erfassten Staaten ein (2004). Die Armut des Landes spiegelt sich auch in dem niedrigen Pro-Kopf-Einkommen wider, das unterhalb von 540 Euro pro Jahr liegt. Ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt unter 60 Jahren und die Kindersterblichkeit ist noch relativ hoch. Gleichzeitig liegt das Bevölkerungswachstum bei über 3 %. Entsprechend stehen Armutsbekämpfung und Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Vordergrund der Regierungspolitik. Die Wirtschaft Benins ist von der Landwirtschaft und dem Handel mit den Nachbarstaaten geprägt. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung arbeiten noch in der Landwirtschaft, die ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beiträgt. Das wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnis ist Baumwolle. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet ungefähr die Hälfte des BIP; Benin ist - v.a. über den Hafen in Cotonou - Transitland für Güter nach Nigeria, Burkina Faso, Niger und Tschad. In Cotonou hat sich in den letzten Jahren der größte Gebrauchtwagenmarkt Westafrikas entwickelt. Die Fahrzeuge werden weitgehend nach Nigeria weiterverkauft. Die Industrie ist nur schwach entwickelt und v.a. in den Sektoren Zement, Baumwollentkörnung, Textil und Nahrungsmittelverarbeitung zu finden. Der informelle Sektor spielt eine sehr große Rolle in der beninischen Wirtschaft, vor allem was den Handel mit Nigeria betrifft; über den Anteil an der Gesamtwirtschaft können jedoch keine verlässlichen Angaben gemacht werden (Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 80% des beninischen Handels dem informellen Sektor zugerechnet werden müssen). Wirtschaftliche Kennziffern:
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