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Außerhalb der Hauptstadt Luanda und einiger Provinzhauptstädte ist die allgemeine medizinische Versorgung nach wie vor sehr schlecht, in vielen ländlichen Gegenden Angolas ist sie kaum vorhanden. In Luanda gibt es jedoch einige besser ausgestattete Privatkliniken und auch qualifizierte Ärzte. Sämtliche Krankheiten, die in Angola häufiger vorkommen, können dort ohne weiteres behandelt werden, wenn auch zu hohen Preisen. Notwendige Medikamente sind zwar jedenfalls in Luanda in der Regel vorhanden oder beschaffbar, dennoch wird Reisenden nach Angola, die auf Medikamente angewiesen sind, geraten, diese mitzunehmen. Die angolanische Regierung hat am 07.11.2005 das Ende der Marburg-Epidemie in Angola bekanntgegeben. Seit Oktober 2004 waren in der nordöstlich von Luanda gelegenen Provinz Uige gehäuft Personen an Marburg Hämorrhagischem Fieber (MHF) erkrankt.Die WHO hatte den letzten bestätigten Fall am 27.07.2005 festgestellt. Bis Anfang September 2005 waren 374 Erkrankungen mit 329 Todesfällen offiziell gemeldet worden. Angola hat als eines der ärmsten Entwicklungsländer zahlreiche Krankheitsrisiken und eine unzureichende medizinische Infrastruktur. Die sanitären Verhältnisse begünstigen Krankheiten, die von kontaminiertem Trinkwasser oder Lebensmitteln übertragen werden wie Cholera, Typhus und Hepatitis A. Poliomyelitis ist noch nicht eingedämmt. Meningokokken-Meningitis tritt gehäuft von Mai bis Oktober auf. Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) ist ein Impfschutz gegen Tollwut , Meningokokken-Meningitis ACWY und Typhus sehr sinnvoll. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden (älter als 1 Jahr) vorgeschrieben. Malaria: Es besteht ganzjährig und im gesamten Land (auch in Luanda) ein mittleres bis hohes Malaria Risiko, wobei die Malaria tropica weit überwiegt. Wichtigste Maßnahme zur Malariavorbeugung ist der Schutz vor Mückenstichen mit angepasster Kleidung, die Verwendung von mückenabweisenden Hautmitteln, evtl. Moskitonetzen usw. Für die medikamentöse Malariaprophylaxe kommen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) in Frage. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Verläßliche HIV-/Aids-Daten für Angola liegen nicht vor. UNAIDS schätzt die HIV-Infektionsrate für Angola auf knapp fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Untersuchungen des US-Center for Disease Control -CDC- sowie des Gesundheitsministeriums 2004 und 2005 ergaben ähnliche Raten, eine andere Untersuchung (der WHO) Raten von je nach Provinz zwischen vier und zwölf Prozent. Damit liegt die HIV-Prävalenz in der angolanischen Bevölkerung unter der in anderen Staaten der SADC-Region. Dennoch muß das Risiko ernstgenommen werden. Sitten & Bräuche In Luanda gibt es mehrere Nachtklubs und Kinos. Hier empfiehlt sich ebenfalls rechtzeitige Kartenvorbestellung. Die beliebten Kizombas bieten afrikanische Musik und einheimisches Essen. Traditionelle Kunstgewerbeartikel werden in Luanda angeboten. Außerhalb der großen Städte gibt es kaum Einkaufsmöglichkeiten. Wassersport wird auf der Mussolo-Halbinsel angeboten, die Strände in Ilha und Palmeirinhas (45 km südlich von Luanda) bieten gute Bademöglichkeiten, allerdings muß man auf Strömungen achten. Santiago (45 km nördlich von Luanda) hat gute Fischgründe. Trinkgeld wird offiziell ungern gesehen. Wenn nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10%. Zigaretten u. ä. werden gern angenommen. Die üblichen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden. Das Fotografieren der meisten öffentlichen Gebäude in Angola ist verboten. Das Verbot gilt insbesondere für militärische Anlagen/Fahrzeuge/Gebäude und Soldaten, z.B. Wachposten. Bei Zuwiderhandlung ist mit Verlust des Filmes, der Fotoausrüstung oder mit Festnahme zu rechnen.
Anmerkung: Überall gibt es strenge Kontrollen - viele
Regionen sind nur per Flugzeug zu erreichen. Internationale Firmen, die
Geschäftsinteressen im Norden des Landes bzw. in Cabinda haben, besitzen Privatflugzeuge.
Aktuelle Informationen von der Botschaft. Die Ausfuhr des Kwanza, der lokalen Währung, ist verboten.
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