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Das nach dem Sudan zweitgrößte Land Afrikas besteht zu 85% aus Wüste. Die Sahara hat hier, in dieser endlosen Weite von 1500 Kilometern in der Lände und in der Breite, die verschiedensten Landschaften geformt.

Im Osten liegt der Östliche Große Erg, eine riesige Sandwüste mit gewaltigen Dünen, die weit nach Südtunesien reicht. Diese geht nach Süden hin über in das Plateau Rassili B'Ajjer, das sich im Djebel Azao mit bis 2158 m hoch erhebt. In diesem Plateau zeugen im Nationalpark "Tal der Flüsse" mehr als 15 000 spektakuläre und teilweise wunderschöne Felsmalerein von längst untergegangenen Kulturen. Die ältesten stammen aus der Jungsteinzeit und zeigen Jagdszenen mit Giraffen, Nashörnern, Büffeln, Elefanten und Antilopen.

Weiter südlich erhebt sich der Ahaggar aus der Weite der Wüste, ein gewaltiges Bergmassiv, dessen höchster Berg der Tahat mit 3003 m aufragt. Durch den Westen des Ahaggar verläuft durch die Oase Tamanrasset eine alte Karawanstraße, die die Häfen an der Mittelmeerküste mit den Zentren im Golf von Guinea verbindet. Südlich des Ahaggar dominieren die Ausläufer des Massivs die Landschaft bis zur Grenze zum Niger und zu Mali. Weiter westlich geht die Gebirgswüste dann wieder in eine Sandwüste über, den Westlichen Großen Erg im Norden sowie den Erg Lguidi und den Erg Chech im Westen bzw. Südwesten. Hier befindet sich das "Herz" der Sahara - es ist die trockenste und heißeste Gegend ganz Afrikas. Es regnet hier nie (!).

Die für die Einwohner wichtigste Region liegt im Norden. Hier wirken die klimatischen Einflüsse des Mittelmeers. Nördlich der beiden Großen Ergs erhebt sich der Sahara-Atlas, eine Hochgebirgskette, die parallel zur 200-300 km entfernten Küste verläuft und im Westen bis zu 2008 und im Osten bis zu 2328 m Höhe erreicht. Hinter dieser Gebirgskette schließt sich in Richtung Küste das Hochland des Schotts an, der ausgedehnte sumpfige Salzseen und Salzpfannen bereit hält. Das 800-1000 m hohe Becken verläuft ebenfalls küstenparallel und reicht bis zu 100 km an die Küste heran.


algerienk2.gif (1729 Byte) Die jetzige Nationalfahne gibt es offiziell seit 1962; entstanden sein dürfte sie um 1928. Seit 1954 verwendeten die Unabhängigkeitskämpfer und seit 1958 die Übergangsregierung diese Flagge.
Die Felder im Hintergrund sind grün - das Symbol für den Islam - und weiß für die Reinheit; diese Farben hängen auch mit Abd el-Kader (1807 - 1883) zusammen, der von 1832 bis zu seiner Kapitulation 1847 einen erbitterten Widerstandskrieg gegen die französischen Besatzer anführte. Das Rot symbolisiert das damit verbundene Blutvergießen. Stern und Halbmond stehen für den Islam; die Enden des Halbmondes sind deutlich länger als sonst, weil diese Verlängerung in der algerischen Tradition als glückbringend gilt.

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