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Bildung: Schulpflicht von 6 bis 13 Jahren. Nur 28% der relevanten Altersgruppe kommen dieser Pflicht nach, nur 11% besuchen weiterführende Schulen. 1% der Schulabgänger schrieben sich an einer der beiden Universitäten in Addis Abeba oder Dire Dawa ein. Analphabetenrate: Männer 54%, Frauen 74,4%. Kultur: Religiöse Themen haben bis ins 20. Jahrhundert Malerei, Schrifttum, Architektur, Kunsthandwerk und Musik Äthiopiens bestimmt. Äthiopien ist eine Gesellschaft mit einer alten, traditionsbewussten Kultur. In der gegenwärtigen Phase intensiver Reformbemühungen stellen sich Fragen nach einem kulturellen Modernisierungskonzept neu und verstärkt. Bildungssystem: Die äthiopische Kultur- und Bildungspolitik wird weiterhin geprägt von der Knappheit finanzieller und personeller Ressourcen, die durch Leistungen internationaler Geber, insbesondere der Weltbank, nur begrenzt aufgefangen werden kann. Entsprechend liegen die Alphabetisierungsrate von Erwachsenen (38% 2001), die Einschulungsrate (57% 2000/01) und die Zahl der Absolventen einer Hochschulausbildung (7.372 1999/2000) sehr niedrig. Das Bildungssystem sieht zehn allgemeinbildende Schuljahre vor. Nach dem zehnten Schuljahr erfolgt eine Differenzierung zwischen Schülern, die nach zwei weiteren Schuljahren zur Hochschulreife geführt werden und solchen, die in zwei berufsbildenden Klassen auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. Für die äthiopische Regierung hat daher der Aufbau eines Berufsbildungswesens hohe Priorität. An den äthiopischen Schulen wird der Unterricht ab der 5. Klasse auf Englisch erteilt. Andere Fremdsprachen werden lediglich an ausländischen Schulen unterrichtet, die allerdings in der Regel keine äthiopischen Kinder aufnehmen dürfen. Die Eigenständigkeitsbestrebungen verschiedener ethnischer Gruppen, denen im Rahmen der Regionalisierungspolitik der Regierung größerer Spielraum gewährt wird, wirken sich auch im Bildungsbereich aus. Die äthiopische Regierung hat Grundzüge einer staatlichen Kulturpolitik entworfen. Tragender Gesichtspunkt ist die Regionalisierung. Der Zentralstaat will sich auf eine Art Rahmenkompetenz zurückziehen. Es obliegt den Regionen zu entscheiden, ob der Unterricht wie früher allgemein in Amharisch oder einer regionalen Sprache gehalten wird. In der Regel wählen die Regionen die Sprache der Titularethnie. Die wichtigsten ausländischen Partner im Kulturbereich sind Italien, Frankreich, England, Russland und nicht zuletzt Deutschland. Goethe-Institut Inter Nationes, Alliance Française, Italienisches und Russisches Kulturinstitut sowie British Council spielen dabei eine wichtige Rolle. Wachsende Bedeutung kommt im Bildungsbereich dem Einfluss islamischer Länder zu. Dies zeigt sich vor allem im Bau neuer Koranschulen im ganzen Lande sowie in islamischen kulturellen Veranstaltungen. Soziales
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