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Mittel- und Südamerika umfassen eine hohe Spanne von Breitengraden, weshalb sie eine große Vielfalt biogeografischer Regionen bergen. Darunter befindet sich das weltweit größte Gebiet von Regenwäldern und Regenbäumen, vor allem aufgrund dessen, daß zwei Drittel der Fläche Mittel- und Südamerikas zwischen den Wendekreisen liegen und in Äquatornähe ihre maximale Breitenausdehnung erreichen. Ein einzigartiges Kontinent Vor 70 Millionen Jahren kam es zur Aufsplitterung von Gondwana, einem großen Kontinent in der südlichen Hemisphäre. Einer seiner Bruchstücke bewegte sich in westlicher Richtung und bewirkte die Entstehung eines großen zentralen Ozeans. Aus diesem Ozean bildete sich der Atlantik und aus dem Bruchstück Südamerika. Der neue Kontinent konnte einen großen Teil seiner ursprünglichen Tier- und Pflanzenwelt bewahren. Die spätere Wiedervereinigung der beiden Teile Amerikas durch den Isthmus von Panama verursachte eine Artenwanderung vor allem von nördlicher in südlicher Richtung.
Pflanzenarten Der westliche und der östliche Teil Südamerikas sind sehr verscheiden. Die Anden und der kalte Humboldt-Strom beeinflussen Klima und Umwelt. An der Westküste befinden sich einige der trockensten Wüsten der Erde und die Anden dienen als Barriere, die das gesamte System der Pazifikwinde verändern. Dieser Klima- und Reliefreichtum ist für die Existenz einer breiten Vielfalt von Pflanzen verantwortlich. Die geographischen Breiten Mittelamerikas legen ein warmes Klima nahe, aber in den Bergen entscheidet die Höhe über die Verteilung der Ökosysteme. In den Küstenregionen herrscht das ganze Jahr über Sommerklima, die Regenfälle sind ausgiebig. Sie könne sich bis zu einer Höhe von 1 000 m erstrecken. Tropenwälder mit gemäßigtem und Mischwälder mit kühlem Klima folgen ab dieser Höhe. All diese Ökosysteme sind häufig von heftigen Stürmen betroffen, die sich Ende des Sommers über dem Ozean bilden und über die gesamte Region hinwegfegen.
Die Pflanzen der Trockenheit Ab dem 43. Breitengrad wird das Klima der Andentäler zunehmend trocken. Araukarienwälder bestimmen das Bild: Nadelwälder, die sich in der Zeit der großen Reptilien über einen großen Teil der nördlichen Halbkugel erstreckten, heute jedoch nur noch in bestimmten Regionen der südlichen Hemisphäre zu finden sind. Es handelt sich um eingeschlechtliche Bäume, deren Äste in geordneter Form vom Stamm abgehen. Die Blätter sind wie Späne mit stacheligem Ende angeordnet. Die männlichen Blüten bilden Blütenstände, während die weiblichen Blüten isoliert auftreten. An der Westküste - vom Äquator bis zum 45. Grad südlicher Breite - erstreckt sich eine der trockensten Regionen der Erde. Im zentralen Teil liegt die Atacama-Wüste, in der jahrzehntelang kein Tropfen Regenwasser fallen kann. Die Pflanzen hier beziehen ihr Wasser ausschließlich aus Tau oder Nebel. Kanderaberartige Kakteen verfügen über hoch entwickelter Wasserspeichersysteme.
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