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Das demografische Hauptmerkmal Süd- und Mittelamerikas ist die ungleichmäßige geographische Verteilung der Bevölkerung. Während die überwältigende Mehrheit in den Küstengebieten lebt. sind große Binnenregionen nahezu unbewohnt. Eine weitere Besonderheit des Kontinents ist der hohe urbane Bevölkerungsanteil: drei Viertel der Lateinamerikaner leben in Städten.
Umweltprobleme der südamerikanischen Ballungsgebiete In den größten südamerikanischen Städten stellt die Luftverschmutzung ein wesentliches Problem dar. Vier Städte des südamerikanischen Kontinents gehören zu den am stärksten verschmutzten Großstädten der Welt: Santiago de Chile, Buenos Aires, Rio des Janeiro und Sao Paulo. Der Verschmutzungs- grad in diesen Städten, die oft die von der Weltgesundheitsorgansiation festgelegten Grenzwerte überschreiten, beruht auf der industriellen Expansion und vor allem auf die Autoabgase. In Santiago, wo die Verschmutzung ein dringliches Problem ist, verdoppelt sich der Fahrzeugbestand alle 5 Jahre, weshalb sich die Regierung gezwungen sah, die Autonutzung wochentags zu beschränken. Schätzungen zufolge werden weitere Städte des Kontinents eine ähnlich hohe Verschmutzung wie diese 4 Städte erreichen, jedoch verfügen sie nicht über entsprechende Gegenmaßnahmen und Kontrollsysteme.
Marginalsiedlungen und Hygiene Die anhaltende massive Abwanderung der Bewohner aus den Landgebieten, die in den sechziger Jahren begonnen hatte, führte zu einem immensen und desorganisierten Wachstum der aufnehmenden Städte. Dadurch entstanden rund um die Ballungsgebiete riesige Marginalsiedlungen wie die Favelas in Brasilien oder die chilenischen Armensiedlungen. Der fast immer improvisierte Wohnungsbau auf nicht urbanisierten Grundstücken geht mit mangelnden gesundheitlichen Verhältnissen einher. Anteil armer Stadtbevölkerung (in %)
Bevölkerungsdichte (Einwohner je km2)
Am stärksten urbanisierte Länder (in %)
Am wenigsten urbanisierte Länder (in %)
Demografische Vielfalt In Süd- und Mittelamerika gibt es eine Mischung von Ethnien, deren Zusammensetzung und Anteil von Land zu Land je nach historischer Entwicklung und Wanderungsbewegungen verschieden ist. Es können drei große Gruppen unterscheiden werden: Länder mit überwiegend indianischer oder Mestizenbevölkerung (Mittelamerika, Ecuador, Paraguay, Bolivien, Venezuela, Peru und Brasilien), Länder mit europäischstämmiger Bevölkerung (Chile, Argentinien und Uruguay) und Länder mit einer großen ethnischen Vielfalt (Belize, Suriname und Guyana). In den Ländern der letztgenannten Gruppe unterscheiden sich die Wanderungsströme erheblich von denen des übrigen Kontinents.
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